Frage von Herocloud, 81

Hab ich überhaut noch einen anrecht drauf?

Guten Tag , Ich bin 21 Jahre alt und mein Vater ist vor 11 Jahren verstorben . Meine frage ist jetzt hab ich noch einen Anspruch auf die Lebensversicherung meines Vaters ? Es kann ja sein das die Zeitspanne zu groß ist und ich darauf nicht mehr zugreifen kann oder darf. Zur Info ich bin ein Einzelkind und meine Mutter hat sich vor seinem Tot geschieden . Ich bedanke mich schon mal für informative Antworten .

Antwort
von RudiRatlos67, 24

1. Deine Mutter ist nicht Erbberechtigt da die Scheidung ausgesprochen wurde.

2. Du bist ein unmittelbarer Nachkomme des Erblassers, daher besteht für Dich mindestens ein Pflichtteilsanspruch genauso wie für jedes von Deinem Vater gezeugte Kind (gezeugte ungeborene Kinder gelten im Erbrecht als geboren und erbberechtigt), jedes Adoptivkind sowie für die Ehepartnerin zum Zeitpunkt des Todes

3. Da Du zum Zeitpunkt des Todes Deines Vaters noch nicht voll geschäftsfähig warst, kannst Du nun als voll- geschäftsfähiger deine Ansprüche geltend machen. (Achtung es gibt Fristen. Soweit mir bekannt ist, muss Dein Anspruch 24 Monate nach Eintritt der Vollgeschäftsfähigkeit geltend gemacht werden)

4. Ob die Lebensversicherung Deines Vaters in die Erbmasse geflossen ist, hängt davon ab, ob Dein Vater gegenüber der Versicherungsgesellscahft eine bezugsberechtigte Person benannt hat oder nicht und ob die bezugsberechtigte Person vor deinem Vater verstorben ist oder nicht. Sofern zum Todeszeitpunkt deines Vaters eine lebende bezugsberechtigte Person benannt war, musste das Kapital auch an diese ausgezahlt worden sein und es bestehen keine weiteren Ansprüche für evtl andere erbberechtigte Personen.

Wenn Du davon ausgehst, dass Dein Vater etwas vererbt hat, solltest Du evtl einen Fachanwalt für Erbrecht um Rat fragen.

Antwort
von schleudermaxe, 32

Das Guthaben aus so einem Ding geht an die bezugsberechtige Personen und wenn es keine gibt, in die Erbmasse. So wie ja alles andere auch vor 11 Jahren schon.

Mutter allein kann sich zudem nicht scheiden lassen.

Viel Glück.

Antwort
von Buerger41, 18

1. Im Zeitpunkt des Todes Ihres Vaters waren Sie beschränkt geschäftsfähig.

a. Möglicherweise ist ein Teil Ihres Erbes an Ihre Mutter, als gesetzliche Vertreterin von Ihnen, ausgezahlt worden. Oder

b, Ihr ist mitgeteilt worden, dass für Sie eine Anwaltsschaft auf Auszahlung besteht.

2. Wenden Sie sich bitte an das Amtgericht, in dessen Bezirk der letzte Wohnsitz Ihres Vaters war. Beantragen Sie dort eine Ausfertigung des Erbscheins und eine Bekanngabe der getroffenen Verfügungen.

Wenn Sie die Versicherungsscheinnummer haben, wenden Sie sich unter Vorlage des Erbscheins an die Versicherung und verlangen Auskunft über den Verbleib der Versicherungssumme

3. Folgende Fristen sind zu beachten:

a.  Zu 1.a. als Nacherbe 30 Jahre §2016 i.Verbindung (Verb) mit §197 Abs.1 Nr.2 BGB

b. Dem Auskunftverlangen steht die Regeleung zu a. gleich, also auch 30 Jahre

c.Ebenfalls eine Frist von 30 Jahren unterliegt dem Anspruch auf Erbanfechtung.

4. Wenn Sie als Erbe nicht berücksichtigt wurden, haben Sie einen Anspruch auf den Pflichtteil. Dieser Anspruch verjährt in 3 Jahren nach Kenntniserlangung des Pflichtteilanspruchs §2003 in Verb m. §195 BGB

In Ihrem Falle empfehle ich Ihnen selbbst unverzüglich das zust. Amtsgericht anzuschreiben und evtl. sich des Beistands eines Notars zu sichern.

Natarin sind wesentlich firmer in Erbsachen.

Kommentar von Buerger41 ,

Denken Sie bitte daran:

Ohne Erbschein läuft nichts

Kommentar von schleudermaxe ,

... warum Amtsgericht? Hier bei uns ist dafür der Notar zuständig.

