Frage von Sannd, 25

Haare wachsen lassen, warum klappt es nicht so schnell?

Also ich habe so ca. Schulterlanges Haar, und würde es gerne wachsen lassen, aber irgendwie funktioniert es nicht....
Ich hatte früher wirklich kurzes haar, max 4 cm. Seit ca. 4 Jahren lass ich mir jetzt schon meine Haare wachsen, aber irgendwie dauert das so mega lang, meine Freundin meinte es wäre wegen den Doppelspitzen, aber ich cheks echt nicht, wenn ich die schneiden lasse, habe ich 2 tage nachher wieder welche...
Habt ihr tipps wie ich sie schneller wachsen lassen kann, oder wisst ihr woran es liegt, dass sie so mega langsam wachsen? 😕

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dilaheth, 17

Das du Spliss hast,ist bei dieser Haarlänge normal.Die Spitzen reiben über die Schultern.Wenn du sie abschneidest,wachsen sie wieder auf die Länge,reiben wieder über die Schultern...

Ich habs damals ausgesessen und erst wieder geschnitten,als sie über die Schulter hinaus waren.Hatte halt oft nen Zopf in der Zeit.Außerdem hab ich Plegezeug für die Spitzen genutzt

Schneller wachsen werden sie dadurch aber nicht,dass ist kann man nicht beeinflussen (soweit ich weiß)

Kommentar von dilaheth ,

Danke für den Stern :)

Antwort
von heidemarie510, 16

Bei Deiner Haarlänge kommt noch dazu, dass die Spitzen auf die Schultern fallen und dadurch eher brechen. So denkst Du, dass Deine Haare langsamer oder gar nicht mehr wachsen. Die Spitzen brauchen Extrapflege. Stecke sie öfter mal hoch! Schulterlang ist doch auch okay! :-)

Expertenantwort
von Andreas Schubert, Haarpflege-Experte, 4

Haare wachsen monatlich 0,8 - 1,25 cm und falles es deutlich darunter liegt, solltest Du Dich untersuchen lassen.

Mit "Doppelspitzen" meinst Du sicher gespaltene Spitzen (= Spliss)?

Je nachdem, wie Du mit den Haaren umgehst, können sich die Spitzen selbstverständlich auch recht schnell spalten ... was aber wiederum rein gar nichts mit dem Wachstum der Haare zu tun hat, denn Deinen Haarwurzeln ist es völlig egal, ob Deine Haarspitzen gespalten sind oder nicht  .... sie produzieren stetig Haare nach.

Wichtig bei Spliss ist einfach, dass man ihn immer gleich professionell beseitigen lässt und auch von Selbstversuchen absieht, denn mit der falschen Schere, der falschen Scherenführung und -haltung, lasst sich der Zustand auch verschlimmern.

Ein reiner, fachgerecht durchgeführter Spliss-Schnitt kostet übrigens kaum bis gar nichts an Haarlänge  ... allerdings eben nur, solange sich der Spalt in den Haaren nicht weiter nach oben in die Haarlängen erweitert hat.

Auch die ganzen sogenannten "Anti-Spliss" Produkte helfen lediglich den
Herstellern und dem Handel, denn die verdienen damit Geld. Die Produkte
sind einfach vollgestopft mit Silikonen oder Polyquaternium
(Silikon-Ersatzstoffe in den meisten "silikonfreien" Produkten), dass
sie die Haare und Haarspitzen einfach zukleistern und mit der Zeit noch
mehr ruinieren.

Schon alleine die wichtigen, täglichen Bürstenstriche und dazu noch eines der 4 reinen Naturöle, die optimal für Haarspitzen geeignet sind, sorgen
für deutlich mehr Geschmeidigkeit, können pure Weichmacher (Spülungen)
überflüssig machen und geschmeidige Haarspitzen spalten sich weniger
rasch bei den kleinsten Berührugen, Reibungen, etc.

Mehr zu den Bürstenstrichen und den Ölen weiter unten.

Immer daran denken, dass Haare zwar "tote Hornschicht" sind und Horn eigentlich ein recht robustes Material ist, aber

1. sind Haare sehr dunn/fein
2. sind Haare in nassem/aufgequollenem Zustand extrem "verletzbar"

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen und
massieren. Für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim
Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst,
streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut gradlinig mit den Fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nasses Haar auch nicht durchbürsten, sondern immer nur mit einem grobzinkigen Natur-Kamm vorsichtig/sachte durchkämmen

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss. Deshalb
empfiehlt sich auch spätestensab Schulterlänge die Haaransatzwäsche,
die dem Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser
erspart.

Für das Verdünnen und die Haaransatzwäsche sind grundsätzlich
ausschließlich hochwertige Shampoos geeignet, die auch wirklich sowohl
richtig gute waschaktive Substanzen enthalten als auch echte,
konzentrierte Wirkstoffe. Durch das Verdünnenrelativiert sich aber auch
automatisch wiedet der Kaufpreis und viele hochwertige Naturshampoos
sind dann durch diese Anwendung in den effektiven Kosten plötzlich noch
günstiger als viele Chemieshampoos, die auf billigen Industriereinigern
und gesundheitsschädlicher Chemie basieren.

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für 8,50 EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut) weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos, fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care, O'right, Sanoll, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w. . . . an einem konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Bei den Shampoos von MARIAS ist zudem nicht einmal Zuckertensid im Einsatz (ist zwar auch 100% natürlich, kann aber in wenigen Fällen zu
Kopfhautjucken führen - deshalb haben wir auch auf MARIAS umgestellt).
Es gibt mittlerweile viele Allergieren (unter Anderem auch gefördert durch
sehr viele herkömmliche Chemie-Shampoos ... und nicht nur von denen
aus Drogerien und Supermärkten, denn auch Friseurmarken wie Paul
Mitchell, Redken, Kerastase, Schwarzkopf, Wella & Co. tragen keinen
"Heiligenschein" mehr).

Mischst Du auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es
auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage
in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die
Kopfhaut.

Zusätzlich (und eigentlich grundlegend) sorgen logischerweise auch die täglichen Brüstenstriche für geschneidiges Haar .... seitdem zig Millionen
Menschen denken (weil es die Werbung ja sagt), Chemieshampoos und
Spülungen hätten wirklich etwas mit Haarpflege zu tun, sind solche
Basics leider etwas "aus der Mode geraten" ... auch wenn gerade die
täglichen Bürstenstriche .... richtig durchgeführt .... den meisten
unserer Kundinnen haufenweise Produkt(e) ersparen.

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR. Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die Bauweise
der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf führen kannst und
so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst. Außerdem entfällt
so die "Hebelwirkung" mit dem Anfassen am Griff und somit geht das bei
50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig! Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz
über den Kopf bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen
hinaus ... und das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

Immer daran denken: Wirklich sinnvolle, wirksame, nachhaltige und effiziente Haarpflege fängt nicht mit irgendeinem Shampoo an und schon gar nicht mit irgendwelchen Chemie-Shampoos . . . und Spülungen sind auch nur Kämmhilfen.

Toi toi toi und ich drück' Dir die Daumen für schönes, gesundes Haar.

Antwort
von Mignon4, 15

Du kannst den Haarwuchs nicht beeinflussen. Haare wachsen ca. 1 cm pro Monat. Wenn deine Haare krank sind, kann es an falscher und unzureichener Ernährung liegen. Es kann aber auch sein, dass die Haare aufgrund von zu viel Pflege überstrapaziert sind und somit "krank gepflegt" wurden.

Antwort
von Jersinia, 17

Haare wachsen genauso schnell, wie sie wachsen. Kann man nicht nachhelfen.

Bei einer Kurzhaarfrisur sieht man es nur viel schneller, wenn sie gewachsen sind. Fällt einfach mehr auf als bei langen Haaren. Da kommt es auf 3 cm mehr oder weniger nicht an.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten