Frage von Nathiiiiiii, 19

Hab ein Problem mit meine getrennten Eltern und dem bevorstehenden Umzug. Ich möchte, dass beide glücklich sind, aber weiß nicht wie ich es hinbekommen soll :(?

Ich hab zur Zeit ein Problem bei meiner Familie. Meine Eltern haben sich vor ca. einem Jahr getrennt, weil mein Vater sich eine neue Freundin (sie auch hat einen Sohn in ungefähr meinem Alter) gesucht hat. Meine Mutter hat jetzt ein Haus gebaut, in das wir zu Weihnachten einziehen können. Sie hat inzwischen auch schon einen neuen Freund. An jedem zweitem Wochenenden seit der Trennung sind wir immer bei meinem Vater und er fährt uns auch jeden Morgen zur Schule. Mein Vater ist übrigens bei seiner Freundin eingezogen und meine Mutter, Vincent und ich wohnen allein im Haus und ihr Freund kommt oft vorbei.

Es geht jetzt ans Umzugskartons packen, aber jedes Mal wenn ich damit anfangen will, muss ich unkontrolliert anfangen mit weinen, weil ich hier nicht weg möchte. Ich dachte, ich komme besser damit klar hier auszuziehen, aber mir kommen schon wenn ich daran denke die Tränen. Ich bin hier aufgewachsen mit unserem Hund, dessen Grab ich jeden Tag seit 2 Jahren besuche und unserem Wald und dem Teich... Ich wollte das einmal meine Kinder hier aufwachsen.

Mit meiner Mutter komme ich auch nicht besonders gut klar. Wir streiten uns jeden Tag. Dabei gebe ich mir wirklich Mühe. Ich bringe gute Noten nach Hause, mache Abends für meinen kleinen Bruder und mich Essen und auch sonst noch ein paar Dinge im Haushalt. Ich weis, dass das nicht sehr viel ist und es viele Kinder gibt, denen es viel schlechter geht und das ich vergleichsweise ein sehr gutes Leben habe. Jedoch werde ich  jeden Tag von meiner Mutter wegen irgend welchen Kleinigkeiten angeschrien. Ich probiere wirklich, mich mit ihr zu vertragen und ihr so viel Arbeit wie möglich abzunehmen. Sie hat sehr viel Stress mit dem Hausbau und muss oft bis in die Nacht noch daran arbeiten.

Aber damit, immer wieder angeschrien zu werden, komme ich nicht klar. Nach der Schule komme ich nicht mehr gerne nach Hause, weil ich Angst habe, das schon wieder irgend etwas passiert ist, was ich falsch gemacht habe. Es war aber auch schon vor der Trennung so. Also dass sie so viel rumgeschrien hat. Deswegen ist mein Vater auch gegangen. Er hat ein schlechtes Gewissen deswegen und probiert jetzt so viel Zeit wie möglich mit uns zu verbringen. Er benachteiligt seine Firma dadurch auch ganz schön... Darüber mach ich mir auch Sorgen.

Mein Vater hat mir heut angeboten, das ich, mein Bruder (wenn er möchte) und er, erst einmal im alten Haus wohnen bleiben und meine Mutter und ihr Freund in das neue ziehen. Mir wäre es so, glaub ich, am liebsten, jedoch könnte ich meiner Mutter das niemals antun. Sie opfert so viel Zeit für die Planung des Hauses und wenn mein Bruder und ich nicht mit einziehen würden, würde für sie wahrscheinlich die Welt untergehen, weil ich weis, das sie uns trotz der Streitereien sehr lieb hat. Ich weis nicht was ich tun soll, weil mein Vater auch nicht will, das wir umziehen und ich möchte, dass beide Eltern glücklich sind.

Antwort
von lalaline, 14

Meine Eltern haben sich auch getrennt. Damals war ich aber noch sehr jung und konnte deswegen nicht entscheiden wo ich wohnen möchte. Ich wohne jetzt mit meiner kleinen Schwester bei meiner Mutter. In der Wohnung haben wir auch schon immer gewohnt also musste ich nicht umziehen. Mein Vater hat erst hier in der nähe gewohnt ist dann aber weiter weg gezogen (3 Stunden Auto fahren). Später hatte mein Vater mich gefragt ob ich nicht zu ihm ziehen will aber dann hätte ich die Schule wechseln müssen usw. Ich streite mich auch häufig mit meiner Mutter, das ist glaub ich auch ganz normal.
An deiner Stelle würde ich zu deinem Vater ziehen (also wenn du dich wirklich garnicht mit deiner Mutter verstehst). Vielleicht könnt ihr ja auch ausmachen, dass du jedes Wochenende bei deiner Mutter bist oder wenn deine Eltern in angemessener entfernung wohnen, dass du auch unter der woche mal bei beiden bist und sozusagen bei beiden wohnst.
Ich hoffe du findest eine Lösung