Kommentar von Apolon ,

@Schleudermaxe,

in welchem Bundesland lebst du denn?

Was hat denn der Notar damit zu tun?

Antwort
von lisasbuerotisch, 42

nein.. hast du nicht.. auch dann nicht , würde (d)ein Vater sterben wenn du älter als 18 wärst...es sei denn ,es gäbe weder Mutter noch Geschwister ! Eine bestimmte Vereinbarung lässt sich bei der VS abgegeben oder ggf mit einem Testament festhalten.

Kommentar von stubenkuecken ,

Bei einer LV wird ein Auszahlungsempfänger angegeben. Das kann ein Erbe sein oder eine wildfremde Person.

Kommentar von lisasbuerotisch ,

in dem Fall 11 Jahre und minderjährig/ Eltern geschieden. Vielleicht existiert kein Guthaben mehr weil jemand auch für Bestattungskosten zuständig gewesen sein muss..

Antwort
von Apolon, 21

Eine Lebensversicherung wird beim Tode der versicherten Person ausbezahlt und zwar an den Bezugsberechtigten der im Vertrag vermerkt ist.

Hat dann in diesem Fall mit den Erbberechtigten nicht das geringste zu tun!

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Hallo Norbert....
Deine Antwort ist durchaus richtig, wenn eine bezugsberechtigte Person namentlich benannt wurde. Verstirbt jedoch die bezugsberechtigte Person vor der versicherten Person, oder wurde kein Bezugsrecht vergeben dann geht das Kapital in die Erbmasse.

Kommentar von Apolon ,

Hallo Stefan,

ja - dies ist auch richtig. Nur kann ich mir nicht vorstellen, dass der Vater nach seiner Scheidung nicht die Bezugsberechtigten Personen geändert hat.

Das Geld ist mit Sicherheit schon lange ausbezahlt.

Antwort
von Menuett, 5

Wer war denn der Begünstigte der Lebensversicherung?

Antwort
von stubenkuecken, 42

Wenn Dein Vater seit 11 Jahren keinen Beitrag bezahlt hat, ist die Versicherung sicher schon gekündigt worden. Frag mal bei der Versicherung was bisher passiert ist und wer eventuell die Versicherungssumme erhalten hat.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Eine Kapitallebensversicherung auf der Guthaben zur auszahlung bereit steht kann auch bei eingestellter Beitragszahlung nicht einseitig vom Versicherer gekündigt werden... vollkommen ausgeschlossen ! ! ! Solche Verträge werden bis zum Versicherungsfall, oder zum Ablauf fortgeführt oder können vom Versicherungsnehmer zurückgekauft werden. Es ändern sich lediglich die Versicherungssummen auf Grundlage des zur Verfügung stehenden Kapital.

Antwort
von michaela1958, 31

kennst du die Vs und gibt es da noch Guthaben? Wenn ja , kannst du Ansprüche incl Zinsen geltend machen.Möglich das die VS seit dem Tot deines Vaters ruht und niemand diese abgerufen hat..

Wegen mangelnder Einzahlungen könnte die Vs auf Eis gelegt worden sein (machen Arbeitslose oft bis sie wieder arbeiten) ... indem Fall wird das bis dahin eingezahlte Guthaben nicht ausbezahlt.Wäre das so , o.ä. bei deinem Vater gewesen , muss die Vs, je nach Vertrag,  die von deinem Vater eingezahlten Beträge mit Zinsen auszahlen.Insofern damals niemand etwas von der LVS wusste. 

Kennst du die VS und LV Nr ..ruf einfach mal an !

Kommentar von Apolon ,

kennst du die Vs und gibt es da noch Guthaben? Wenn ja , kannst du Ansprüche incl Zinsen geltend machen.

Wie kommst du auf diese Idee?

maßgebend ist, wer im Vertrag als Bezugsberechtigte im Todesfall steht!

Antwort
von hauseltr, 34

Die Lebensversicherung müßte doch schon längst ausgezahlt sein und damit nicht mehr existieren!

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Dazu muss die Versicherungsgesellschaft aber vom Tod des Versicherungsnehemrs oder der versicherten Person in Kenntniss gesetz worden sein.

Glaub mir es gitb unmengen von Kapital bei den Versicherungsgesellschaften das nicht ausgezahlt werden kann, weil die Versicherungsnehmer irgendwann zu lebzeiten die Beitragszahlung beendet haben und niemand etwas von der Existenz der Policen weiß oder wusste.

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