Frage von FischerTaiger, 10

Guten Tag, ich hatte mich darüber erkundigt, wie das Zulassungsverfahren von zulassungsbeschränkten Studiengängen funktioniert erkundigt und erfahren, dass ei?

Guten Tag,

ich hatte mich darüber erkundigt, wie das Zulassungsverfahren von zulassungsbeschränkten Studiengängen funktioniert erkundigt und erfahren, dass ein Wartesemester die Abiturnote nicht um einen festen Wert vermindert.

Auf hochschulstart.de ist z. B. für den Studiengang Medizin angegeben, dass nach 14 Wartesemester alle Bewerber mit einer Durchschnittsnote von 3,3 zugelassen werden konnten. Das gibt mir allerdings keine Aufschlüsse darüber, wie lange ein Bewerber mit einer Durchschnittsnote von 2,5 durchschnittlich warten musste, da die Wartesemester sich ja nicht proportional zur Abiturnote verhalten.

Kennt sich jemand damit aus und kann mir eventuell Erfahrungswerte mitteilen? Am besten wäre für die Länder Bayern und Niedersachsen im Studiengang Medizin.

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Antwort
von dompfeifer, 10

Wer immer diesen Mythos in die Welt gesetzt hat, dass die Abiturnote gegen die Wartezeit verrechnet wird bzw. die Note durch die Wartezeit verbessert wird: Dieser Unsinn wird nicht besser durch endlose Wiederholungen.

Wenn Hochschulstart angibt, dass bei einem bestimmten Auswahlverfahren in der Vergangenheit nach 14 Wartesemester alle Bewerber mit einer Durchschnittsnote von 3,3 zugelassen werden konnten, dann bedeutet das, dass auf der Wartezeitrangliste der letzte erfolgreiche Bewerber eine Wartezeit von 14 Sem. nachwies. Mit anderen Worten: Es bildete sich bei der Auszählung der Studienplätze anhand der Wartezeitrangliste (in der Wartezeitquote) eine Auswahlgrenze von 14 Sem. heraus als sogen. "Erstkriterium". Da dieses Kriterium eine Vielzahl von Bewerbern erfüllt, muss unter diesen konkurrierenden Gleichrangigen nachsortiert werden. Und hier gilt in aller Regel als "Zweitkriterium" bei Gleichrangigkeit die Abiturnote. Hier stellte sich eine Auswahlgrenze von 3,3 her. Als drittes Auswahlkriterium gilt gelegentlich der geleistete "Dienst" und als letztes Kriterium das Los. Mit nochmals anderen Worten: Hier wurden alle Bewerber zugelassen, die

- mehr als 14 Semester Wartezeit nachwiesen,

- genau 14 Sem. Wartezeit nachwiesen und eine Note von besser als 3,3;

- genau 14 Sem. Wartezeit nachwiesen und eine Note von genau 3,3 und Glück beim Los hatten,

- eine Abiturnote nachwiesen, die besser war als die aktuelle Auswahlgrenze auf der Qualifikationsrangliste,

- eine Abiturnote nachwiesen, die genau auf der aktuellen Auswahlgrenze lag, und beim Zweitkriterium in der Qualifikationsquote (hier Wartezeit) mehr Wartezeit nachwiesen als die entsprechende Auswahlgrenze,

- eine Abiturnote nachwiesen, die genau auf der aktuellen Auswahlgrenze lag, und beim Zweitkriterium in der Qualifikationsquote (hier Wartezeit) genau auf der Auswahlgrenze lagen und Glück beim Los hatten. 

Kommentar von dompfeifer ,

Und

wie lange ein Bewerber mit einer Durchschnittsnote von 2,5 durchschnittlich warten musste ...

hängt somit von der aktuellen Auswahlgrenze auf der Qualifikationsrangliste (Notenrangliste) ab. Ist der Notengrenzwert, wie in Medizin bei Hochschulstart üblich, z.B. bei 1 Komma 2, dann beträgt die Wartezeit bei Deinen obigen Vorgaben für alle Bewerber mit einer schlechteren Note 14 bis 15 Semester. 

Hier ist natürlich zu beachten, dass die Stiftung Hochschulstart nur 40% der eingeplanten Studienplätze vergibt (jeweils 20% nach Note und Wartezeit). Die restlichen 60% der Studienplätze werden nachgeordnet von den Hochschulen weitgehend "freihändig" vergeben. Und da sind die Auswahlkriterien schon wesentlich weicher und auch ziemlich uneinheitlich geregelt.

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