Frage von Camue78, 61

Guten Tag alle miteinander. Ich habe gerade Stress mit dem Arbeitsamt. Wie komme ich aus einer sinnlosen Maßnahme raus - kann ich einfach abbrechen?

Ich befinde mich seit Januar in einer "Weiterbildung" vom Arbeitsamt. Ich bin da freiwillig, das heißt ich bekomme keine Leistungen vom Amt, sondern das Amt hat sie mir angeboten, um mal zu schauen, ob ich mich noch einmal beruflich umorientieren will. Obwohl ich seit Wochen weiß, dass mir dies nichts bringt, komme ich da nicht richtig raus. Zweimal habe ich schon gekündigt, doch der Maßnahmenträger akzeptiert meine Kündigung nicht, die wäre erst gültig, wenn mein Ansprechpartner bei der Agentur für Arbeit zustimmt. Der antwortet nicht auf meine E-Mails und ist, wie ich jetzt erfahren habe, bis nächste Woche außer Haus. Als ich am Dienstag nicht zur Maßnahme war, weil ich länger arbeiten musste - worüber ich meinen Ansprechpartner beim Maßnahmenträger auch vorab kurz in einer Mail informierte - antwortete mir dieser mit einer unverschämten Mail. Ich hätte Atteste von meine Zeiten, zu denen ich arbeiten gehe und von meine Arztterminen vorzulegen und alles mit ihr am nächsten Tag abzustimmen. Auch wenn ich freiwillig in der Maßnahme sei, hätte ich dem Maßnahmenträger die gleichen Pflichten wie einen Arbeitgeber gegenüber, falls ich diesen nicht nachkomme, drohe mir eine schriftliche Abmahnung. Weiter informierte sie mich, dass sie mit der Agentur für Arbeit gesprochen hätte und ein Abbruch der Maßnahme nicht zur Debatte stünde, bis sie mit meinen Ansprechpartner bei der Agentur für Arbeit gesprochen hätte - etwa Mitte April! Was soll das? Ich habe wiederholt erklärt, dass ich freiwillig in der Maßnahme bin und überhaupt keine Leistungen vom Amt erhalte und man will mich verpflichten, täglich von 8.00 bis 16.35 da meine Zeit abzusitzen? Und dies bis Oktober! Ich bin nicht mehr zur Maßnahme gegangen, sondern habe nur noch meine schriftliche Austritterklärung bei der Agentur für Arbeit abgegeben. Mein Ansprechpartner bei der Agentur für Arbeit hatte mir ja bei meinen letzten Treffen vor einigen Wochen gesagt, wenn ich einfach so nicht mehr zur Maßnahme erscheinen würde, könne sie nichts machen, da sie ja keine Leistungen kürzen könne. Ist das Thema damit wohl für mich erledigt? Ich befürchte, dass der Maßnahmenträger sich bald wieder bei mir melden wird und irgendwelche Argumente vorbringt, warum ich zu kommen habe. Die sind ziemlich aufdringlich, ich habe das Gefühl in einer Sekte zu sein, die nicht loslassen will. Nur zur Maßnahme gehe ich nicht mehr, ich habe mich so geärgert, dass ich wie ein kleiner dummer Junge behandelt werde. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Cola80, 51

Kann Dir gar nichts passieren. Dir kann keine Leistung gekürzt werden. Ja der Maßnahmeträger will natürlich das Geld weiter bekommen.

Kommentar von Camue78 ,

Ich habe auch den Eindruck, dass der Maßnahmenträger nur so heftig reagiert, weil er weiter das Geld beziehen will (immerhin 630,00 im Monat). Bin gespannt, ob die sich wieder melden am Dienstag, wenn ich nicht wie gefordert erscheine. Wenn die wieder unverschämt werden, muss ich wohl auch mal richtig ärgerlich werden, sonst lassen die nicht locker.

Antwort
von Potts86, 48

Wenn du keine Leistung vom AA bekommst dann hast du auch keine Pflichten ganz einfach.

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