Hab ich damit auch die Unverzeiliche Sünde begangen?

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12 Antworten

Hey!

Also, erstmal gibt es keine unverzeiliche Sünde. Gott vergibt alles.

Und außerdem ist es selbstverständlich, das man sich die Frage stellt, ob der Teufel in Gottes Diensten steht. Meine Antwort ist mit einer Geschichte verbunden.

Als es nur Gott und den Himmel gab (mit Engeln), da gab es einen Engel, der Gott sehr gut gedient hat. Aber mit der Zeit (und das kennen wir auch alle) wollte er mächtiger werden. So mächtig wie Gott.

Und klar, das konnte nicht ohne Konsequenzen bleiben, zumal er auch versuchte, diesen Wunsch nach Macht umzusetzen. Er wurde aus den Himmel verbannt, womit dieser ehemalige Engel zu dem Teufel wurde. Er lebte fortan in der Hölle und war ein ständiger Störenfried und das Unheil selbst.

Das heißt, ich kann deine Frage mit ja und mit nein beantworten, denn der Teufel hat mal Gott gedient, aber das ist Vergangenheit. Nun müssen wir Menschen uns darauf konzentrieren, das wir Gott nicht in dem Werk des Teufels verlieren, das hier auf der Welt schon herrscht, aber ich denke, das weißt du auch. Das weiß jeder, nur beachtet das nicht jeder, und das ist der springende Punkt ;)

Ich hoffe ich konnte dir helfen. Schreib mir doch bitte einfach einen Kommentar :)

Sehr liebe Grüße!

@BeaBeautiful

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Das ist erstens keine Sünde und zweitens, sollte es Gott und den Teufel tatsächlich geben (was ja zum Glück nicht der Fall ist), wäre es natürlich so, dass der Teufel im Dienste Gottes stünde.

Denn Gott soll ja allmächtig und allwissend sein und daher hätte er bereits vor der Erschaffung des Teufels genau gewusst was dieser tun würde, womit sämtliche Taten des Teufels von Gott geplant und beabsichtigt worden wären.

Denn mal ehrlich, wenn du Allmacht und Allwissenheit hättest, würdest du alles was dir gegen den Strich geht, einfach verhindern.

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Wenn du weisst, daß es nicht so ist, warum stellst du dann diese Frage? Aber um deine Frage, bezüglich der "unverzeihlichen Sünde", biblisch zu beantworten, sei folgendes dazu gesagt: Dem Text über die Sünde gegen den Heiligen Geist (Matthäus 12,31) geht im Kontext die Begebenheit mit dem Besessenen voraus, den Jesus heilte. Wir müssen bei der Auslegung einzelner Stellen in der Heiligen Schrift, immer auch die Zusammenhänge sehen, sonst besteht die Gefahr, daß wir sektiererisch die Bibel missbrauchen für wunderliche, einseitige und verkehrte Interpretationen ohne Sinn. Grundsätzlich kann jede Sünde vergeben werden, bis auf eine - Matthäus 12, 31-32: ''Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. Und wer etwas redet gegen den Menschensohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet gegen den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt''.

Die Pharisäer zweifelten nicht am Wunder der Dämonenaustreibung, aber sie haben die göttliche Kraft, die dahinter stand, nicht Gott und dem Heiligen Geist zugeschrieben, sondern dem Teufel. Damit machten sie Jesus zum Handlanger der Dämonen. Genau das war die Sünde gegen den Heiligen Geist! Dem Teufel zuschreiben, was allein Gott gebührt, ist sozusagen der Gipfel der Ignoranz, der Gottlosigkeit und des Unglaubens. Und vor allem ist es auch extrem unlogisch, was die Pharisäer hier vorbrachten. Jesus macht das in seiner Antwort mehr als deutlich - Matthäus 12, 24-26: ''Aber als die Pharisäer das hörten, sprachen sie: Er treibt die bösen Geister nicht anders aus als durch Beelzebul, ihren Obersten. Jesus erkannte aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet; und jede Stadt oder jedes Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann nicht bestehen. Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so muss er mit sich selbst uneins sein; wie kann dann sein Reich bestehen''?

Die Pharisäer glaubten eher, daß der Teufel sich selbst ausbremst, als daß Jesus durch den Heiligen Geist diesen dämonisierten Menschen befreite, und ihn wieder sehen und sprechen ließ. Sünde bedeutet im Leben soviel wie ''Zielverfehlung''. Und das ist es, wenn wir in unseren Sünden sterben - ein verlorenes Leben! Das ist nicht Gottes Wille, sondern daß allen Menschen geholfen wird, und sie zur Erkenntnis der Wahrheit finden (1. Timotheus 2, 1-4). Daß Gott willig ist, uns auch aus der tiefsten Sündennot zu befreien, lesen wir in Jesaja 1,18. ''So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden''. Glauben wir daran, daß Gott Sünden vergeben kann und will? Darum geht es letztlich. Gott hat die Kraft und die Möglichkeiten, uns aus der Finsternis ins Licht zu führen.

Der Teufel kann nur zerstören und bekämpfen was heilig ist - er ist der Vater der Lüge und ein Menschenmörder von Anfang an (Johannes 8,44). Gott als Teufel zu bezeichnen und die Wunder, Heilungen, Befreiungen und Segnungen Jesu Christi einem bösen Geist zuzuschreiben, sind gedankliche Ausgeburten der Hölle und der Finsternis. Bemerkenswert ist in dem Zusammenhang auch, daß der besessene Mann einen bösen Geist hatte, der ihn blind und stumm machte (Matthäus 12,22: ''Da wurde ein Besessener zu Jesus gebracht, der war blind und stumm; und er heilte ihn, sodass der Stumme redete und sah''). Er konnte also weder sagen was ihm fehlte, noch sehen wer zu ihm spricht. Er war hilflos wie ein Baby, war auf fremde Hilfe angewiesen, und jede Manipulation war ausgeschlossen. Jesus sah sofort was mit dem Mann los war und heilte ihn.

Und dann dieses göttliche Wunder zu beschmutzen, durch unqualifizierte und hasserfüllte Kommentare seitens der Pharisäer, zeigt deutlich, wessen Geistes Kind diese Sadduzäer und Pharisäer waren - das war die beschriebene, unverzeihliche Sünde - Hochmut, Lüge und Unglaube in höchster Potenz trotz eindeutiger Offenbarungen. Es gab damals (heute wohl leider auch noch) Menschen, die das Christentum intellektuell überzeugend fanden, sich zu Christus sogar bekannten, das Gute erkannt haben, aber letztlich das Erlösungsopfer Jesu nicht anerkannten und auch seine Gottheit ablehnten - das waren die Gnostiker (Hebräer 6) die sich ihr eigenes, bekehrungsresistentes Christentum aufbauten ohne Erlöser. Diese Lehre kommt von unten und ist unverzeihlich, weil sie den Erlöser Jesus Christus auf's Äußerste verunglimpft und dämonisiert.

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Das war keine Lästerung gegen den Geist, sondern eine durchaus vergebbare Frage, die mit mangelndem Bibelwissen zu tun hat. Tatsächlich versucht der Teufel gegen Gott zu handeln, handelt aber, ohne es zu wissen, immer wieder NACH Gottes Willen. Das hört sich paradox an, ist aber so angesichts des Prologs im Buch Hiob. Der Teufel kann nicht weiter gehen als Gott ihm erlaubt.

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Immer wieder glauben Menschen, sie haben die "Sünde wider den Heiligen Geist" begangen, die unverzeihlich ist.

Gott steht so hoch über den Menschen, dass er sich über ihre üblichen Dummheiten allenfalls amüsiert, wie Eltern gegenüber Kleinkindern.

