Frage von Sunny71080, 162

Habe Deckvertrag und die Besitzer der Hündin wollen Geld. Ist das rechtens?

Ich habe meinen Hund als Deckrüden zur Verfügung gestellt. Wir haben auch einen Deckvertrag gemacht. Als Deckgebühr haben wir einen Welpen vereinbart, das war auch die Voraussetzung das mein Hund als Deckrüde zur Verfügung steht. Sonst hätte ich das nicht gemacht. Jetzt hat die Hündin leider viele Komplikationen gehabt und die Besitzerin hat einige Rechnungen zu zahlen. Die gute Frau hat auch nicht gerade sehr viel Geld. Jetzt möchte Sie mir nicht mehr meinen Welpen wie vereinbart geben. Sie meinte, das mir nur ein Welpe als Deckgebühr zusteht, wenn ich dafür die Tierarzt kosten und die Futterkosten bezahle bzw. die Differenz von der Deckgebühr und dem Verkaufspreis. Das hätte Sie vom Anwalt so prüfen lassen. Ich selber kann mir das nicht vorstellen, denn ist die Deckgebühr (wenn es ein Welpe ist) nicht auch der Verkaufspreis? Was meint ihr? Ist es rechtens, das Sie Geld von mir verlangen kann? Vielen Dank schon einmal für die Antworten!

Antwort
von Hamburger02, 60

Der Vertrag umfasst nur das Decken. Dafür gibt es Decktaxe oder einen Welpen. Ihr habt euch auf einen Welpen geeinigt.

Der Rüde hat erfolgreich gedeckt, also steht die jetzt ein Welpe deiner Wahl zu. So sagt es der Vertrag. Bei Züchtern ist es in der Regel so, dass bezahlt wird, wenn der Deckakt erfolgte. Bleibt die Hündin leer, gibt es das Recht auf Nachdeckung bei der nächsten Läufigkeit.

Auch bei angemeldeten Züchtern ist der Vertrag damit erfüllt. Alle weiteren Risiken der Trächtigkeit trägt die Halterin der Hündin. Die jetzt auf dich abzuwälzen liegt nahe, entspricht aber nicht dem Vertrag. Das ist halt so, wenn man mit der Natur arbeitet, das ist nicht alles planbar. Ein Wurf kann auch darauf hinauslaufen, dass man jede Menge Kosten hatte und am Ende keinen Welpen zum Verkaufen. Das ist Züchterrisiko. Und bei 9 Welpen wird sie doch wohl auf einen verzichten können.

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 43

Hallo,

meinst du denn, der Welpe hat in den ersten Lebenswochen nichts zu fressen bekommen? Musste nicht zum Tierarzt? Wurde nicht geimpft???

Wie kommst du auf die Idee, dass diese Kosten inkludiert sind.

Ja, ihr habt einen Welpen vereinbart - also gehörte vom Tag der Geburt einer der Welpen dir. Aber das schließt doch nicht die Aufzuchtkosten mit ein? Oder steht das ausdrücklich im Vertrag?

Wenn nicht, dann musst du natürlich für die Kosten, die dein Welpe verursacht hat, auch aufkommen.

Und nur zum Verständnis: das ist auch bei seriösen Züchtern so, wenn ein Welpe als Decktaxe vereinbart wurde (was übrigens nur selten der Fall ist. Meist wird eine Summe X pro eintragungsfähigem Welpen ausgehandelt).

Gutes Gelingen

Daniela

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 82

Hi,

Wäre gut den Vertrag zu sehen, so müsste da ja drin stehen das dir unentgeltlich für die Leistung (das Decken) ein Welpe zusteht. Wenn da nur steht das du ein Welpe bekommst, so steht da ja nicht unter welchen Umständen du den bekommst. Ein findiger Anwalt macht daraus ein Vorkaufsrecht, so das du lt Vertrag zwar ein Welpe bekommst aber halt auch erst nach Bezahlung.

Und grad unter Hobbyvermehrer kommt sowas am Ende raus, wenn jemand die Rasse erhalten will oder alles richtig machen will der züchtet im Zuchtverein. So ist der Grundgedanke meist nur das schnelle Geld für wenig Arbeit, die Rechnung ist bei der Dame nun nicht aufgegangen, da solche Leute aber uneinsichtig sind wird die Schuld woanders gesucht, das bist nun du. Kann dir nur empfehlen diesen zweifelhaften Hobby nicht mehr nachzugehen, dann hat man solche Probleme nicht, zumal es ja noch gut ausging für euch. Wenn die Hündin krank ist kann dein Rüde sich anstecken, auch Hunde können Geschlechtskrankheiten haben. 

Kommentar von Sunny71080 ,

Die Tiere waren beide vorher beim Tierarzt. Die Kosten habe ich ja auch schon getragen (von meinem). Ihr Tierarzt hatte wohl dazu geraten, das die Hündin einmal werfen sollte. Ob das stimmt bezweifle ich jetzt mal.
Im Vertrag steht: " Falls ein Welpe als Deckgebühr vereinbart wurde, hat der Halter der Hündin den Halter des Deckrüden unverzüglich nach erfolgtem Wurf zu verständigen. Der Halter des Deckrüdens hat innerhalb von 5 Wochen nach dem Wurftag einen Welpen seiner Wahl auszusuchen, diesen zu kennzeichnen und ab der 9. Woche abzuholen."

Kommentar von jww28 ,

Ähm das Wörtchen "falls" ist da der Fallstrick. Das bedeutet das da gesondert nochmal eine Zusatzvereinbarung dabei sein müsste wo drin steht was als Deckgebühr vereinbart wurde. Oder steht im Vertrag noch mehr zur Deckgebühr?

Kommentar von Sunny71080 ,

Ganz oben steht,
Deck Taxe: Ein Welpe aus dem Wurf
Also es steht noch einmal extra so drinnen!

Kommentar von jww28 ,

Ja dann kann die Dame zum Anwalt rennen wie sie will, dir steht dann aufjeden Fall auch ein Welpe zu. 

Dein Soll ist ja erfüllt du hast die Vertragsbedingungen eingehalten, so muss sie ihren Teil den sie unterschrieben hat auch erfüllen. Auch wenn sie Pech hatte, denn sie vermehrt ja auf eigene Gefahr, das da Kosten entstehen hätte sie vorher Bedenken müssen. 

Ich würde sie zunächst nun schriftlich auffordern ihren Vertragspflichten nachzukommen. Das ganze mit Einschreiben mit Rückschein senden, so das du rechtlich weisst das das angekommen ist. Sollte das nicht reichen am besten mit den Vertrag, der schriftlichen Erinnerung und Rückschein mal zum Anwalt gehen und den mal ein Schreiben aufsetzen lassen ;) 

Kommentar von dsupper ,

Ja, es steht ein Welpe zu - aber dieser Welpe hat vom Tag seiner Geburt an - also genau von dem Tag, an dem das Eigentum auf den Rüdenbesitzer überging, Kosten verursacht - und die muss der Eigentümer tragen.

Kommentar von jww28 ,

Im Vertrag steht ja das er bis zur 5ten Woche Zeit hat einen aussuchen , ist es rechtlich dann so das er für einen xbeliebigen Welpen zahlen muss den er evtl gar nicht aussuchen würde? Man müsste echt mal den ganzen Vertrag sehen :/ 

Antwort
von Goodnight, 63

Boah... sicher nicht!

Dir steht der vereinbarte Welpe zu. Der Rest ist allein die Geschichte vom Besitzer der Hündin.

Allerdings muss man dazu sagen, dass ihr beide von Zucht keine Ahnung habt. Schade wilde Vermehrerei hat so gar nichts mit Hundeliebe zu tun.

Hoffentlich lesen das viele, die sich mit dem Gedanken tragen einfach mal schnell Hunde zu produzieren. Das vermeintlich schnelle Geld, wird oft ein finanzielles Desaster. Ein Drama für die Hunde ist es so oder so.

Antwort
von Schnueffler00, 90

Ihr habt einen Vertrag? Steht dort irgendetwas bzgl. "Komplikationen" drin? Falls nicht würde ich mal behaupten, die gute Frau kann sich ihre Forderung in die Haare schmieren. 

Den Spruch mit dem Anwalt kann sie sich auch stecken. Das macht sie nur um dich eventuell zum zahlen zu bewegen. Die war damit niemals beim Anwalt. Kann sie ja gerne machen falls du auf die Erfüllung des Vertrags pochst. Du musst allerdings für dich wissen, wie weit du gehen möchtest für den Welpen.

Kommentar von Sunny71080 ,

Über Komplikationen steht da nichts drinnen. Haben da nur drinnen stehen das mir ein Welpe nach Wahl zu steht und ich den in den ersten fünf Wochen kennzeichnen muss. Haben da auch nichts über Kosten drinnen stehen.
es war halt immer abgesprochen das ich einen bekomme.

Antwort
von berlina76, 63

die Frau hat kein Geld kann aber eine Anwalt beauftragen?

Schau dir deinen, hoffentlich schriftlichen, Vertrag nochmal an, was da drin steht ist bindend, solange es nicht gegen Recht und Gesetzt verstößt.

Steht da also nichts drin von zusätzlichen kosten, so gibt es auch keine.

Kulanterweise(und weil du ja auch einen Gesunden Welpen haben willst) könntest du Ihr vorschlagen die Tierarztkosten anteilig für deinen Welpen bis zum Übergabetermin zu übernehmen. Mehr Spielraum seh ich hier nicht.

Kommentar von Berni74 ,

Die Frau hat kein Geld, kann aber auch mal eben mit ihrer Hündin sinnlos vermehren... :-/

Antwort
von Kandahar, 70

Das kommt dabei heraus, wenn man ohne Sinn und Verstand einfach mal Hunde verpaart.

Ich wette, die beiden Hunde wurden vorher nicht gesundheitlich und genetisch überprüft und für zuchttauglich eingestuft.

Kommentar von Goodnight ,

Die Wette gewinnst du! Das Zuchtreglement regelt das genau. Einen Welpen als Deckpreis ist längst Geschichte.

Antwort
von agentharibo, 65

Wurde der Vertrag schriftlich fixiert?

Wenn ja, hat doch die Hundehalterin den Vertragskonditionen zugestimmt.

Verkaufspreis für einen Welpen ist Verhandlungssache! Was soll im Kaufpreis enthalten sein? (Abstammungsurkunde, Schutzimpfungen, Futterkosten bis Übergabe, etc.)

Antwort
von LukaUndShiba, 50

Oh Gott ... Bitte stell deinen rüde nicht mehr zur Verfügung.

Warum seid ihr immer der Meinung ihr müsst Hunde vermehren?

Überlasst das Züchten den ZÜCHTERN! denn die wissen was sie tun. 

Kommentar von Sunny71080 ,

Mal zu euren Züchtern! Ich habe zweimal einen kranken Welpen vom Züchter gekauft. Beide so krank das sie eingeschläfert werden mussten. Meinen jetzigen habe ich von Privat und der ist gesund!!! Meint ihr alle Züchter sind seriös??? Nee, da gibt es genug schwarze Scharfe. 

Kommentar von derHundefreund ,

Ich bin mir sicher, dass sie, mit dem "Überlassen", nur seriöse Züchter gemeint hat und nicht die "Schwarzen Schafe".

Kommentar von Goodnight ,

Ein seriöser Züchter nimmt einen kranken Hund zurück und du kannst einen neuen Welpen aus dem nächsten Wurf aussuchen. Vorausgesetzt, es handelt sich um einen Zuchtfehler.

Er brummt dir aber sicher nicht seine Tierarztkosten auf.

Antwort
von TheFreakz, 71

Bitte was? Sie will Welpen - hat aber nicht sehr viel Geld? Ist die Hündin, und der Rüde überhaupt gesund und eingetragen und haben Papiere!? 

Kommentar von Sunny71080 ,

Ich war mit meinem Rüden beim Tierarzt! Ich hatte das ok. Sie sagte sie war auch. Haben auch im Vertrag das beide bestätigen das die Tiere gesund sind.

Kommentar von TheFreakz ,

Seid ihr bei einem Verein eingetragen? Wenn nein - sinnlose Vermehrung.. 

Kommentar von tupper4ever ,

Es gibt Menschen die machen Geld mit Tieren, vermehren schwarz und bestreiten Ihren Unterhalt damit.

Kommentar von Kandahar ,

Wenn man das ordentlich macht, dann kommt dabei nicht viel Gewinn heraus.

Diese Leute vernachlässigen einfach alles was selbstverständlich sein sollte um möglichst viel Gewinn aus den Tieren zu schlagen. Das ist unterste Stufe!

Antwort
von tupper4ever, 69

Wieviele Welpen sind es denn geworden?

Schlechte Wahl der Bezahlung. Probleme können immer auftreten die Geld kosten. Was wenn nur ein Welpe überlebt? Für wieviel können die einzelnen Welpen verkauft werden, ferner hat nicht jeder den gleichen Wert, haben die Kleinen Papiere? Alles Aspekte, die wahrscheinlich nicht in Eurem "Vertrag" stehen.

Teil doch die Arztkosten durch die Anzahl der Puppies, dann weißt Du was Du für einen "Gebührenhund" nachzahlen musst.

Besser ist es eine Gebühr zu erheben mit Nachdeckgarantie. Danach kannst Du immernoch einene Kleinen von Ihr kaufen.


Kommentar von Sunny71080 ,

Es waren 11, aber 9 leben noch! Es gab ja Komplikationen bei der Geburt usw.! Ich hatte ihr ja die Kosten für die Impfung von Anfang an vorgeschlagen zu übernehmen!

Kommentar von tupper4ever ,

Bei neun Welpen sollte der Vertrag doch einzuhalten sein. Ich würde mir allerdings die Tierarztrechnungen zeigen lassen, bevor ich irgend ein Zugeständnis machen würde. Und wenn man dann den Betrag durch 9 bzw 11 teilt, sollte der Betrag nicht einen Rechtsanwalt rechtfertigen, außer jemand platzt vor Gier und will mehr als fünf Bettzipfel....

Antwort
von froeschliundco, 28

du hast ein deckvertrag und die tierarztkosten sind nicht dein problem, dir steht ein welpe zu (oder sie soll dir die deckgebühren bar auszahlen,wird sie aber nicht machen,da sie ja eh kein geld hat)...ist es eine fci-anerkannte zucht? Bei nicht einwilligen, dem zuchtwart melden

Antwort
von KatrinNKS, 20

Frag doch deinen Zuchtverband, wie das geregelt wird. Ich züchte selbst nicht aktiv, meine aber gehört zu haben, dass das Juristische auch im Zuchtverband geregelt wird, oder?

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