Frage von Comatos3, 71

Gute Kampfsportarten für Anfänger?

Bin 16, weiblich und habe seit mehr als einen Jahr keinen Sport mehr gemacht. Jetzt würde ich gerne mit Kampfsport beginnen, welche Art ist am besten für Anfänger geeignet? (Hab noch nie Kampfsport gemacht) LG Coma

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Enzylexikon, Community-Experte für Kampfsport, 71

Training für Anfänger

Praktisch jeder Verein bietet Einstiegskurse an, die sich an Anfänger richten und keine besonderen Vorkenntnisse voraussetzen.

Du brauchst dir also bei einem guten Lehrer zumindest keine Sorgen zu machen, technisch überfordert zu werden.

Allerdings haben die verschiedenen Disziplinen unterschiedliche Ansprüche an die bereits vorhandene körperliche Fitness.

Beispielsweise habe ich mal bei einem Tag der offenen Tür an einem Karate-Probetraining teilgenommen und was sie dort als "Aufwärmen" bezeichneten, war für mich damals das reinste Fitnessprogramm. ;-)

Eigene Erfahrung

Ich selbst trainiere die japanische Kampfkunst Aikido und ich habe im Unterricht ganz verschiedene Menschen erlebt - schlanke und vollschlanke, schüchterne und selbstbewusste, sportliche und unsportliche Mitglieder.

Aikido galt unmittelbar nach der Ankunft im Westen als typische "Frauenkampfkunst" - das ist natürlich Unsinn und Menschen beiderlei Geschlechts trainieren Aikido.

Dennoch ist es aufgrund der runden, harmonischen Bewegungen, für Frauen oftmals attraktiver als die harten Bewegungen einiger anderer Stile.

Weshalb ich persönlich Aikido schätze, habe ich hier ausführlich geschildert, inkl. eines Videos von einem Training.

https://www.gutefrage.net/frage/gute-kampfkunst-gesucht

Ich kann also empfehlen, Aikido zumindest mal auszuprobieren. :-)

Mein Tipp

Suche dir alle Vereine mit entsprechenden Angeboten von Kampfkünsten, Kampfsport und Selbstverteidigungssystemen. Dann informiere dich über die dort angebotenen Stile.

Wenn dir etwas interessant erscheint, vereinbare ein Probetraining - das ist entweder kostenlos, oder gegen eine geringe Gebühr möglich.

So lernst du nicht nur am eigenen Körper und durch eigene Erfahrung, sondern kannst dir auch einen Eindruck von der Atmosphäre vor Ort machen.

Wie sympathisch sind dir Lehrer und Mitschüler? Gibt es dort Konkurrenzdenken? Kommt man gut miteinander aus?

Es kann nämlich gut sein, dass du zwar spontan von einer Disziplin begeistert bist, aber dir die Atmosphäre in einem Verein nicht zusagt. Dann kannst du einfach nach einem anderen Verein mit deiner Lieblingsdisziplin suchen.

Viel Spaß. :-)

Kommentar von Matrjoshka ,

Ich mache auch Aikido und kann dich da anschließen :)

Kommentar von Enzylexikon ,

Vielen Dank für den Stern. :-)

Antwort
von judgehotfudge, 37

Hallo Comatos3,

wie Du an den bisherigen Antworten siehst, empfehlen die meisten das, was sie selbst am besten kennen. Das ist auch normal. Letzten Endes bringt es Dich aber bei Deiner Entscheidungsfindung nicht so viel weiter. Am besten ist es, wenn Du mal ein paar verschiedene Kampfsportarten/Kampfkünste ausprobierst. Es ist schließlich eine sehr persönliche Entscheidung. Die Kampfsportart/Kampfkunst muss Dir Spaß machen und Du musst Dich auch in der Gruppe und mit dem Meister/Trainer wohl fühlen. Alles Dinge, die Du nur durch Ausprobieren herausfinden wirst. Wohlgemerkt: durch Ausprobieren, nicht durch Zuschauen! Ich selbst mache Kung Fu (Shaolin) und würde Dir auch empfehlen, das mal auszuprobieren, weil es sehr vielseitig von den Techniken her ist und Körper und Geist gleichermaßen trainiert.

welche Art ist am besten für Anfänger geeignet?

Eigentlich alle, außer vielleicht MMA.

Antwort
von Seanna, 57

Wenn es eine Schule dafür bei dir gibt: Hapkido.