Die "Sünde wider den heiligen Geist" setzt voraus, dass man klare Erkenntnis der Wahrheit hat, diese aber wider besseres Wissen ablehnt. "Klare Erkenntnis" gibt es erst nach dem Tod im Jenseits, vorher ist das mit unserem kleinen Geist gar nicht möglich. Wer angesichts Gottes dann diesen ablehnt und sich lieber vernichten möchte, kann das tun; selbst diese Freiheit lässt Gott dem Geschöpf, das es nicht aushalten kann, dass jemand haushoch über ihm steht.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele (eben angesichts der Wahrheit) diese Selbstvernichtung wählen. Also keine Angst! Jede Religion ist dazu da, den Menschen von der Angst zu befreien.   

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Kommentar von quopiam
19.06.2016, 15:35

Laß mich was verdeutlichen: Die Sünde "wider den Geist" bedeutet nicht nur, daß man die erkannte Wahrheit ablehnt. Es bedeutet, daß man sie verleumdet. Das ist noch mal eine Hausnummer weiter. Deshalb beharrten durch die Jahrhunderte immer wieder Theologen darauf, daß es für den Menschen nicht möglich ist, diese Sünde zu begehen. Und zwar weil - wie Du sagst - wir keine klare Erkenntnis haben und weil wir den Geist schon deshalb nicht verleumden können. Gruß, q.

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Ich denke, wenn Du wirklich diese Sünde begangen hättest, wäre es Dir egal.

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Ich denke, dass es bei der Sünde (Lästerung) gegen den Heiligen Geist darum geht, dass Menschen wie die Pharisäer die Wunder Jesu gesehen und miterlebt haben und eigentlich wussten, dass Jesus Christus der von den Propheten verheißene Messias ist und ihn trotzdem ablehnten und seine Wundertaten sogar dem Satan zuschrieben (vgl. Lukas 11,15 und Matthäus 12,24).

In Markus 3,28-30 wird dies deutlich: "Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen. Denn sie sagten: Er hat einen unreinen Geist."

Eine recht gute Erklärung dafür findet sich beispielswiese hier: http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=qa&answer\_id=634

Es ist schwer zu sagen, ob die Sünde gegen den Heiligen Geist heute noch begangen werden kann. Sie dürfte aber nichts mit dem zu tun haben, was du beschrieben hast. Lass dich nicht verunsichern!

Vertraue vielmehr auf die klaren Aussagen der Bibel, dass der Glaube allein rettet und dass uns unsere Sünden vergeben werden, wenn wir dies möchten:

"Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." Johannes 3,16

"Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes." 1. Johannes 5,13

"Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn." Römer 6,23

"Wenn wir unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. " 1. Johannes 1,9

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen." Johannes 5,24

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Kommentar von Schwizz
19.06.2016, 11:51

Aber ich habe es ja gewusst das der Teufel nicht in dem Dienst Gottes Arbeitet habe es aber wie soll ich sagen hab es gesagt mit einer kleinen provokation und jetz hab ich Angst das mir Gott nicht vergibt

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Nei das hast du nicht. Dein Gedanke ist sogar sehr gut. Natürlich arbeitet der Teufel nicht im Dienst Gottes, aber letztendlich betrachtet arbeitet er für ihn.


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jede lüge ist unverzeihlich

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Es gibt keine unverzeihliche Sünde - sonst gäbe es nur eine Teilvergebung. Die Verzeihung oder Vergebung ist für alles möglich. Es gibt keinen Fehler, der nicht verziehen werden kann.

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Warum unverzeihlich?

"Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben"

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Es ist keine unverzeihliche Sünde, durch kritisches Hinterfragen kommt man der Wahrheit immer am nächsten. Solltest du trotzdem noch Zweifeln, so wende dich doch an eine geistliche Vertrauensperson.

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Kommentar von Peterwefer
18.06.2016, 18:53

Jesus warnt durchaus (Matth. 12, 31f) vor der (unvergebbaren!) Lästerung wider den Geist.

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