Frage von PasqualeRomano, 84

Habe ein Alkohol Problem (bin 17)?

Hey, ich bin 17. Ich fing so mit Mitte 16 an hin und wieder Bier zu trinken, erst alleine dann vermehrt unter Freunden... Das ging dann immer so weiter, so seit April in diesem Jahr trink ich jedes Wochenende mit Freunden. Es ist jetzt auch nicht nur Bier sondern Wodka etc.

Am Anfang war es so das ich kein gutes Selbstvertrauen hatte und immer dazu Alkohol brauchte, das ist jtz ganz anders, heute geht das bei mir auch ohne Alkohol. Doch dieses "neue" Selbstvertrauen habe ich eigentlich nur weil ich gemerkt habe das wenn ich dies und das besoffen kann auch nüchtern kann...

Bis jetzt bin ich 2 mal richtig abgestürzt, also war komplett betrunken und hab dann auch dumme, peinliche Aktionen gebracht. Aber auch das hält mich irgendwie nicht vom Alkohol ab, ich trink dann nur weniger. Ich liebe das irgendwie, es ist so ein schönes Gefühl was durch den ganzen Körper geht und im Kopf ist es auch sehr gut... Eigentlich bräuchte ich ihn ja gar nicht mehr, weil die Gründe für mein Trinken waren damals das Selbstvertrauen und ein wenig der Gruppenzwang.

Wenn ich zB wo sitze und trinke 1, 2 Bier finde ich den Moment noch schöner und angenehmer... So richtig intensiv, keine Ahnung wie ich es beschreiben soll.

Am liebsten trinke ich mit einem Kumpel oder in ner Gruppe, wobei ich auch schon alleine getrunken habe (als Fußball lief oder ich mir ein Film anschaute). Als ich mal Stress und Prüfungsangst hatte, habe ich auch schon getrunken das es mir besser geht, ich weiß das soll man nicht machen wegen Gefahr einer Sucht aber ich habe es schonmal gemacht... Der Alkohol war quasi "für mich da"

irgendwie mag ich das ja jedes Wochenende zB draußen am See zu sein und zu trinken aber es macht mir Angst das ich denke ich komme nicht davon weg. Das ist ja auch nicht gesund...

Die Woche über komme ich ganz gut ohne Alkohol aus, ja sogar komplett ohne, nur wenn dann so Freitag / Samstag ist bekomme ich so ein richtiges Verlangen danach. Dann finde ich eig auch immer einen der gerade Zeit hat und es geht wie jede Woche von vorne los...

Wie komme ich nur vom Alkohol los?

Bin ich jetzt schon abhängig von Alkohol ?

Wo genau liegt mein Problem?

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Antwort
von norbert9014, 17

Das was Du beschreibst ist exakt das, was ich erlebt habe: Ich war immer der Kleinste in der Klasse,- Eltern nicht wirklich daneben, aber ohne große Empathie... Gewalterfahrungen in vielerlei Hinsicht, schüchtern, unsicher,- ja auch ängstlich.

Ich habe mich fast totgesoffen: Auf jeden Fall 2 Ehen versoffen, meine soziale und wirtschaftliche Existenz ab Erreichen der Volljährigkeit zwar ohne "Stütze",- aber immer am Minimum: War egal, was ich gekriegt habe, habe ich versoffen und verkifft...bääh!

Mir wurde auch relativ früh klar, dass ich ein massives Problem habe... so saß ich also mit 22, 23 Jahren schon bei den "AA".... und in wiederkehrenden Schleifen wurde ich dort Stammgast... teilweise auch während ich in wirklichen Kaschemmen Stammgast war und blieb.

Was soll ich sagen... Entzugserscheinungen bis zum Delierium, Selbstmordversuche... bis ich endlich mit 33 Jahren den endgültigen Absprung schaffte. Heute bin ich seit 24 Jahren abstinent...

Wie habe ich das gemacht?

Nun,- ich habe das nicht alleine geschafft... und zuerst habe ich gar nichts gemacht.

Ich habe machen lassen... andere machen lassen: meinen Therapeuten,- aber vor allen Dingen die Freunde in der Selbsthilfegruppe (Bin seit 1992 Mitglied bei den "Freundeskreisen für Suchtkrankenhilfe e.V." - gefällt mir besser als AA... aber das ist Geschmacksache... Gibt auch das "Blaue Kreuz", den "Kreuzbund", "Guttempler"... whatever...)

Also: Ich habe machen lassen.
Ich habe vertraut: Ich habe nicht mehr dagegengehalten: Dort saßen die Fachmänner und -frauen. Egal wie sympathisch oder eben nicht mir einzelne Leute waren... die waren nüchtern... länger als ich. Erfolgreicher als ich.

Ich habe vertraut und zugehört. Ich hatte nichts mehr zu verteidigen... ich wusste nichts mehr besser.

Ich habe zugehört und Empfehlungen und Ratschläge einfach angenommen und umgesetzt... nie "1 zu 1"... sondern für mich passend... und wenn ich es nicht besser wußte: Lieber "1 zu 1" als gar nichts tun.

Und: Regelmäßigkeit.

Ich konnte früher auch stundenlang in der Kneipe sitzen: So langweilig kann es also niemals sein, nicht ein- oder zweimal die Woche in ein Treffen zu gehen und zuzuhören.... oder auch langweile zu ertragen

.. Sind immer Stunden gewesen, die mich schon mal aus der Kneipe raus gehalten haben

Hoffe, es hilft ein wenig: Sincerely   Norbert

Antwort
von luca9991, 26

Also ich finds bisher bisher nicht so schlimm...

Bin selber 17 und in dem Alter ist es ja normal am Wochenende mit freunden zu trinken und da gehören Abstürze nun mal dazu :)

Und solange du nicht anfängst wie bestimmte Arbeitskollegen die schon um 11 Uhr vormittags ein Bier trinken ist es nicht so schlimm.

Antwort
von piadina, 28

Ob Du schon abhängig bist oder nicht, kann nur Du für Dich entscheiden. Alkoholismus ist eine 3-teilige Krankheit: körperlich, geistig, seelisch.

Wenn man die Grenze zum Alki einmal überschritten hat, ist man süchtig. Es gibt Selbsthilfe Gruppen und im schlimmsten Fall Entzugskliniken.

Über Alkoholismus kannst Du im Net jede Menge lesen. Wenn ich es Dir erklären würde, wäre es ein Roman.

Achte auf Dich, Du hast nur die eine Leber.

Antwort
von almutweber, 12

Ja, du bist leider schon abhängig, denn auch die sogenannten Gelegenheitstrinker sind abhängig. Du siehst ja selbst, dass du nicht mehr ohne Alkohol am Wochenende  klar kommst und Verlangen danach hast. Dieses Verlangen ist schon die Sucht. 

Du kannst es ja selbst einmal ausprobieren, wenn du am Freitag Abend mit den Kumpels zusammen sitzt, ob du es den Abend über ohne Alkohol schaffst. Ich wette, du schaffst es keine ganze Stunde....

Geh in eine Therapie oder zu den AA, Kreuzbund oder wie sie alle heißen (Gruppen gibt es überall, das kannst du googlen) und lass dir dort von Betroffenen helfen.

Du bist hier sehr ehrlich gewesen und wenn du das vor den AA-Leuten auch bist, kann man dir wirklich helfen, sofern du es willst.

Natürlich bist du die Hauptperson. Ohne deinen Willen geht nichts. AA und andere können dich nur ein wenig unterstützen.

Versuch es, in deinem Alter ist der gesundheitliche Schaden bei Alkoholmissbrauch oft schon so groß und irreparabel, dass du auf dem besten Wege bist, dir den Rest deines Lebens zu versauen.


Antwort
von TopRatgeberNR1, 18

dein konsummuster ist extrem riskant, mach eine pause von 6-12 monaten (garkein alkohol) und wenn dus nicht schaffst geh in die klinik

Antwort
von KuwePB, 30

Soll ja verschiedene Säufertypen geben.

Kommentar von almutweber ,

Gelegenheitstrinker trifft hier zu.

Antwort
von DarkGamingYT, 24

Auf dem Weg biste.

Lg Dark

Antwort
von aXXLJ, 10

Kontaktiere anstelle eines Laien-Forums eine professionelle Drogenberatung, wenn Du ernsthaft Hilfe erwartest und an Dir arbeiten willst/kannst/möchtest.

Antwort
von grubenschmalz, 27

Du bist auf dem Weg in die Abhängigkeit, ja.

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