Frage von foreveryours96, 67

Hab Angst "ich selbst" zu sein, wie werd ich mehr selbstbewusst?

Hei, also da mir bis jetzt fast jeder das Gefühl gegeben hat, das ich ihnen nichts wert bin, hab ich total mein Selbstbewusstsein verloren. Ich habe Angst mein wahres ich zu zeigen, da ich denke das sie mich dann eh "abschieben".

Übers Wochenende bin ich immer auf Ecstasy. Da bin ich immer sooo lieb, freundlich, lustig, lache & rede viel .. und hja, jeder der mich kennenlernt fängt mich an zu mögen, will mich noch näher kennenlernen usw .. aber das bin nicht ich. Ich habe vor 2 Monaten jemanden kennengelernt, wir waren sehr oft zsm fort, wenn wir zsm sind lachen wir, haben immer Spaß, er ist sooo süß :( und ich weiß das er mich mag. Er hat zu einem sehr guten Kumpel von mir gesagt das ich das einzige Mädchen bin mit der er sich was vorstellen kann.

Am Samstag waren wir wieder zsm fort, als er mich nach Hause gebracht hat, haben wir soviel miteinander geredet, er ist so süß, ich habe über meine Probleme geredet und er versteht einfach wie es mir geht. Als ich nach Hause kam schrieb er mir das ich so hübsch und lieb bin, das er mich unbedingt öfters sehen will.

ich sehe wie er mich anschaut, ich weiß das er mich einfach mag, und es macht mich fertig das er mich so mag, wie ich auf Ecstasy bin, nüchtern hat er mich noch nie gesehen.

Ich bin erst 6 Jahren in Österreich, und ich kann nicht perfekt Deutsch, deswegen habe ich nüchtern auch Angst viel zu reden :( Hab Angst was falsches zu sagen. Wenn ich rauschig bin kann ich es perfekt da ich über das gar nicht nachdenke.

Der Junge wollte das wir gestern eine rauchen gehen, ich sagte das ich nicht zu Hause bin .. ich habe Angst das er aufeinmal mich als ganze andere Person sieht :( Ich habe Depressionen und Probleme, deswegen bin ich nüchtern einfach fertig und kaputt.

Wie soll ich das ändern? :( ich mag ihn wirklich und ich will nicht das es wieder so ist, das wenn mich jemand besser kennenlernt, mich auch gleich abschiebt. :( Nüchtern bin ich von jeden distanziert, da ich zu oft verletzt wurde, kann keine Gefühle zeigen, bin einfach kalt .. wenn ich auf Drogen bin, ist es halt nicht so, da bin ich so lieb und alles ..

Antwort
von Toxicity23, 39

Die Depressionen könnten vom Ecstasy kommen pass lieber auf das du keine Psychose bekommst ! :D Du solltest ihm sagen das du ihm nicht dein wahres Ich zeigen willst und es ihm möglichst mal vorstellen! Natürlich kann aus euch was werden allerdings erst wenn er weiß wer du wirklich bist! Ich glaube nicht das er dich dann weniger mögen wird du bist auf Teilen vielleicht offener , aber das ist ja nicht der riesen unterschied ;)

Antwort
von Driggo, 33

Übers Wochenende bin ich immer auf Ecstasy. Da bin ich immer sooo lieb, freundlich, lustig, lache & rede viel .. und hja, jeder der mich
kennenlernt fängt mich an zu mögen, will mich noch näher kennenlernen
usw .. aber das bin nicht ich.

Ich glaube, dass du einem Irrtum auferlegt bist. Du glaubst, dass das, was du im Rausch erlebst, nicht das ist, was du in dir trägst. Wieso kannst du dich aber auf Drogen so zeigen, wenn du glaubst, dass diese Seite von dir nicht existiert?

Ist das nicht Beweis genug dafür, dass in dir etwas viel größeres schlummert, als das, was du glaubst zu sein? Viele Menschen denken, sie wären nicht das, was sich von sich glauben, nur weil sie Drogen zu sich nehmen, die sie lockerer werden lassen. Aber Extasy ist eine bewusstseinserweiternde Droge! Was heißt das für dich? Du bekommst Einsicht in die Persönlichkeitsanteile, die für dich im nüchternen Zustand verborgen bleiben. Im Klartext: diese Persönlichkeitsanteile waren schon immer da gewesen, nur hast du sie nicht sehen können!

