Gute Spiegelreflexkamera für Sport und Landschaft?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Die "Verzoegerungszeit" setzt sich aus etlichen Zeiten zusammen:

1. Der Autofokus (AF) muss zunaechst mal messen. Dabei wird der Kontrast gemessen, also der Unterschied zwischen hell und dunkel. Das gelingt um so besser, je hoeher der Kontrast ist, je sauberer die Kanten sind, je heller das Motiv ist und je teurer die Kamera ist.

Nun gibt es im Wesentlichen 2 AF-Einstellungen: Entweder er ist auf "S" gestellt, dann misst er nur einmal und legt dann den Verstellweg fuer das angeschlossenen Objektiv fest. Oder er ist auf "C" gestellt. Dann misst er dauernd, auch die Bewegungsrichtung, und fuehrt dementsprechend auch den Fokus des Objektivs nach oder sogar etwas vor. 

2. Der AF-Motor muss die Befehle der AF-Einheit umsetzen. Nun gibt es etliche Arten von AF-Motoren.

Die einen sitzen in der Kamera (bei manchen Nikons, bei allen Pentax), die anderen im Objektiv (bei Canon immer, bei Nikon fast immer, bei Pentax oft).

Bei den Objektivmotoren gibt es wieder verschiedenen Arten: normale Motoren (die machen etwas Krach), kleine Ultraschall Motoren (die sind fast unhoerbar, aber langsam) und Ring-Motore (die sind auch nahezu unhoerbar und sehr schnell und kraeftig). Dummerweise sind die schnellen Ringmotore nicht speziell gekennzeichnet. Da hilft nur ein Blick auf den Preis oder besser der Blick in Internetforen.

Dieser Motor verstellt also die Linsengruppe und signalisiert im Falle "S": fertig, im Falle "C" arbeitet er immer weiter.

3. Die eigentliche Ausloeseverzoegerung der Kamera, also die Zeit (nach dem AF) zwischen durchdruecken des Ausloesers bis zum Oeffnen des ersten Verschlussvorhangs. Die haengt etwas von der Rechenleistung der Kamera, dem eingestellten Belichtungsprogramm und der Spiegelmechanik ab und ist bei DSLRs im Bereich von wenigen Millisekunden, also vernachlaessigbar.

Das war jetzt etwas viel Theorie. In der Praxis sieht es so aus, dass die wichtigsten "Zutaten" fuer gute Sportfotos der Fotograf und das Objektiv sind, weniger die Kamera. Hallenhandball ist leider nicht so ganz einfach und mit guenstigen Objektiven kommt man da nicht weit. Die guenstigsten waeren da noch das EF 85mm/1,8 USM von Canon und das EF 100mm/2,0 USM. Zooms mit den Daten 70-200mm/2,8 fangen erst bei knapp tausend Euro an (Sigma und Tamron und Canon gebraucht).

"Landschaft" kann jede Kamera mit halbwegs gescheitem Sensor.    

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn DU mit einer Canon leben kannst und eventuell Objektive mit Freunden tauschen kannst, würde ich mir keine Kamera eines anderen Herstellers kaufen.

Ich persönlich würde mir NIE eine Canon kaufen, aber das ist meine Meinung und auf Grund der technischen Daten ein Glaubenskrieg. Die großen Hersteller tun sich nichts, egal ob Canon, Nikon (mein Favorit), Sony, Panasonic oder jetzt kommend Samsung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo KevinW99,

eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen passen muss. Deshalb empfehle ich Dir, nicht zu sehr auf andere zu hören bei der Kamerawahl. Meistens empfiehlt jeder seine eigene Kamera, ohne überhaupt andere aus eigener Erfahrung zu kennen. Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und sie muss zu Deinen fotografischen Ansprüchen und Schwerpunkten passen, und die kennen wir nicht.

Was wir auch nicht wissen, ist, wie viel fotografische Erfahrung Du hast und warum Du Dir eine DSLR kaufen willst. Solltest Du in diesem Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme auch eine gute Kompakt- oder Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal weniger verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weitere Pluspunkte:
Du musst weniger schleppen und brauchst Dich unterwegs nicht mit
Objektivwechseln zu plagen - und Du sparst Geld.

Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt) und probierst verschiedene Modelle aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Und den zweitgrößten Einfluss auf die Bildqualität hat das Objektiv. Deshalb solltest Du auch das mit Bedacht auswählen, falls Du Dich für eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheidest.

In diese Kategorie fallen übrigens auch die neueren, spiegellosen Systemkameras. Auch die könntest Du in Betracht ziehen, falls Du auf ein kleines und leichtes Gehäuse Wert legst und Dich der z. T. kleinere Sensor, der fehlende optische Sucher und die teureren Objektive nicht stören.

Der Gedanke, eine Canon-DSLR zu kaufen, um die Objektive Deines Freundes benutzen zu können, ist natürlich nachvollziehbar, aber:

  • hat er denn überhaupt die Objektive, die Du für Deine Zwecke brauchst?
  • wenn ja, kannst Du nicht vielleicht auch gleich seine Kamera mit ausleihen?
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn Du schon weißt, was Du suchst, auch weil Du einen Freund hast mit dem Du Objektive tauschen kannst, dann kauf dir doch einen Canon. Frag ihn welche Objektive er schon hat und ergänze entsprechend. Sollte er nur eins der Gurkengläser a la 18-xxx mm besitzen, wärs allerdings Unfug, da gibt es nichts zu tauschen. Kauf dir ein Set mit einem 17-50mm f2,8 und einem 70-200mm f2,8 (das vielleicht später) und damit bist Du für den Anfang sehr gut aufgestellt. Sei dir allerdings auch bewusst, dass Du viel zu schleppen hast mit einer DSLR und Objektiven. Das macht den Urlaub nicht unbedingt schöner und am Ende liegt die Kamera dann zuhause und deine Urlaubsbilder kommen vom Smartphone.

Welche Kamera nun schneller ist, kann ich dir leider nicht sagen, wichtiger sind jedoch wie immer die Objektive bei einer DSLR.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von FoxundFixy
25.02.2016, 10:08

Das mit dem Objektivtausch ist so eine Sache. Hört sich erstmal gut an,die Realität sieht meist anders aus.Entweder hat derjenige nur das Kitobjektiv oder vielleicht sogar ein 50mm 1.8,vielleicht sogar ein 70-300mm 5,6-6,3. 

Sowas kann er gerne behalten.

Andererseits würde ich erst gar nicht auf die Idee kommen Objektive zu tauschen,da meine weit jenseits der 500€-Grenze kosten.Da reicht schon einmal fallen lassen und schon wird die Freundschaft auf die Probe gestellt,wenn die Haftpflicht nicht zahlen will und er aber auch nicht will oder kann.

0

Ich würde Dir die Canon 70D empfehlen. Die macht bis zu 7 Bilder pro Sekunde, was gerade bei der Sportfotografie recht nützlich ist. Außerdem scheint mir insgesamt das Preis-Leistungs-Verhältnis ganz gut zu sein - aber das mögen andere vielleicht anders sehen. Darüber hinaus kommt es dann natürlich noch auf entsprechend gute und schnelle Objektive an. Aber was den Body betrifft, so würde ich die 70D der 700D oder 750D vorziehen. Hier gleich mal der Link zu dieser Kamera: http://www.canon.de/for_home/product_finder/cameras/digital_slr/eos_70d/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von KevinW99
26.02.2016, 09:08

Das Problem dabei ist leider nur, das sie schon über meinem Budget ist.. 

Ich hatte schon mit ca.700-800€ gerechnet aber über 1000€ ist leider über dem Budget.

0

Ob Canon, Nikon oder Pentax, die Kameras sind sind alle auf einer Augenhöhe (Sony vermutlich auch, gegen die habe ich allerdings eine persönliche abneigung).

Die Kamera muss dir gut in Hand liegen, so, dass du ohne suchen die Tasten findest die du für deine Einstellungen brauchst. Das Menü und die Bedienung sollte für dich verständlich und übersichtlich sein, so, dass du dich zurecht findest.

Es hilft dir die teuerste Kamera nichts, wenn du deine Einstellungen nicht findest.

Ebenso wichtig wie der Body, wenn nicht wichtiger, ist das Objektiv! Vor allem bei Sportaufnahmen mit kurzer Verschlusszeit ist ein Lichtstarkes Objektiv von Vorteil.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung