Frage von Sitzkartoffel1, 43

Haarkur für stark geschädigte Haare, kennt jemand eine gute?

Antwort
von MesuDeLima, 33

Meine Schwester benutzt sie Serie von
Garnier fructis -wunderbutter das ist für sehr strapaziertes Haar
Sie ist begeistert davon

https://www.viniblog.de/wp-content/uploads/2016/06/garnier-fructis-wunder-butter...

Kommentar von Andreas Schubert ,

Lach .... bei L'Oreal lässt man ja auch wirklich nichts aus, um Konsumenten zu veräppeln.   Wahre Schätze, Wunder-Öl, Wunder-Butter, u.s.w.   . . .

Sie soll nur schauen, dass sie  ... falls sie mal die Haare färben lassen will  ....  lange vorher das Fructis-Zeug absetzt. Viele der Fructis-Pampen sind exzellente "Farbkiller"    ......  mal abgesehen von dem, was sie so alles beinhalten

http://www.codecheck.info/product.search?q=fructis+wunder+butter&OK=Suchen

Kommentar von MesuDeLima ,

Also meine schwester mag es und ihre Haare fühlen sich davon auch richtig gut an Färben tut sie ihre Haare eh nicht

Expertenantwort
von Andreas Schubert, Haarpflege-Experte, 18

Zunächst mal kann "stark geschädigt" recht viel bedeuten . . . etwas mehr Details wären schon sinnvoll gewesen.

Was auch immer Dir hier nun an irgendwelchen Chemie-Pampen empfohlen wird, sind das halt einfach lediglich Produkte, die dafür sorgen können, dass sich Deine Haare wieder besser anfühlen und besser aussehen.  Das ist aber schon alles, denn unter der Schicht an Rückständen, die die meisten solcher Produkte an Deinen Haaren hinterlassen, werden die mit der Zeit lediglich stumpf, kraftlos, teils auch fettend oder sogar spröde und bruchanfällig   ....  ergo ähnlich oder genau so wie sie ja scheinbar bereits sind.

Ob Garnier/Fructis (übrigens exzellente "Farbkiller"), sonstige L'Oreal "Spielereien" (Eltival, sonstige Garnier-Produkte, etc.), Pantene, Syoss, Gliss, got2be, Herbal Essences, u.s.w.  . . .  sie kleistern einfach die Haare (und auch die Kopfhaut) voll  ... ob mit nicht wasserlöslichen Silikonen oder Silikon-Ersatzstoffen (damit die Hersteller dann auch noch mit der Bezeichnung "silikonfrei" werben dürfen).

Richtig "kaputte"/Beschädigte Haare müssen ebenso abgeschnitten werden wie gespaltene Haarspitzen  ... und das möglichst nicht in Selbstversuchen, denn  bei falscher Schere, falscher Scherenhaltung und/oder -führung könntest Du die Haare noch so pflegen . . . der Schaden, den Du dadurch anrichten kannst lässt sich ebenso wenig mit irgendwelchen "Mittelchen"
reparieren wie Spliss   ....  gegen den man auch nicht wirklich 100%ig
vorbeugen kann.

Wenn Du Deine Haare fachgerecht und gründlich schneiden lässt, so dass alles, was gespalten/gesplisst definitiv beseitigt ist, dann ist auch erst einmal kein Spliss mehr vorhanden.

Spliss ist zwar nicht 100%ig vermeidbar, aber wenn man ein paar wichtige Maßnahmen/regeln befolgt, RICHTIG pflegt und korrekt mit den Haaren umgeht, sollte man mit 2, 3 bis maximal 4 reinen Spliss-Schnitten pro Jahr auskommen  ...  denn die meisten selbst generierten Spliss-Ursachen lassen sich definitiv deutlich reduzieren/vermeiden.

Bei einem reinen Spliss-Schnitt verlierst Du kaum bis gar nichts an
Haarlänge   .. funktioniert so aber nur, wenn man nicht erst noch
wartet, bis sich der Spalt in den Haaren nach oben in die Haarlängen
erweitert hat  .... und das macht er nun mal ganz von selbst.

WICHTIG!  Was nun folgt, gilt nicht nur für Haare mit Spliss, sondern generell FÜR gesundes, geschmeidiges, glänzendes Haar.

Immer daran denken, dass Haare zwar "tote Hornschicht" sind und Horn eigentlich ein recht robustes Material ist, aber

1. jedes einzelne Haar ist für sich recht dünn/fein
2. Haare sind in nassem/aufgequollenem Zustand extrem "verletzbar"

Die meisten selbst generierten Spliss-Ursachen lassen sich leicht und deutlich reduzieren/vermeiden:

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen und
massieren. Für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim
Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst,
streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut gradlinig mit den Fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nasses Haar auch nicht durchbürsten, sondern immer nur mit einem grobzinkigen Natur-Kamm vorsichtig/sachte durchkämmen

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss. Deshalb
empfiehlt sich auch spätestensab Schulterlänge die Haaransatzwäsche,
die dem Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser
erspart.

Für das Verdünnen und die Haaransatzwäsche sind grundsätzlich
ausschließlich hochwertige Shampoos geeignet, die auch wirklich sowohl
richtig gute waschaktive Substanzen enthalten als auch echte,
konzentrierte Wirkstoffe.  Durch das Verdünnenrelativiert sich aber auch
automatisch wiedet der Kaufpreis und viele hochwertige Naturshampoos
sind dann durch diese Anwendung in den effektiven Kosten plötzlich noch
günstiger als viele Chemieshampoos, die auf billigen Industriereinigern
und gesundheitsschädlicher Chemie basieren.

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für 8,50 EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut)  weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos,fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen
Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care,
O'right, Sanoll, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w. . . . an einem
konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Die Shampoos von MARIAS (Mischverhältnis 1:7) enthalten nicht einmal
irgendwelches Industriewasser aus irgendeinem Teil des Produktionskreislaufs, sondern reine Blütenwasser und z.B. deren
Haarbalsam wirk wirklich und ehrlich pflegend FÜR die Haare  ... im
Gegensatz zu den ganzen sogenannten Pflegespülungen, etc.

Mischst Du solch ein Shampoo auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf
die Kopfhaut.

Zusätzlich (und eigentlich grundlegend) sorgen logischerweise auch die täglichen Brüstenstriche für geschneidiges Haar .... seitdem zig Millionen
Menschen denken (weil es die Werbung ja sagt), Chemieshampoos und Spülungen hätten wirklich etwas mit Haarpflege zu tun, sind solche Basics leider etwas "aus der Mode geraten"   ...  auch wenn gerade die täglichen
Bürstenstriche .... richtig durchgeführt .... den meisten unserer Kundinnen haufenweise Produkt(e) ersparen.

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR. Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die
Bauweise der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf
führen kannst und so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst.
Außerdem entfällt so die "Hebelwirkung" mit dem Anfassen am Griff und
somit geht das bei 50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die
Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig!
Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz über den Kopf
bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen hinaus ... und
das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

Immer daran denken:
Wirklich sinnvolle, wirksame, nachhaltige und effiziente Haarpflege
fängt nicht mit irgendeinem Shampoo an und schon gar nicht mit
irgendwelchen Chemie-Shampoos . . . und Spülungen sind auch nur
Kämmhilfen.

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