Frage von BabyGirl17, 58

Habe gekündigt, kann ich während der Kündigungsfrist in den Krankenstand?

Hallo!

Ich habe bei meinem Arbeitgeber gekündigt, weil ich schlecht behandelt worden bin und jetzt etwas besseres gefunden habe. Ich weiß aber ganz genau, dass sie jetzt noch schlechter mit mir umgehen werden als vorher da ich ein monatige Kündigungfrist habe. Da ich im November noch das Weihnachtsgeld bekommen müsste, wollte ich fragen wie das so ist? Wie viel kriege ich von meinem Weihnachtsgeld? Was passiert mit meiner Woche Urlaub die ich noch habe und das wichtigste für mich ist ob ich in der Zeit noch in den Krankenstand gehen kann und wenn ja wie lange? Fühle mich nicht mehr wohl dort und werde schlechter als jeder andere behandelt... würde mich freuen wenn ihr mir helfen würdet.

Danke im Vorraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Familiengerd, 19

Ich äußere mich nicht dazu, inwiefern in Deinem Fall eine "Krankschreibung" berechtigt sein könnte oder nur "vorgetäuscht" wäre.

Zu Deinen Fragen:

Wie viel kriege ich von meinem Weihnachtsgeld?

Wenn Du bei der Auszahlung des Weihnachtsgeldes noch im Arbeitsverhältnis bist, hast Du auch Anspruch auf das volle Weihnachtsgeld, sofern vertraglich (Arbeitsvertrag oder anzuwendender Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, Betriebsordnung) nichts Anderes vereinbart wurde.

Was passiert mit meiner Woche Urlaub

Urlaub, der Dir noch zusteht, muss in der Kündigungsfrist gewährt werden. Ist das ganz oder teilweise aus dringenden betrieblichen Gründen nicht mehr möglich, muss er ausgezahlt werden; das gilt selbstverständlich auch dann, wenn Du ihn wegen Erkrankung nicht mehr nehmen kannst.

Wenn das Arbeitsverhältnis bei der Beendigung jetzt in der 2. Jahreshälfte länger als 6 Monate bestanden hat, hast Du übrigens Anspruch auf den vollen Jahresurlaub, bei Vereinbarung einer anteiligen Berechnung aber mindestens auf den vollen gesetzlichen Mindesturlaub (selbstverständlich abzüglich bereits genommener Tage).

ob ich in der Zeit noch in den Krankenstand gehen kann und wenn ja wie lange

Die Kündigungsfrist bedeutet selbstverständlich nicht, dass Du nicht mehr wegen Arbeitsunfähigkeit (Krankschreibung) fehlen dürftest - beides (Kündigungsfrist und Arbeitsunfähigkeit/Krankschreibung) hat nichts miteinander zu tun.

Wenn Du in der Kündigungsfrist arbeitsunfähig bist, kannst Du lediglich Deinen Dir noch zustehenden Urlaub nicht nehmen, der Dir darum dann ausgezahlt werden muss.

Anmerkung zur Krankschreibung:

Die warnenden Hinweise in anderen Antworten zur Krankschreibung, wenn nicht tatsächlich eine dazu berechtigende Indikation gegeben ist, solltest Du bedenken.

Allerdings ist für viele Ärzte eine von Dir beschriebene Situation - wenn sie denn tatsächlich "ernst" ist - Anlass genug, den Betroffenen aus gesundheitsfürsorglichen Gründen "aus dem Verkehr zu ziehen".

Kommentar von BabyGirl17 ,

Danke für deine auführliche Erklärung und Hilfe!

Antwort
von Interesierter, 23

Wie das mit deinem Weihnachtsgeld geregelt ist, müsstest du deinem Arbeitsvertrag, dem Tarifvertrag oder einer entsprechenden Betriebsvereinbarung entnehmen. Was bei dir genau maßgeblich ist, können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen.

Einfach mal in Krankenstand gehen, das funktioniert nicht. Entweder du bist arbeitsfähig, also gesund und gehst arbeiten oder du bist arbeitsunfähig, also krank und gehst zum Arzt.

Einfach krankfeiern obwohl du eigentlich gesund bist, wäre Betrug. Das wäre eine Straftat, die obendrein auch die fristlose Kündigung sowie strafrechtliche Konsequenzen und zivilrechtliche Forderungen nach sich ziehen kann.

Antwort
von mondfaenger, 29

Deine Woche Urlaub kannst du nehmen. Wenn du einen Arzt findet, der dich krank schreibt, obwohl du nicht krank bist, dann könnte das auch klappen. Was du nicht bekommen wirst, ist das Weihnachtsgeld.

Kommentar von BabyGirl17 ,

Nicht mal anteilig?

Kommentar von mondfaenger ,

Nein!

Kommentar von Familiengerd ,

@ mondfaenger:

Woher leitest Du denn Dein "Nein!" ab?

Du hast doch überhaupt keine Kenntnis von möglichen Regelungen, auf die es dafür ankäme: Arbeits- oder Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, Betriebsordnung, betriebliche Übung, arbeitsrechtlicher Gleichbehandlungsgrundsatz!

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