Frage von Gritt, 96

Guter Deal im Erbstreit?

Der Erbfall ist eingetreten.Die Banken haben den Wert des Hauses ( 200 qm Wohnfläche,Zweifamilienhaus,1200 qm im Gesamten) auf ca.40.000 EURO gelegt. Genauso viel liegt auf dem Haus zur Zeit. Es ist renovierungsbedürftig(alte Fenster,Ölheizung,Wasserschäden,ect.) Drei Erben.Einer wohnt mit Familie darin. Man einigt sich.Folgende Optionen wurden angeboten: A.Miete fürs komplette Haus 900 EURO B.In der Unterwohnung kommt ein fremder Mieter.Zahlt 500 EURO (Mehr qm.Mit Gartennutzung),Oberwohnung für 400 EURO Miete. C.Das Haus wird verkauft. D.400 EURO Miete fürs ganze Haus,die Familie zahlt weiter alle Umlagen wie vorher (Was auch die Abzahlung der Belastung betrifft) Zu alle dem,außer beim Verkauf, steht eine Frist von 2 Jahren um den Pflichteil in Höhe von 38.000 Euro zu bezahlen.(Hat man so festgelegt) Man hat sich auf Option D. geeinigt.Kommt die Familie in Zahlungsschwierigkeiten,wird das Haus verkauft.

Wie würdet ihr euch entscheiden?

Antwort
von kabbes69, 66

Was bedeutet die Banken haben den Wert festgelegt? Ein aktuelles Gutachten von der Bank erstellt?  Ohne jetzt den Index von deinem Bereich zu kennen, bei der Flächengrösse, wie niedrig muss dann der Baulandpreis sein um an einen solchen Wert zu kommen?

Wieso 3 Erben und Pflichtteil. Entweder ihr verkauft und teilt durch 3 oder der Erbe X, der im Haus wohnt und es dann wohl auch kaufen will,  muss die 2 anderen Erben auszahlen. 

Bleibt X jetzt im Haus und zahlt Miete 200 pro Miterbe? Hat er es dann in 10 Jahren abbezahlt und wird Alleineigentümer?  Wie ist die 2 Jahresfrist zu verstehen? Wer bezahlt Renovierungskosten? Da sind soviel Fakten, die du dir selbst beantworten musst, familiäre und finanzielle Situation der Erben usw. 

Da das Problem ja nicht wegläuft,  würde ich das Haus mal örtlich mit Bildern  zum Verkauf inserieren und  an der Reaktion meine Entscheidung treffen. 

Kommentar von Gritt ,

1.Ja die Bank hat ein Gutachten/Schätzung abgegeben.

2.Der Wert ergibt sich Hauptsächlich aus dem Zustand des Hauses und es steht auf dem Land.

3.Ja,der Erbe X will im Haus wohnen bleiben.Kann aber zum jetzigen Zeitpunkt die anderen nicht auszahlen.Darum die 2 Jahresfrist.Schafft er es in der Zeit nicht,wird verkauft.Kommt er in Zahlungsverzug,wird verkauft.

4. 200 Euro Miete pro Erbe,der auf Pflichtteil warten muß. Renovierungskosten und Nebenkosten (auch die weitere Abtragung) zahlt in der Zwischenzeit,der Erbe,der dort im Haus wohnt.Die Miete nennt man Nutzungsentschädigung.

5.Um die Bezahlung der Beerdigungskosten oder der Grabpflege,kümmern sich die anderen Erben nicht.Das obligt auch dem Erben,der im Haus bleiben will.

Kann man so einfach ein Haus inserieren?Was wenn sich ein Käufer meldet?Der Erbe X will es ja behalten....

Kommentar von kabbes69 ,

Wenn X damit einverstanden ist (Wohnungsbesichtigung und Aufwand) und man euch nicht im Gesicht lesen kann ;-), kannst du inserieren, du darfst halt niemandem eine Zusage erteilen!!!  zB müsst ihr euch noch mit der EG abstimmen und meldet euch wieder. Würde ich aber jetzt nicht mehr empfehlen, sonst vertreibst du dir evtl. den potentiellen Käufer den du in 2 Jahren vielleicht benötigst. Dafür ist die Zeitspanne zu knapp. 

Kommen dir die 40.000 € realistisch vor, warum nicht drauf eingehen? Im Moment 20.000 € so anzulegen, dass sie im Monat 200€ einbringen?? Schwierig denke ich.  Das einzige was mir bei dem Deal Kopfweh bereiten würde, wäre evtl. die gesetzliche Erbfolge nach X, wenn er in der Zeitraum sterben sollte oder evtl noch schlimmer, er wäre nicht mehr geschäftsfähig. Aber ich denke ein guter Notar hat auch dafür Ideen. Wenn ihr das Eigentum im  Grundbuch bereits jetzt auf die 3 Erben eintragen lasst, seid ihr rechtlich gesehen auch gemeinsam verantwortlich, da würde ich mir evtl. noch Rat bei einem Rechtsanwalt suchen.  Auf keinen Fall versuchen die 2 Jahre nur privatschriftlich abzusichern. 

Zweifelst du noch an dem Betrag, bleibt dir nur die Option ein weiteres Gutachten erstellen zu lassen, aber ob sich die Gebühr hierfür rechnet? oder in den Immobilienportalen im Umkreis ein vergleichbares Haus suchen und dich mal nach dem Bodenrichtwert erkundigen. 

Nur für X sehe ich rein rechnerisch Probleme, außer  er hat einen Sparvertrag oä der in 2 Jahren fällig wird. 

Aber denk dran, ich kann dir hier nur Denkanstöße und meine Sicht mitteilen, es bleibt deine Entscheidung! Viel Erfolg 

Kommentar von Gritt ,

X hat keine 40.000 in irgenteiner Form liegen.Dh.er müßte es sich erarbeiten!

Antwort
von harmersbachtal, 28

sollte das haus wirklich nur 40.000 € wert sein las die Finger davon verzichte auf das Erbe

Antwort
von webya, 49

das haus verkaufen und dann teilen.

Kommentar von harmersbachtal ,

was will man da erwarten für 40.000 €

Kommentar von webya ,

Das Haus ist renovierungsbedürftig. Das wird ein Faß ohne Boden.

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