Wenn du auf so einer Droge bist, bleibst du du selbst! Du bedienst dabei aber plötzlich die Anteile, die sonst nicht zum Zuge kommen. Das bist DU! 

Ich bin erst 6 Jahren in Österreich, und ich kann nicht perfekt Deutsch,
deswegen habe ich nüchtern auch Angst viel zu reden :( Hab Angst was
falsches zu sagen. Wenn ich rauschig bin kann ich es perfekt da ich über
das gar nicht nachdenke.

Du bedienst diese positiven Anteile deiner Persönlichkeit nicht, weil du Angst davor hast. Du hast Angst vor Ablehnung, Angst vorm Anderssein, Angst vor dir selbst und dem, was du finden könntest, würdest du dich mit dir selbst mehr beschäftigen. Das alles sind aber Produkte aus deiner Erziehung, deines Umfelds und den Medien, die du konsumierst. Das hat alles nichts mit dir zu tun, sondern nur mit limitierenden (negativen) Glaubenssätzen. Deswegen hast du auch Angst davor, zu reden. Du denkst, andere Menschen würden dich auslachen.

Damit du verstehst, was ich meine, habe ich unten einen Link von einer Antwort von mir, wo ich sehr schön beschreibe, was ich mit negativen Glaubenssätzen gemeint ist und wie man diese durch bewusste Persönlichkeitsentwicklung auflösen kann.

https://www.gutefrage.net/frage/durch-was-definiert-man-sein-eigenes-ich-oder-di...

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P.S.

ich habe über meine Probleme geredet und er versteht einfach wie es mir geht.

Wenn er dich und deine Probleme versteht, wieso hast du Angst davor, dass er dich ablehnt, wenn du ihm ohne Drogeneinfluss unter die Augen trittst?

Kommentar von foreveryours96 ,

Vielen Dank für diese tolle Antwort!

ich habe einfach Angst ich selbst zu sein, Angst das ich so nicht akzeptiert werde .. obwohl ich weiß wenn ich die Angst überwinde könnte, die meisten mich auch so lieben würden, hab aber keine Ahnung wie ich die Angst bekämpfen soll :(

Kommentar von Driggo ,

Die Angst "bekämpfen" willst du schon mal gar nicht. Viel eher geht es darum, diese Ängste zu akzeptieren, dass sie lange Teil der Persönlichkeit waren. Ich weiß, wie du dich fühlst und teilweise auch, was in deinem Kopf vorgeht. Ich hatte früher auch Angst, auf Partys auf Leute zuzugehen und einfach anzulabern. Ängste besiegt man nur, wenn man handelt. Dass es schwer ist, ins Handeln zu kommen, ist selbstverständlich und mir ging es früher nicht anders.

Es gibt aber viele Techniken, die dabei helfen, solche Glaubenssätze aufzulösen (z.B. Autosuggestion, bitte googeln) . Dass das kein Spaziergang wird und ein Prozess ist, sei dabei auch erwähnt. Was einen großen Vorteil birgt ist das Verändern des Umfelds. Wenn du nur negative Menschen um dich hast, ist es viel schwerer, sich zu entfalten, als wenn man sich mit Menschen umgibt, die schon an sich gearbeitet haben. Ich z.B. habe im Februar dieses Jahres ein Seminar besucht bei Peter Frahm. Dadurch kam ich automatisch mit Menschen zusammen, die so denken wie ich. Und wir halten bis heute über eine WhatsApp-Gruppe Kontakt und motivieren uns gegenseitig.

Es gibt keine "Zauberformel", die dich in Nullkommanichts umtransformiert. Wenn du es aber satt hast, nicht die zu sein, die du eigentlich bist und weißt, dass noch viel mehr geht, wird es für dich auch leichter, diesen neuen Weg zu gehen. Und eines sei gesagt: egal wie viel Energie dieser Weg kostet, du wirst diese Energie dreifach zurückbekommen! Ich spreche aus Erfahrung.

Wenn du Fragen hast, hau in die Tasten!

Antwort
von maumaus, 28

Diese Beziehung hat kein Sinn, egal wie toll sie auch ist,wenn er nicht dein echtes ich kennt und liebt.Ausserdem ist der erste Schritt in ein besseres Leben mit den drigen aufzuhören dann solltest du dir Hilfe holen wegen deinen Depression.

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