Antwort
von DschingisCan, 19

Hey also erstmal...du scheinst mir eine sehr sympatische und herzliche Person zu sein, Hut ab dafür :) Aber jetzt mal zu deinem Problem. Erst einmal, du bist nicht Schuld, an nichts von all dem. Dein Vater genauso wie deine Mutter sind erwachsene Personen, weshalb Du es keimen von beiden recht machen musst, höchstens Dir selber. Wenn Dir deine Mutter zurzeit nicht gut tut und du dich bei deinem Vater besser aufgehoben fühlst, dann ist es so. Das wichtigste für dich und deinen Bruder ist, das es euch gut geht. Das du zu deinem Vater gehst, bedeutet nicht das du deine Mutter nie wieder sehen wirst, es bedeutet auch nicht, dass es zum Dauerzustand werden muss. Du kannst immer noch zu deiner Mutter wenn Dir danach ist, beider deiner Eltern Teile lieben dich und werden mit deiner Entscheidung klar kommen. Hast du schon einmal mit deinem kleinen Bruder gesprochen was er von der ganzen Aktion hält ? Hast du einmal mit deiner Mutter gesprochen das du momentan wegen der Umstände selber Stress hast ? Ebenfalls ganz wichtig hast du eine Vertrauensperson welcher du deine Probleme schildern kannst, eine die Dir zuhört und hilft ? Don't carry the world upon your shoulders! Du bist auch nur ein Mensch wie wir alle :-) Ich hoffe ich konnte etwas weiter helfen, irgendwie will mein Kopf leider grade nicht so wirklich, das tut mir ehrlich gesagt auch leid...dennoch viel Glück und liebe Grüße!

Antwort
von angy2001, 11

Ich verstehe dich. Es ist immer schwer Abschied zu nehmen. Und du nimmst gerade Abschied von einem Teil deines Lebens, von deinem  Zuhause, von den Erinnerungen an die Zeit, als deine Eltern noch zusammen waren. Das tut weh, aber du schaffst das. Jeder Abschied tut weh im Leben. Trauere ruhig, weine, erinnere dich.

Aber bleibt nicht im alten Haus zurück. Es ist schwierig mit deiner Mutter, ja und das wird vielleicht auch nicht leichter werden in der nächsten Zeit. Was bedeutet es aber dort allein wohnen? Das ist noch viel schwerer. Ich finde es keine gute Idee von deinem Vater, diesen Vorschlag zu machen - mal von der Finanzeirung ganz abgesehen.

Nein, zieht um.

Antwort
von Eliiiiiisabeth, 10

Oh, du hast da wirklich ein Problem. Also 1) kannst du nichts dafür, dass deine Mutter dich immer anschreit, anscheinend ist sie selbst nicht glücklich und vl. sogar überfordert gewesen. An deiner Stelle würde ich ihr ein Geschenk machen, dass ihr zeigt, dass du sie immer schätzt und liebst und ihr das auch sagst.. 2) Und ich würde sehen wie es mit deiner Mutter ist, wenn sie sieht dass du immer für sie da bist und ihr immer hilfst, wenn du kannst... Und wenn sie glücklich ist dann macht dir bestimmt das Leben im neuen Haus auch viel Spaß Ich weiß wie du dich fühlst... meine Eltern haben sich auch getrennt, aber ich glaube wenn es deiner Mutter wieder besser geht dann kannst du bestimmt noch ein paar Tage/Wochen im alten Haus bleiben, weil du bestimmt noch einiges zu verkraften hast... Ich hab schon so einen langen Text gesschrieben, dass ich gar nicht mehr weiß, ob ich was vergessen habe... Sry😅 Aber Alles gute und bleib stark (eine Trennung braucht für alle etwas Zeit)

Antwort
von abibremer, 3

Auch wenn du mit Mutter oder Vater mitfühlst, ist die Trennung und sind unterschiedliche Wohnorte letztlich NICHT dein PROBLEM. DAMIT müssen sich die Betreffenden schon SELBST auseinandersetzen. Was dann DU als Nachteil(e) für dich empfindest, mußt du, wohl oder übel einfach hinnehmen: In der Politik und dem Miteinder von Staaten ist das das "täglich Brot" aller verantwortlichen Mitmenschen.

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