Frage von moritztomm, 21

Gute Spiegelreflex 2015

Guten Tag, ich würde mich sehr über einige Empfehlungen freuen :). Und zwar spiele ich mit dem Gedanken mir eine Spiegelreflex zuzulegen, da die via Iphone aufgenommen Bilder zwar doch ganz nett sind aber letztendlich doch nicht das non plus ultra. Ich möchte etwas kleines Handliches, mit integriertem Display, SD Karten Slot und Usb Anschluss. Die Kamera sollte noch dazu möglichst Stabil sein. Der ganze Spaß sollte sich finanziel im 3 Stelligen Bereich bewegen, also 1000€ als Maximale obergrenze. Danke im Vorraus.

Antwort
von Airbus380, 3

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet. Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera. Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es hier:

:

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden" entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000 Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony (Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony NEX, Olympus und Panasonic mFT, Samsung NX, Fuji X) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier (oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst. Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will, welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden. Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche, Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel) fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Expertenantwort
von IXXIac, Community-Experte für Fotografie & Kamera, 5

Hallo

- Pentax K50 mit 16-85 WR um 1000€

- Nikon D7000 mit 16-85 VR um 1250€

- Canon 7D mit 15-85 IS um 1500

Alle 3 Kameras sind "Robust" und abgedichtet aber nur das Pentax 16-85 ist richtig abgedichtet und mit Nanokratzschutzvergütung auf denn Endlinsen. Die Nikon Optik ist bei denn Profis als zäh bekannt aber nicht problemlos. Das Canon 15-85 hat nach Näseeinsätzen gelegentlich USM Probleme die nur per CPS beseitigt werden können. Profis nehmen bei Nikon bisher das 17-55/2.8, diese Optik wurde für harte Einsätze gebaut, ist aber immer noch bei um 1200€ Neupreis. Wie sich die Ausfallqoute des neuen Nikkor 16-80 VR entwickelt muss man abwarten. Bei Canon gibt es keine wirklich robuste APS-C Optik meist greift man zu einem der neueren L Optiken (erst ab denn 2000ern dichtet Canon alle neuen L Optiken einigermassen konsequent ab). Dafür ist das Canon 17-55/2.8 trotz IS sehr leicht, kompakt und mit 750€ relativ billig einkaufbar. Einige Canon Fotografen hätten gerne das Nikkor und einige Nikon Fotografen würden gerne das billige Canon 17-55 mit IS verwenden. Das Pentax 16-50/2.8 WR ist dazwischen aber war bisher auch nicht Problemfrei.

Ansonsten ist das Anforderungsprofil widersprüchlich und SD Karten sind unrobuster als die Kameras. Alle Digitalkameras haben ein Display, USB (meist 2.0, 3.0 kommt erst) und zu 98% ein SD Slot

Antwort
von dennismh, 12

Klein und handlich spricht tatsächlich eher für eine spiegellose Systemkamera, wobei es auch wirklich kompakte Spiegelreflexkameras wie die Canon EOS 100D gibt.

Generell glaube ich gar nicht, dass du das Budget von 1.000 Euro direkt komplett in die Kamera investieren musst - bzw. solltest. Denn erst mit ein bis zwei Objektiven macht das Fotografieren so richtig Spaß und du kannst tolle Bilder schießen, beispielsweise mit unscharfem Hintergrund. Objektive sind also mindestens genauso wichtig wie die Kamera, wenn nicht sogar noch wichtiger.

Um mal ein paar gute Spiegelreflexkameras zu nennen: Canon EOS 100D, Sony A58, Nikon D5300, Nikon D5500. Das wären meine Kandidaten - plus ein zwei gute Objektive wie gesagt. Alternative aus dem spiegellosen Lager: Sony A6000, aktuell eine der besten DSLMs auf dem Markt.

Antwort
von noname68, 15

wenn du nicht unb edingt wert auf wechsel-objektive legst, bist du mit einer hochwertigen "bridge-kamera" (festes objektiv mit meist riesigem zoomfaktor) sehr gut bedient. hier mal eine übersicht:

https://www.testsieger.de/k/foto-videokamera-und-co/bridgekamera.html

falls doch, ist eine spiegellose systemkamera mit wechselobjektiven eine gute alternative zu einer großen slr.


Antwort
von Streamer, 21

ich empfehle eine mirrorless mit elektronischem sucher, wenn du etwas eher kleines/handliches möchtest... es muss nicht immer eine DSLR sein. 

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Kamera, 10

Hallo moritztomm,

eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen passen muss. Deshalb empfehle ich Dir, nicht zu sehr auf andere zu hören bei der Kamerawahl. Meistens empfiehlt jeder seine eigene Kamera, ohne überhaupt andere Modelle aus eigener Erfahrung zu kennen. Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und sie muss zu Deinen fotografischen Schwerpunkten und Ansprüchen passen, und die kennen wir nicht bzw. nur teilweise.

Was wir auch nicht wissen, ist, wie viel fotografische Erfahrung Du hast und warum Du Dich für eine DSLR interessierst. Solltest Du in diesem Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme eventuell auch eine gute Kompakt- oder Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal weniger verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weitere Pluspunkte: Du musst weniger schleppen und brauchst Dich unterwegs nicht mit Objektivwechseln zu plagen - und Du sparst Geld.

Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt), lässt Dich dort beraten und probierst verschiedene Modelle aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Und den zweitgrößten Einfluss auf die Bildqualität hat das Objektiv. Deshalb solltest Du auch das mit Bedacht auswählen, falls Du Dich für eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheidest.

In diese Kategorie fallen auch die neueren, spiegellosen Systemkameras. Auch die könntest Du in Betracht ziehen, falls Du auf ein kleines und leichtes Gehäuse Wert legst und Dich der z. T. kleinere Sensor, der fehlende optische Sucher und die teureren Objektive nicht stören.

Antwort
von Cedric678, 13

Ich würde die Canon 70d oder die Nikon d7200

Antwort
von ackerland003re, 19

geh zum Elektronikfachgeschäft deines Vertrauens

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