Frage von 1811james1996, 138

Hab ich eine gute Zukunft oder sollte ich danach lieber gehen (Ausbildung/Bank)?

Guten Abend,

mein Name ist Jannik und ich fange am 1. September bei der Sparkasse eine Ausbildung zum Finanzassistent an und ich hätte da noch drei Fragen, hoffe ihr könnt mir da helfen :)

  1. Werde ich nach der Ausbildung eher in Büros eingesetzt oder habe ich genau die gleiche Arbeit wie ein Bankkaufmann und muss auch an den Schalter?
  2. Wie findet ihr diese Ausbildung/Job? Kann man Stolz auf sich sein wenn man so eine Ausbildung bekommen hat? Weil eigentlich habe ich mich nach vier Jahren weiterführende Schule sehr gefreut auf diese Ausbildungsstelle :)

Und 3. Kann ich bei der Sparkasse als Finanzassistent eine gute Zukunft haben oder sollte ich, bzw. muss mich weiterbilden und später gut zu verdienen?

Könnt ihr mir helfen? Wäre euch sehr dankbar

Mit freundlichen Grüßen

Jannik

Antwort
von LukasVoss, 97

Moin!

Habe damals zwar eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht, aber eventuell könnte ich Dir weiterhelfen. Also:

1. Während der Ausbildung - ist klar - durchläuft man die einzelnen Abteilungen der Filiale.
Nach der Ausbildung wird man dort eingesetzt, wo der Job sdtattfindet. Heißt in Deinem Fall also im Büro - auch wenn es vorkommen kann, dass Du mal zum Schalter musst. Will mich hier allerdings nicht festlegen, da müssen die Finanzassistenten ran.

2. Ich fand die Ausbildung und auch den Job klasse und hätte mein zweites Standbein nicht geklappt wäre ich wahrscheinlich - so Gott wollte - auch heute noch mit Freude in diesem Beruf.

3. Natürlich kannst Du Dich immer fortbilden. Meine Devise: Alles machen, wozu man die Chance hat. Aber auch in Deiner Position hast Du eine gute und sichere Zukunft.

Wünsche Dir für die Ausbildung und das "Danach" alles Gute! :)

Antwort
von kevin1905, 38

Hast du dir mal die Prognosen für die meisten Banken und Versicherungen angesehen?

Die wollen mehrheitlich Personal abbauen, Kosten sparen, nicht langfristig binden. Vielleicht wenn du der totale Crack bist.

Antwort
von Sonnenstern811, 36

Es wird darauf ankommen, auf welcher Position du dann eingesetzt wird. Dass der Beruf des Bankverkäufers ((Bankberater gibt es nicht), also des Bankangestellten, der von Vorgesetzten gezwungen wird, erfolgreich für den Arbeitgeber tätig zu sein in weiten Teilen der Bevölkerung nicht gerade einen guten Ruf hat, ist weitgehend ehrlich recherchierenden Journalisten zu verdanken.

Welche Meinung darüber bei Menschen vorherrscht, die sich in Börsendingen und übrigen Geldangelegenheiten auch nur einigermaßen auskennen, lass ich hier mal weg.

Warum ist denn eine große deutsche Bank aber auch in so gut wie jede zwielichtige Angelegenheit verstrickt? Warum müssen nun Milliarden bereit gestellt werden, um wieder mal den Hals aus der Schlinge zu ziehen?

Warum hat eine andere deutsche Bank - die zudem noch vom Steuerzahler gerettet werden musste - bei zwielichtigen Steuererstattungsmachenschaften mitgewirkt? Gesetzeslücke zum Nachteil der Allgemeinheit erkannt. Bravo.

Ohne diese Machenschaften nun auf alle Geldinstitute ausdehnen zu wollen, besteht jedenfalls bei allen ein hoher Druck, genug Einnahmen zu erzielen. Es wäre ja nicht verwerflich, aber doch bitte nicht auf Kosten ebenso ahnungsloser wie vertrauensvoller Kunden.

Was man allein meiner damals über 80jährigen Mutter über die Jahre schon angeboten hat, geht auf keine Kuhhaut. Die Masche ist nicht neu, aber durch die Nullzinspolitik sind Geldinstitute mehr denn je gezwungen, fragwürdige Methoden anzuwenden um überleben zu können.

Nicht jeder Angestellte hält das aus, Menschen wissentlich etwas aufzuschwatzen, was zwar für die Bank optimlen Ertrag bringt, dem Kunden aber bestenfalls nichts nützt.Viele haben sich schon einen anderen job gesucht.

Antwort
von soissesPDF, 36

Mach Dir keine Sorge, Sparkassen wird es auch morgen und übermorgen geben.

Die bankenübliche Gier wird denen gerade ausgetrieben, wie es sich gehört.
Was Du mit "gutes Geld verdienen" meinst kannst Du in Ruhe abwarten.
Das entscheidest nicht Du, sondern die Politik, was gut oder nicht so gut sein könnte.

