Frage von tanzenhilft, 67

Zusammenhang Haarausfall und latente Schilddrüsenunterfunktion?

Hallo zusammen, ich bin 31, weiblich, und habe seit 13 Jahren immer wieder mit Haaraufall zu kämpfen. Zuletzt seit März so schlimm, dass ich mir büschelweise die Haare rausziehen konnte und am Oberkopf die Hälfte meiner Haarpracht verloren habe. Das kratzt am Ego. Man sieht mittlerweile schon meine Kopfhaut. Die Haare lichten sich auf dem ganzen Kopf, aber besonders an den Seiten und oben mittig sowie hinten am Scheitel. Neuerdings habe ich da auch einen Wirbel, der da vorher nicht zu sehen war. Der Haarverlust an guten Tagen liegt momentan bei 100 Haaren, an Waschtagen etwas darüber. Im Juni war die Hochphase, da habe ich bei 400 Haaren aufgehört zu zählen.

Mein Eisenwert liegt bei 40, ist nicht besonders gut, aber auch nicht schlecht. Zink etc. sind in Ordnung (ich nehme Nahrungsergänzungsmittel und substituire mit einem Eisensaft).

Nun war ich beim Endokrinologenund der hat eine latente Schilddrüsenunterfunktion festgestellt (TSH-Wert erhöht, aber FT3 und FT4 noch okay), will diese aber vorerst nur weiter beobachten. Ich habe aber neben dem unerklärlichen Haarausfall auch Symptome wie Frieren, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, trockene Haut und Haare, starke Verspannungen im Nacken...

Meine Frieseurin empfahl mir Ell Cranell bzw. Pantostin. Seitdem ich das nehme (2 Monate), ist es ein wenig besser mit dem Haarausfall, aber er ist nicht verschwunden. Mal hab ich nur 10 Haare in der Bürste, an anderen Tagen wieder über 100. Dabei kann ich laut Blutergebnissen gar nicht an androgentischen Haarausfall leiden.

Kann jemand meine Werte genauer interpretieren? Hätte gerne eine Zweitmeinung und auf einen Arzttermin warte ich wieder 4 Monate. :/

TSH basal: 5,93 (+) (im April 4,8).

FT3: 3,2

FT4: 11

GOT: 45 (+)

GPT: 9 (-)

AP gesamt: 10 (-)

TGAK: 11,2

DHEAS: 82

Testosteron: 0,110

Glom.Filt.: 87

SHBG: >200 (Ref.: 18-144)

FERR/Eisen: 41,5

B12: 362

Zink: 0,96

Methylmalons: 125

Holotrans: 119

Danke für eure Hilfe!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von checkerinnn, 34

Hallo,

um die Schilddrüsenwerte fT3 und fT4 beurteilen zu können, braucht man auch die Referenzwerte. Die müßten auf dem Laborzettel mit drauf stehen, sind auch je nach Labor etwas unterschiedlich.

Auch fehlt mir der VitaminD Wert bei der ganzen Liste. Finde ich sehr wichtig, weil Vitamin D bei Schilddrüsenstörungen fast immer erniedrigt ist und dann ebenso blöde Symptome machen kann.

Wenn der TSH angestiegen ist, ist das schon ein Hinweis, aber wie gesagt, schau mal nach den Referenzwerten für die freien Werte.

Die Symptome KÖNNEN Zeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sein, aber auch von anderen Sachen.

Hat der Endokrinologe denn sonst eine Idee für deine Symptome gehabt? Ob man zuwartet und beobachtet, hängt ja auch davon ab, wie gut/schlecht es Dir geht.... Wenn die freien Werte im Rahmen der Referenzwerte an der unteren Grenze sind, würde ich, wenn es mir nicht gut geht, unbedingt beim Endokrinologen auf einen Versuch mit Schilddrüsenhormonen drängeln (wenn er keine andere Idee hat).

Gute Besserung!!!

Kommentar von tanzenhilft ,

Sorry, hier die Werte mit Referenzbereichen.


TSH basal: 5,93 (+; RB 0,27-4,2) (im April 4,8).


FT3: 3,2 (RB 2-4,4)

FT4: 11 (RB 9,3-17)

GOT: 45 (+) (RB 10-35)

GPT: 9 (-) (RB 10-35)

AP gesamt: 10 (-) (RB 35-104)

TGAK: 11,2 (RB 0-115)

DHEAS: 82 (RB 0-0)

Testosteron: 0,110 (RB 0,084-0,481)

Glom.Filt.: 87 (kein RB)

SHBG: >200 (RB 18-144)

FERR/Eisen: 41,5 (RB 15-150)

B12: 362 (RB 191-663)

Zink: 0,96 (0,6-1,2)

Methylmalons: 125 (RB 73-271)

Holotrans: 119 (RB 50-127)

Nein, meine Ärztin hatte keine Idee. Sie meinte nur, dass es möglich wäre, sie aber nicht sicher ist. Ich bin kein Jammerlappen und ertrage die Symptome schon lange, aber dieser massive Haarausfall geht einfach gar nicht. Das geht zu weit und sollte es wirklich daran liegen will ich auf keinen Fall weiter Zeit verschwenden. Bin ein wenig ratlos.

Kommentar von checkerinnn ,

Also die Schilddrüsenwerte sind so lala, könnten durchaus besser sein. Und ja, die Symptome können daher kommen. Deswegen würd ich nochmal einen Termin bei der Ärztin machen und auch die anderen Symptome, die du schon länger "erträgst", deutlicher ansprechen. Denk dran, du mußt das nicht ertragen, solange es Therapieoptionen gibt.

Auch soll sie die Hashimoto-Antikörper und das Vitamin D testen. Ich würde einen Versuch mit Schilddrüsen-Hormonen machen. Ob dann allerdings gleich der Haarausfall besser wird, kann ich nicht versprechen. Meine Haare sind dünn und wenig geblieben, allerdings ging der Haarausfall auch nicht weiter. (immerhin....)

Antwort
von FrageSchlumpf, 32

hüstl hüstl

Tja, Schilddrüse und Ärzte. Bei TSH 5,X ist nix mehr latent, da ist allerhöchste Eisenbahn mit Behandlung angesagt.

Menschen mit Symptomen unbehandelt wieder wegschicken scheint die Hauptaufgabe unserer Ärzte zu sein.

Bitte, bitte, bitte geh nie wieder zu diesem Arzt. ( Ich würde sogar, wenn Du ihn tötest, nur max. auf Totschlag plädieren ).

Such dir einen , der etwas mehr Ahnung hat und seine Patienten ernst nimmt.

Kommentar von tanzenhilft ,

Danke für deine Antwort. Leider ist die Wartezeit bei den Ärzten immer 4 Monate mindestens, wenn man überhaupt noch einen bekommt (hier in Berlin). Bis dahin habe ich dann wahrscheinlich die letzten Haare verloren. :(

Antwort
von Catlyn, 24

Hallo,

wie hier schon geschrieben wurde, nutze die Werte ohne Angabe der Referenzbereiche nichts, denn jedes Labor hat andere Referenzbereiche.

Lediglich für das TSH gibt es eine laborunabhängige Obergrenze, die bei 2,5 liegt Gute Ärzte behandeln bei Symptomen bereits bei einem TSH von 2,0. Dein Wert liegt bei 3,2 und zeigt somit eine Unterfunktion an. Eine Unterfunktion kann durchaus all die Symptome machen, die Du schreibst. Auch den Haarausfall!

Dein Eisenwert (Ferritin) ist mit 41 auch viel zu niedrig. Er ist überaupt nicht gut. Er sollte mindestens bei 80 liegen. Ich kann Dir aber jetzt schon sagen, dass Du mit einer SD-Unterfunktion Deinen Eisenspiegel mit einem Kräutersaft - ich vermute Kräuterblut - nicht hochbringen wirst. Du solltest eine Weile Eisentabletten nehmen, um den Spiegel hochzubringen und dann weiter beobachten. Bei mir ist er immer und immer wieder abgefallen, über mehrere Jahre hinweg, so dass ich dauerhaft über Jahre hinweg Eisentabletten hochdosiert einnahm. Irgendwann dann, hat sich das dann doch gefangen, so dass ich jetzt keine Eisentabletten mehr nehme.

Als SD-Patientin wirst Du es bei Ärzten sehr schwer haben, denn Ihne wurde schon im Studium Merkwürdiges gelehrt. Deshalb darfst Du nicht lockerlassen und solltest Dir mehrere Meinungen von verschiedenen Endokrinologen einholen. So fehlen für eine Schilddrüsendiagnose wesentliche Dinge. Es wurde z. B. nur ein Antikörperwert (TG-AK) bestimmt. Es gibt aber drei. Weiterhin fehlt ein Ultraschall um die Gewebestruktur und Größe der Schilddrüse beurteilen zu können. Es fehlen auch Dinge wie die Bestimmung von Vitamin D, Vitamin A und E sowie Magnesium und Kalium sowie Kupfer.

Ich kann Dir nur raten, zum nächsten Endokrinologen zu gehen, denn ohne Therapie werden Deine Beschwerden nicht besser sondern immer schlimmer.

LG

Catlyn

Kommentar von tanzenhilft ,

Danke für deine Antwort. Vitamin D nehme ich schon ein.

Eisen ist schon immer so eine Sache bei mir. Mit Tabeletten hatte ich den Wert nie im Griff, bin immer bei 15 rumgedümpelt. Seit ich den Saft nehme liege ich bei 40, was deutlich besser ist.

Mein TSH-Wert liegt übrigens bei 5,8 und nicht 3,2. 3,2 ist der FT3. Hmmmm,...

Antwort
von HouseMeister77, 33

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