Ist ein koreanischer Kampfsport, der nicht auf Wettkampf ausgelegt ist, sondern mehr auf Selbstverteidigung und Selbstvertrauen.

Viel Bewegung, Spaß, auch Meditation, Körperlehre, Yoga/Pilates-ähnliche Elemente, sog. Formläufe... Also sehr abwechsungsreich und nicht so aufs Kämpfen ausgerichtet.

Antwort
von IseeTTrueWorld, 33

Es kommt darauf an was du dabei erreichen willst falls du dich zur Wehr setzen willst dann solltest du dich in Richtung Boxen und Thai-boxen otientieren, ich möchte hier niemanden beleidigen aber Aikido und der andere schnick schnack ist hier nicht ernst zu nehmen. In Karate wirst du gelehrt wie man sich als Ballerina bewegt, ich möchte hier keine Kampfsportart in den Dreck ziehen aber in Deutschland werden diese viel zu schlecht gelehrt ich war in einigen ich kenne mich dabei aus und in einem Zweikampf werden dir keine Griffe helfen, egal was du in diesen Werbespots siehst. Mein Fazit ist wenn du im Ring etwas drauf hast dann ist die Straße nichts mehr.

Antwort
von Ashoka26, 28

Also mal Grundlegend - es gibt keinen Anfänger Kampfsport. Trainingsziele, Intensität usw. setzt du dir selbst. Solltest dich eher Fragen ob du defensiv, offensiv, Bodenkampf, Grappling, Standkampf, mehr Technisch, konditionsmäßig oder akrobatisch gefordert/gefördert werden willst. Man kann z.B. nicht sagen Judo ist besser als Muay Thai für Anfänger. Aber ich könnte vorerst vielleicht auf Jiu Jitsu tippen, weil es technisch, defensiv/offensiv ist, im Stand und auf dem Boden gekämpft wird. Ist so zu sagen ein Allrounder. Aber probiers am besten selbst aus, mir persönlich bringt Taekwondo sehr viel Spaß da man viel akrobatisches machen kann (gesprungene Drehkicks usw.), wobei wiederum der spaßige Bodenkampf wiederum aus dem Judo/Jiu Jitsu/Ringen fehlt. Ebenso bringt Muay Thai viel Spaß. Kommt aber auch auf den Verein, den Trainer, den Trainingspartner, die Trainierenden an, ob man sich wohl fühlt. Kannst in jedem Verein mehrmals normalerweise kostenlos Probetraining machen. Ich persönlich finde es auch bisschen komisch mit einer Frau Sparring oder Bodenkampf zu machen - d.h. bisschen Berührungsängste eine Frau an der falschen Stelle anzupacken oder zu feste zu zuschlagen. ^^ Aber normalerweise gibts in jedem Verein auch toughe Mädels mit denen es sich wunderbar Trainieren lässt. Viel Spaß bei deiner Kampfsportfinding! :)

Antwort
von abflussreiniger, 33

Boxen.man macht schnelle fortschritte, baut auch körperliche fitness auf, ist viel wettkampforientierter als z.b Karate und es macht natürlich spaß. Das ist meine meinung, es kann natürlich sein das das überhaupt nichts für dich ist. Ich hab aber schon alles mal gemacht und für mkch ist es das beste. Kommt natürlich auch auf den verein an

Antwort
von DaBiggBoss, 37

Hallo lieber Comatos3

Ich würde dir MMA empfehlen. MMA heisst Mixed Martial Arts also Mischkampfkünste. Wie der Name bereits sagt bietet es ein breites Spektrum an Aspekten und vereint die besten Elemente verschiedenster Kampfsportarten, wie zum Beispiel: Boxen, Kickboxen, Muay Thai, BJJ, Sambo, Judo, Krav Maga, Aikido und viele mehr. Es besteht einerseits aus dem Kampf im Standin dem man Boxt und Tritt (Striking) sowie dem weitaus komplexeren Bodenkampf den man eher im Liegen führt (Grappling). Sollt ich dein Interesse geweckt haben kannst du dich ja mal selbst informieren oder dir ein paar Techniken oder Kämpfe auf YT angucken. Viel Glück noch mit der Wahl deines Kampsportes und liebe GrüßeDaBiggBoss

Antwort
von Nightlover70, 40

Gerade für Anfänger ist Krav Maga aus meiner Sicht zu empfehlen.

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