Darf ich persönlich werden?
Macht nichts, ich sach' das mal,Banken werden lernen müssen kleinere Brötchen zu backen, bis die Seele quietscht.

Antwort
von Feuerhexe2015, 78

Sie beraten Kunden bei Anlage-, Finanzierungs-, Vorsorge- und Versicherungsfragen.

Sprich du drehst deinen Kunden Versicherungen, Kapitalanlagen etc. an.

Wie deine Bank das macht, ob du das im Büro machst oder aber ob du dann zu den Kunden nach Hause sollst wird dir nur deine Bank erzählen können.

Wenn es ganz dumm läuft darfst du am Anfang die Telefonakquise machen, sprich die Kunden der Bank anrufen und sie freundlich zu einem Termin "nötigen".

Kommentar von Wakeup67 ,

Warum so böse? Das stimmt doch gar nicht, was du da sagst. Beratung kann durchaus seriös sein und dem Kunden nützen. Hatte in den letzten Wochen viele Banktermine und was doll ich sagen, ich war froh, freundliche und kompetente Berater an der Seite zu haben. 

Kommentar von Feuerhexe2015 ,

ja ja, da wir auf bei einer großen deutschen Bank einiges an Geld liegen hatten, haben wir von einem "Azubi" einen Anruf bekommen, mein Mann müsste dringend zu einem Termin in der Bank erscheinen, es wäre super wichtig, er könne uns aber nicht sagen um was es geht. Mein Mann mußte sich Urlaub nehmen um dann zu erfahren das es nur darum ging das wir Geld auf dem Girokonto liegen hatten und um ihm eine "Versicherung" zu verkaufen......

Ja es mag gute Bänker geben, aber in der heutigen Zeit müssen diese Umsatzziele im Bereich von Versicherungen, Kapitalanlagen etc. bringen, schaffen sie das nicht werden sie entsorgt.....

Ich bin nicht böse, jeder muß selber wissen was er machen möchte, nur der junge Mann sollte schon wissen auf was er sich einlässt.

Ach ja wenn er sich im Bereich Finanzierung spezialisiert, dann kann er unter Umständen Menschen helfen und dann kann ein Gespräch auch sinnvoll sein. Aber um jemandem Versicherungen zu verkaufen, meiner Meinung nach nicht....!

Kommentar von Cclass22 ,

Also ich finde die Antwort von "Feuerhexe2015" ganz und gar nicht böse, sondern sehr ehrlich und das sollte es auch sein.

Es stimmt, dass Beratung durchaus seriös sein kann und auch nützlich sein kann für den Kunden. Allerdings kommen am Ende Produkte zustande, die natürlich der Berater für seine Bank / Institution vertreiben muss, damit diese auch gewisse Umsätze / Gewinne erzielen können. Am Ende hat der Berater einen gewissen Druck im Nacken, um Produkte seiner Bank an den Kunden zu bringen.
Inwiefern der Berater das richtige Produkt vertreibt und ob es auch einen Sinn hat bei der individuellen Situation des Kunden - das muss man im Einzelfall sehen. Es gibt gewisse Produkte, die am meisten Provision bringen..

Ein Tipp und ein guter Ratschlag nebenbei:
Wir Menschen wollen alle an Geld kommen und arbeiten dafür sehr hart - allerdings interessieren sich die Wenigsten dafür oder opfern ihre Zeit auch nicht dafür, wie man am Besten sein Geld anlegen sollte oder auch welche Versicherungen für einen selbst sinnvoll sein könnten. Es gibt da riesen große Wissenslücken in dem Bereich.
Man muss nicht eine extra Ausbildung dafür machen, allerdings sollte man sich im Vorfeld darüber selbst informieren, welche Versicherungen man denn wirklich benötigt - jeder Mensch ist anders und hat eine andere Lebenssituation - demnach gibt es für jeden Menschen auch Versicherungen, die dem einen helfen können - oder auch nicht. Das muss man mit seiner Situation und seinen Vorstellungen vereinen können.
Und genauso sieht es auch bei Kapitalanlagen aus. Da gibt es sehr viele nützliche und vor allem normalerweise auch ehrliche Informationen, wo man sich selbst schlau machen kann. Was brauch ich ? Wo bekomme ich die besten Renditen ? Welches Risiko bin ich bereit ? Und so weiter , und so weiter.

Liebe Grüße

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Entschuldigung, aber "viele Banktermine" klingt zumindest etwas seltsam. Das hieße ja, dass du einigen wenigen nicht traust und deshalb immer weitere "Beratungen" wünscht oder brauchst.

Jedenfalls drücke ich dir dann die Daumen, dass du erfolgreich die Spreu vom Weizen trennst.

Dass die dortigen Verkäufer aber gezwungen sind, zuerst mal die Produkte anzubieten, welche die Bank vertreibt, bzw. an denen sie das meiste Geld verdient ist dir doch sicher bekannt?

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Genauso ist es.

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