Frage von Jiyaah, 57

Guter Moralphilosoph für Ethik Referat?

Hallo! Ich muss die Moral eines Philosophen in Ethik vorstellen und kann mich nicht entscheiden.

Diese Philosophen die erlaubt sind: Epikur, Platon, Laotse, Konfuzius, Rousseau, Jean-Paul Sartre, Jürgen Habermas, Friedrich Nietzsche, Schopenhauer, Peter Singer, Adam Smith, John Locke, John Rawls

Ich bin kein Fan von Nietzsche und Schopenhauer und verabscheue die, die Frauen für minderwertig halten und den Mann im Mittelpunkt sehen und nur die starken Menschen bevorzugen. Also fällt das schon mal raus.

Danke im Vorraus.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Peter242, 38

Na wenn du so eine Abscheu gegenüber Nietzsche (ein hervorragender Moralphilosoph) hegst, dann referiere doch über Platons Moralphilosophie :) Der setzt sich immerhin in Platons Staat für die Gleichstellung der Frau ein. Wobei das zum Teil etwas lächerlich ist, wenn er immerwieder auf die Schwächen der Frau eingeht oder die Frauen durch Gymnastik und Musik zu Wächtern ausgebildet werden können :D

Klingt komischerweise immernoch aktuell, im Anbetracht, dass es fast 2500 Jahre her ist, als Sokrates dies von sich gelassen hat :)

Kommentar von Jiyaah ,

Vielen Dank für deine Antwort! :)
Platon hatte ich schon im Kopf aber leider finde ich zu wenig seiner Moralphilosophie auf Deutsch und mein Referat muss darauf basieren..

Antwort
von Grautvornix16, 12

Na, da hast du doch schon viele Anregungen. - Das falscheste was du meiner Meinung nach tun kannst ist, nach einer Art "Bibel" zu suchen. Du mußt die Anregungen selber verarbeiten. - Jeder dieser Philosopühen war auch ein Kind seiner Zeit und insofern auch "subjektiv" geprägt. Du willst ja aber kein biographisches Verständnis der Person sondern das was an ihren Ideen quasi zeitlos war und uns heute noch leitet (selbst wenn wir es selber gar nicht merken). Achte also auf die Formulierung von Ideen, die eine Grundlage dafür darstellen, daß die Behauptung von sog. "Wertvorzugsordnungen" (Plessner) oder totalitären Überlegenheitsanspruchsbegründungen logisch nicht möglich ist und im Ergebnis also immer dazu führen, daß sie zu emanzipatorischen Gesellschaftsmodellen führen. Dabei kannst du in ganz unterschiedlichen Bereichen fündig werden. Es muß also nicht direkter "Stoff" von sog. Moralphilosophen sein. Ein "Kritischer Rationalismus" liefert hierzu ebenso wichtige Hinweise für die Wissenschaftstheorie wie für die Ethik. Und ein Platon liefert sicher ebenso Grundlagen wie ein Karl Popper und viele andere, die dazwischen liegen.

Vielleicht hilft es dir nach Querverbindungen zu suchen, die letztlich in der Aufklärung und damit in der Formulierung der Menschenrechte als "Universalrechte" und dem - mittlerweile zu Tode zitierten - Kategorischen Imperativ von Kant münden.

Aber schlußendlich mußt du immer selber denken und keine "Bibel" als fertiges Handlungskonzept suchen.

Philosophie ist Katalysator für autonomes Denken - kein "Brockhaus" für "Klugscheißer". - Also keine Angst vor eigenem Denken: formuliere deine eigenen Ideen in Auseinandersetzung mit den "Größen" der Geschichte.

PS: Für Platon sind die Übersetzungen seiner Dialoge von Schleiermacher eigentlich Uni-Standard. Aber für deine Aufgabe würde auch eine gute Einführung und Gesamtübersicht eigentlich reichen (UTB?). Philosophie kannst du dann ja immer noch studieren wenn du möchtest.

Gruß


Antwort
von Ottavio, 28

Epikur ist lohnend und insofern leicht, als sich die Reception normalerweise auf den Brief an Menoikeus' beschränkt. Es gibt zwar eine Gesamtausgabe seiner überlieferten Werke, aber das sind nur Bruchstücke. Die Ausgabe ist zweisprachig - altgriechisch/italienisch. Wenn Du das zufällig kannst, dann viel Spaß. Sartre, 'Das Sein und das Nichts' ist natürlich sauschwer. Aber der Vortrag 'Ist der Existentialismus ein Humanismus' ist sehr überschaubar und eher leicht. Für ein Schulreferat müsste das reichen.

Antwort
von Lennister, 22

Ich würde dir Rawls empfehlen. Sein Schaffen ist nicht so umfangreich wie z.B. das von Platon oder Habermas, genau genommen reicht es bei ihm für ein Schulreferat wohl völlig, sein wichtigstes Werk zu behandeln(Eine Theorie der Gerechtigkeit).

Dazu ist er ein recht aktueller Philosoph, der einen prägenden Einfluss auf die Debatten unserer Zeit hatte bzw. immer noch hat. Ich würde also Rawls nehmen- der ist sicher ein lohnendes Thema. 

Antwort
von PurpurSound, 13

Alles nicht einfach.denke du könntest am ehesten mit platon zurechtkommen wenn du dir die dementsprechenden dialoge raussuchst.

Nietzsche find ich ganz wunderbar, aber das is auch ein ganz schöner verständnisbrocken!! Wundert mich etwas dass kant fehlt...

Lg max

Antwort
von Mohrsche, 13

Man kann zu Singers Ethik stehen wie man will, schließlich sagt er es sei moralisch eher verwerflich ein Schwein zu töten (das weiß was der Tod bedeutet) als ein behindertes Kind (wenn es allen 'Personen' nicht wichtig ist was mit ihm passiert und das Kind keine 'Person' ist)

Ich finde es interessant die Gedankengänge eines Mannes nachzuvollziehen, der auf Grundlage seiner eigenen Moral (die nichts mit der allgemein anerkannten Moral zutun hat, wie ich finde, und die rein menschlich betrachtet krank und verdreht ist) logisch argumentiert. Man kann keinen Fehler darin entdecken auch wenn man WEIß, dass das was er sagt verwerflich ist. Man kann sich damit lange beschäftigen und es ist interessant. Krank, aber interessant.

Antwort
von MissBadabummtss, 27

Ich wuerde dir konfuzius ans herz legen (:

Antwort
von GREyLOVE, 28

Konfuzius

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