Frage von supergirl200, 70

Gute Nachhilfe geben= 'tauglich sein, um Lehrer zu werden'?

Wenn ich(16) Nachhilfe gebe, es erfolgreich ist und mir Spaß macht, sagt das was über meine 'Tauglichkeit' aus später einmal Lehrer zu werden?

Entschuldigung, ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll.

Danke

Expertenantwort
von Miraculix84, Community-Experte für Schule, 30

Gute Frage!

Lass es mich mal so sagen: Es ist ein gutes Indiz, aber noch kein Beweis.

Was du dir auf die Fahne schreiben kannst, ist, dass du offensichtlich ein Talent zum Erklären hast - sonst wäre es nicht erfolgreich - und dass es dir Spaß macht. Das ist schon einmal eine gute Voraussetzung.

Der Unterschied ist, dass du hier eine Person vor dir hast, die darüber hinaus noch mehr oder weniger freiwillig da sitzt. 

Wenn du 30 Schüler vor dir hast, die z.T. alles lieber machen würden, als deinem Unterricht zu folgen, kann es sich für dich schon anders darstellen.

Tipp => Frag mal deinen Lehrer, wenn du in der Oberstufe bist, ob du mal für ihn / mit ihm zwei Wochen seinen Unterricht in der Unterstufe machen kannst. Bei uns hat das letztes Jahr ein Abiturient in Mathe gemacht - nur mal so zum Ausprobieren. (Der hat dann sogar auch in Mathe seinen eigenen Kurs unterrichtet, weil er einfach ein Mathe-Genie war. Das muss jetzt bei dir nicht automatisch auch der Fall sein).

Aber frag einfach mal deine Lehrer, ob sowas möglich wäre. Aber warte bitte bis zur Oberstufe. Sonst ist der Altersunterschied zu gering. Das wäre nicht authentisch.

Es gibt auch viele Lehramtsstudenten, die erst nach dem Studium im Referendariat feststellen, dass sie gar nicht vor einer KLasse stehen können / wollen. Bis dahin sind aber schon 6 Lebensjahre an der Uni vergangen. Deswegen kann ich dir zu einem solchen Mini-Praktikum zum Auspropieren nur raten! :)

LG
MCX

Kommentar von Gugu77 ,

Es gibt auch viele Lehramtsstudenten, die erst nach dem Studium im Referendariat feststellen, dass sie gar nicht vor einer KLasse stehen können / wollen. Bis dahin sind aber schon 6 Lebensjahre an der Uni vergangen.

Das haben die an der Uni zum Glück bemerkt und verpflichtende Praxisanteile eingebaut...

Kommentar von Miraculix84 ,

Stimmt. Aber ich habe dieses Phänomen trotzdem beobachtet...

Antwort
von TomRichter, 24

Es ist schon mal ein guter Anfang :-)

Aber das, was Dir bisher Spass macht ("Stoff vermitteln an lernwillige Schüler") ist nur ein Teil des Lehrer-Daseins.

Hinzu kommt (siehe Miraculix), Schüler zu motivieren, die gar nicht lernen wollen. Ist sicher an der gymnasialen Oberstufe weniger ein Problem als an der Hauptschule im sozialen Brennpunkt.

Hinzu kommt auch permanenter Ärger mit mehr oder weniger sinnvollen Dienstanweisungen. Und im Gegensatz zu den meisten anderen Berufen kannst Du als Lehrer nicht einfach kündigen und einen neuen Arbeitgeber suchen.

Antwort
von AstridDerPu, 18

Hallo,

Nachhilfe geben ist zumindest eine gute Übung für den Lehrerbetrieb.

Auch als Gruppen- oder Übungsleiter/in in einem (Sport) Verein

oder unter lehrer-werden.de/ kannst du das üben.

Ich wünsche dir ein gutes Händchen bei deiner Entscheidung und viel Glück und Erfolg für deine weitere schulische und berufliche Zukunft.

:-) AstridDerPu



Antwort
von KRABBENFISCH, 31

also ein Plus Punkt ist es allemal

Expertenantwort
von DieChemikerin, Community-Experte für Schule, 18

Hi,

ich würde sagen eher nicht...

Ich gebe selbst Nachhilfe, aber zu unterrichten, ist noch einmal was Anderes ;)

Es kann aber von Vorteil sein.

LG

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