Frage von kyragus, 56

H-Kennzeichen + nachgerüstete Gasanlage?

Hallo,
ich wollte mir einen Oldtimer kaufen, der verbraucht nur ziemlich viel und auf längere Sicht ist es wesentlich günstiger eine Gasanlage nachzurüsten. Bekomme ich trotzdem das Historische Kennzeichen, der Rest ist komplett legal.
Bitte keine Spekulationen. :D

LG und Danke

Antwort
von Funfroc, 30

Hallo,

ja, eine Gasanlage kann das H-Kennzeichen gefährden, muss aber nicht.

Es gilt grundsätzlich, dass Umbauten "zeitgenössisch" sein müssen. Das heißt, die umbauten müssen in einem ähnlichen zeitlichen Rahmen hergestellt sein, wie auch das Auto. +10 Jahre wird hier meines Wissens als Regel genommen.

Hast du also ein Auto aus 1975 und baust eine Gasanlage von 1984 ein, sollte das für ein H-Kennzeichen legitim sein. Ich weis leider nicht, wie viel Spielraum der entsprechende Prüfer/Bearbeiter da hat.

Aber grundsätzlich ist ein Oldtimer doch kein Auto mit dem man Kilometer schruppt...

LG, Chris

Kommentar von kyragus ,

Dankeschön:)

Antwort
von Spezialwidde, 32

Das geht solange die originale Motorentechnik (Vergaser etc) erhalten und funktionsfähig bleibt. Man glaubt es kaum aber Gasanlagen gabs auch schon vor dem 2. Weltkrieg ;-) Man wird deshalb auch auf alte Gastechnik zurückgreifen müssen die ohne Elektronik und Steuergeräte funktioniert. Sowas findet man heutzutage nur noch als Lagerbestand. Zu dementsprechenden Apothekerpreisen wird sowas gehandelt. Lange Rede kurzer Sinn: Lohnt sich nicht.

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 21

Das hängt auch vom Prüfingenieur ab. Meistens wird so etwas abgelehnt, weil durch den Umbau ist das dann kein erhaltenswerter Oldtimer im Originalzustand mehr.

Natürlich kannst du das umgebaute Teil ganz normal anmelden, aber dann gibts nicht die günstige Oldtimerzulassung und es werden die heutigen Prüfvorschriften angewendet und nicht die vor über 30 Jahren.

In seltenen Fällen klappt es, hab ich auch schon gehört, aber die meisten beschweren sich eher darüber, dass der Originalzustand zu gründlich geprüft wird.

Expertenantwort
von fuji415, Community-Experte für Auto, 12

Ob sich das noch lohnt für die anderthalb Jahre eine teure Gasanlage nachzurüsten den ab 2018 geht der LPG Preis in Richtung Benzinpreis und dann  ist das Gasfahren so wie so teurer den TÜV und die andren Gebühren für Gasanlagen gehen dann auch hoch den dann will jeder da dran verdienen wen die Steuer auf Gas (CNG / LPG ) steigt . 

Antwort
von lanlan0000, 32

Veränderungen des Originalzustandes gefährden die Zuteilung bzw. die weitere Nutzung der Zulassung als „Historisches“ Fahrzeug. Ausnahme: „Zeitgenössische“ Umbauten , worunter man all das versteht, was bis 10 Jahre nach Produktionseinstellung des jeweiligen Automodells an Zubehör am Markt war.
Hierzu können auch Autogasanlagen zählen, die ab Anfang der 70er Jahre aufkamen und bis Ende des Jahrzehnts noch vertrieben wurden. Logischerweise wird nun niemand eine Uralt-Anlage einbauen – de facto findet man sie kaum, keine Werkstatt wird so etwas einbauen (Zustand sicherheitsrelevanter Bauteile ), zu guter letzt wird der Prüfingenieur kaum eine Freigabe erteilen. Hieraus ergibt sich die Krux; dass nagelneue Anlagen natürlich nicht in allen Details den vor über 30 Jahren verbauten gleichen – im Prinzip aber natürlich ähnlich funktionieren. Insofern könnte man durchaus von einem „zeitgenössischen“ Umbau sprechen. Bei dieser Formulierung kann man herauslesen, dass es …manchmal geht …und manchmal nicht. Praxisgerechte Lösung: Der Einbaubetrieb sollte vorab mit dem Sachverständigen der Prüfstelle (z.B. TÜV. DEKRA) anhand des ausgewählten Anlagentyps klären, was machbar ist.

Kommentar von Funfroc ,

wenn man schon irgendwo abschreibt :-), kann man es auch angeben...

https://www.adac.de/infotestrat/oldtimer-youngtimer/technik-zubehoer/antrieb-tec...

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