Habe Ich Recht zuhause zu bleiben?

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6 Antworten

Wenn Du das Attest abgegeben hast,ist es grundsätzlich verbindlich.Sollte es sich um den gesetzlichen Mutterschutz handeln,macht Dein AG sich sogar strafbar,wenn er Dich zur Arbeit anhält.Wenn Du psychische Probleme hast,ist die Schwangerschaft zweitrangig.(Arbeitsrechtlich.Eine Korrelation Schwangerschaft / Seelenleiden ist natürlich möglich)Eine Überprüfung kann er beantragen.Hierzu darf er aber nicht argwöhnisch sein.Er muß einen Grund hierfür haben,der plausibel ist,einen Verdacht,den es auszuräumen oder zu bestätigen gilt.Bitte schalte den Betriebsrat ein.Gibt es diesen nicht,bietet er keine vernünftige Begleitung und Vermittlung in der Angelegenheit an,so würde ich einen Anwalt aufsuchen.Das Gespräch würde ich nicht verweigern.Am Besten Du berätst Dich vorher mit einem Arbeitsrechtler.Nur dieser kann beurteilen ,ob es gerechtfertigt wäre,zum Vertrauensarzt oder Betriebsarzt zu gehen oder ein amtsärztliches Gutachten über Deine Erkrankung zu verlangen.Das ist sehr komplex.Liebe Grüße

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Wenn du dich nicht fit genug hältst, um diese Besprechung zu führen, dann sage mit diesem Grund ab (aus gesundheitlichen Gründen).

Wenn du meinst, hingehen zu können. Mache dir VORHER klar: Welche Arbeiten würdest du dir selber zutrauen, eine Weile noch zu machen.

Mache dir dazu klar: WARUM hat dein FA ein BV ausgesprochen? Was sind die Gründe, welche Tätigkeiten ließen sich damit vereinbaren?

Wieviele Stunden pro Tag würdest du dir zutrauen, täglich zu arbeiten?

Im Gespräch hörst du dir an, was sie zu sagen haben. Du stellst gleich zu Beginn fest, dass du nur zum Zuhören gekommen bist und keine Stellungnahmen abgeben wirst. Du behältst dir vor, wenn deine persönliches Befinden es erfordert, das Gespräch zu unterbrechen oder abzubrechen.

Du beantwortest keine Fragen zur Diagnose und den Details zum BV. Die Diagnose des FAes hat ergeben, dass ein BV notwendig ist. Punkt!

Wenn sie dir Beschäftigungsvorschläge machen, dann sagst du nicht zu und nicht ab. Du kannst vage sagen, was du dir VORSTELLST, machen zu können. Ohne Begründung! Und egal auf was Ihr euch einigt, du verbleibst am Ende immer so, dass du vor einer endgültigen Entscheidung deinen FA konsultierst.

Und es wird NICHTS unterschrieben! Alles was du unterschreiben sollst, nimmst du mit, um es zuhause in Ruhe zu lesen. Was du vor Ort und sofort unterschreiben musst kommentierst du "Wenn ich das nicht vorher zur Lektüre mitnehmen darf, ist es wohl besser, wenn ich es nicht unterschreibe."

Und lern diesen Spruch auswendig: "Wenn Sie jetzt anfangen, Druck aufzubauen, beende ich augenblicklich das Gespräch."

Was dein Arbeitgeber für ein Problem mit deinem BV hat, erschließt sich mir nicht. Er bekommt über das U2-Erstattungsverfahren 100% deines Gehaltes zurück (Korinthenzähler dürfen mir jetzt vorrechnen, dass es nur 92,5% sind, wenn es materiell für meine Antwort ist).

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Kommentar von Jetika
20.10.2016, 17:51

Mein Problem ist auch, dass ich bin ganz allein ohne Hilfe hier in Deutschland.Ich bin 25 , dass ist mein erste SO und ich im Alltag ist sehr schwer ohne  Untestützung.Mein man kann nur nach einige Monat kommen wegen Aufenthaltserlaubnis.Ich habe Depression allein zu sein. Die BV ist ausgestellt, ich kann nicht arbeiten also ich möchte zu hause für diese Monate gehen und auch dort entbinden.Mein AG hat gesagt dass er könnte mit mir eventuelle Tagdienst je nach Bedarf abdecken, weil bis jetzt habe ich Nachtdienst gemacht.Habe ich aber die BV in allgemein und er will das nicht akzeptieren, hat mir gesagt, ich muss hier bleiben und immer bereit stehen wenn mir anrufen zum arbeiten.

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Kommentar von Romaschka42
20.10.2016, 17:53

Mojoi, super Antwort!

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Dein Chef ist dem Anschein nach sehr schlecht informiert. Eine ärzlich festgestelltes Arbeitsverbot muss er respektieren. Er kann lediglich versuchen auf seine Kosten, über den Amtsarzt im Gesundheitsamt, dies zu überprüfen. Die Chancen sind dabei gleich null.

Du darfst die Arbeit bis zur Klärung nicht aufnehmen und Dein Chef macht sich strafbar, wenn er Dich arbeiten lässt. Das ist mit Geldstrafen von bis zu 15.000 € oder Freiheitsstrafen geahndet.

Allerdings möchtest Du ja auch nicht mit Deinem Chef im Streit liegen. Daher folgender Tipp:

Muss der Arbeitgeber während eines Beschäftigungsverbotes auf die
Arbeitsleistung seiner Arbeitnehmerin verzichten, so werden die
finanziellen Belastungen durch das Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG)
reduziert. So kann grundsätzlich für alle durch Beschäftigungsverbote
entstehenden Aufwendungen (Arbeitsentgelt inklusive
Sozialversicherungsbeiträge) eine Erstattung bei der Krankenkasse der
betreffenden Arbeitnehmerin beantragt werden – ebenso wie für den
während der Schutzfristen zu zahlenden Zuschuss zum Mutterschaftsgeld.
Die genauen Einzelheiten sollte daher Dein Chef direkt mit Deiner
Krankenkasse klären. Das ist viel Geld für Deinen Chef...

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Kommentar von Jetika
20.10.2016, 18:28

Deswegen verstehe ich nicht, warum diese Theater.Er hat keine finanzielle Nachteile davon.

Amtsarzt war früher, jetzt können mir maximal zu eine andere F A schicken, dass kann ich auch selbst entscheiden bei welche.Habe ich schon mal mich Informiert.

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Ein allgemeines Beschäftigungsverbot wird so gut wie nie vom Arzt ausgesprochen. Ich vermute, dass dein Arbeitgeber mit dir zusammen eine Beschäftigung finden will, die du auch als Schwangere gut machen kannst. Denn Schwangerschaft ist keine Krankheit. Vielleicht will er dich im Büro einsetzen oder für den Telefondienst. Das sind leichte Arbeiten, die von jeder Schwangeren gemacht werden können. Oder hat dir dein Arzt einen klinischen Aufenthalt oder Bettlägerigkeit für die ganze Schwangerschaft verordnet?

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Kommentar von Jetika
20.10.2016, 17:32

Nein, ich habe eine Beschäftigungsverbot dass ich in keinem Umgang mehr arbeiten darf.

Ich habe gearbeitet bei Empfang also auch ähnlich wie Bürotätigkeit, Back und Front Office.

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Kommentar von isebise50
20.10.2016, 18:01


Ein allgemeines Beschäftigungsverbot wird so gut wie nie vom Arzt ausgesprochen.

Es gibt kein "allgemeines" Beschäftigungsverbot.

Das Mutterschutzgesetz unterscheidet in absolute (während der Schutzfristen sechs Wochen vor und acht bzw. zwölf Wochen nach der Entbindung), generelle (auf den Arbeitsplatz bezogene) und individuelle Beschäftigungsverbote.

Ein individuelles Beschäftigungsverbot spricht der behandelnde
Facharzt ganz oder teilweise per Attest aus und ist auf den persönlichen Gesundheitszustand der werdenden Mutter bezogen. Dabei muss noch kein krankhafter Zustand vorliegen, es genügt alleine die Möglichkeit eines Schadenseintrittes infolge der weiteren Beschäftigung. Dies trifft z.B. auch für psychische Belastungen am Arbeitsplatz, anhaltende Rückenschmerzen oder auch bei Übelkeit und Erbrechen zu.

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Was du hast geht deinen Arbeitgeber gar nichts an und wenn du su eine krank Schreibung hast dann gib die bei der Krankenkasse ab! Die sind es wenn Zweifel wären dich zum Vertrauensarzt schicken! Aber bei einer Schwangerschaft glaube ich das kaum! Lass dich nicht verrückt machen jetzt bist du und nur du wichtig!

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Erst einmal gilt für dich natürlich das, was dein Arzt gesagt hat.

Der Arbeitgeber kann aber über die Krankenkasse eine Überprüfung beantragen.

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Kommentar von Jetika
20.10.2016, 18:19

Ja, die Überprüfung soll schon unterwegs sein. Gestern hatten mir das mitgeteilt dass werden machen.Ich weiss ich nicht wie lange dauert eine solche Überprüfung.

Meine FA hat mir gesagt, dass ich theoretisch kann ja hingehen, aber wenn ich mich gemobt fühle und ich habe schonmall Übelkeit da hinzugehen kann ich auch absagen.

Weiss ich nicht was wäre die richtige Entscheidung.

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