Frage von IchbineineWand, 34

Gute Kamera für normale qualitative Fotos?

Ich suche eine gute Kamera die gute Fotos, wie zum Beispiel von Personen machen.

Ich habe an die Canon Eos 600D gedacht.

Dann hätte ich gerne ein Objektiv welchen den Hintergrund unscharf machen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von NewQuest, 15

Wenn du das Motiv betonen willst durch Hintergrundunschärfe, musst du die Blende weit aufmachen (f4 z. B.). Dann ist die Schärfentiefe gering. Je höher die Blende, desto mehr Schärfe. Das ist bei allen Kameras so.

Kommentar von IchbineineWand ,

Vielen Dank

Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 5

Kleiner Abstand zwischen Kamera und Objekt zusammen mit großem Abstand von Objekt zu Hintergrund = Hintergrund unscharf (geht auch mit dem Smartphone)

Verbessern lässt sich das ganze dann noch durch

1.eine größere Sensorfläche (ist bei DSLRs zB 600D und vielen DSLMs zB A6000 der Fall)

2. die Lichtstärke des Objektivs (maximal mögliche Öffnung der Blende) zB 50mmF1.8 , kleinerer Wert = besser zB 50mmF1,4

3. die Brennweite, zB 85mmF1.8 besser als 50mmF1,8

Bei üblichen Kitobjektiven (Zoomobjektiv) zB dem 18-55mmF3,5-5,6 hat man das Problem, dass man zwar bei 18mm eine noch ganz ordentliche Blende von F3,5 hat, aber sobald man die Brennweite ehöht also auf 55mm zoomt nur noch F5,6 zur verfügung stehen, also genau dass passiert was man bei maximaler Hintergrundunschärfe eigentlich nicht will.

Besser ist also ein Zoomobjektiv wie ein 17-50F2,8 (nur eine Zahl nach dem F) - dieses kann die F2,8 von 17mm bis 50mm durchgehend halten.




Antwort
von Flintsch, 12

Jedes Objektiv kann einen unscharfen Hintergrund erzeugen. Das ist eine Einstellungssache an der Kamera. Schau dir doch einfach mal ein paar Videos bei YouTube an und such dort nach "Bokeh" (japanisch: Unschärfe).

Interessanter sollte für dich sein, für welchen Anwendungsbereich das Objektiv sein soll. Mit dem Kitobjektiv kannst du schon ein sehr weites Spektrum abdecken. Von der Landschafts- bis zur Portraitaufnahme.

Wenn du dich für Wildtieraufnahmen interessierst, kann ich dir das Tamron 70-300mm empfehlen. Aber da musst du aufpassen, dass du die Version mit Verwacklungsschutz (VC) nimmst.

Antwort
von badtasteNRW, 7

Besorg Dir eine Festbrennweite. Ich habe mein Canon EF 50mm f/1,8 II an einer analogen Canon für 20 Euro bei eBay Kleinanzeigen geschnappt. Sollte aber auch einzeln für 60-70 Euro zu haben sein. Perfekt für Portraits, die den Hintergrund unscharf machen und optimal für scharfe Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen ohne Blitz. Wenn Du einen Canon DSLR hast, geht kein Weg an dem Teil vorbei. Auch wenn man einen ähnlichen Effekt mit dem Kit Objektiv erzielen kann, es ist nicht das selbe. 

Antwort
von christl10, 16

Wer Fotografieren möchte sollte die Grundlagen beherrschen.

Hierzu meine Buchempfehlung für den Anfang:

Um die Blende, Verschlußzeit und ISO näher zu bringen:

Manuell belichten mit der Digitalkamera von SAMJOST Fotografie.

Um scharfe Fotos zu bekommen:

Scharfe Fotos mit der Digitalkamera von SAMJOST
Fotografie. 

Fortgeschrittene die sich mit dem Blitzen befassen sollten das
Buch kaufen:

Heute schon geblitzt? Von Dirk Wächter.

Drei Taschenbücher, die man haben muss!!!

Grundsätzlich sollte man sich überlegen, was für eine Kamera zu
einem paßt.

Nicht für jeden ist eine Spiegelrefexkamera geeignet. Denn oft
möchte man gleich das beste haben, nutzt  aber kaum die Möglchkeiten die
sie bietet. Wer nur mit Automatik fotografieren möchte oder sich nicht mit
Freizeichnen beschäftigen möchte, der sollte sich eine Kompaktkamera kaufen.
Eine SLR ist im Vergleich zur Kompaktkamera ein Monster. Möchtest Du so ein
großes Ding auch wirklich immer mit dir rumschleppen? Wer das scheut, der hat
dann eine teure Kamera für nur zu Hause und nimmt sie nur manchmal mit. Das
macht so keinen Sinn. Daher rate ich zunächst zu einer Kompaktkamera die es
aber in sich hat und auch von Profis als Ersatz genutzt werden. Die Fuji X30
ist so eine Kamera. Man kann mit ihr auch sehr viel manuell einstellen, so daß
man in den ersten Monaten oder sogar Jahren damit gut bedient ist. Sie kostet
dafür auch genauso viel wie eine SLR-Einstiegskamera. Nämlich 440€. Vorteil: Du
kannst sie jederzeit in die Tasche stecken und hast sie problemlos immer dabei,
wenn was ansteht. Persönlich habe ich auch eine Fuji neben meiner teureren SLR.
Meist nutze ich sogar nur die Fuji, denn die Bildqualität ist super und die
Bedienung vielseitig aber sehr einfach. Ich bin mir sicher, die reicht Dir auch
um sehr gute Fotos zu machen. Lass Dich nicht von anderen Kameras wegen deren Mega-Zoom
blenden. Das geht zu Lasten der Bildqualität. Notfalls geht man dem Motiv etwas
entgegen statt zu zoomen. Daher Finger weg von günstigen Bridgekameras. 

Wer mit der Automatik fotografieren möchte, sollte sich keine
Spiegelrefelx holen, sondern eine Kompaktkamera wie die Fuji X30. Mit der kann
man aber auch sehr viel manuell einstellen, wenn es nötig ist. 

Lass Dich auch nicht von den hohen MP von anderen Kameras
blenden. Die MP haben keine Aussage über Bildqualität. Lieber etwas weniger MP
zu Gunsten der Bildqualität. Habe noch eine Kompaktkamera die sehr gut ist mit
10MP, die ist für 90% meiner Fotos ausreichend. Die Fuji X30 hat sogar 12MP,
mehr als ausreichend.

Siehe Video dazu: 

Antwort
von MissMapel, 19

Das mit dem unscharfen Hintergrund liegt nicht am Objektiv sondern das kannst du bei der Kamera einstellen

Kommentar von migebuff ,

Folglich gibt es also keinen Grund, ein 50mm f/1.2 zu kaufen, Man stellt einfach mit dem f/3.5-5.6-Kitobjektiv bei 50mm Blende 1.2 an der Kamera ein, richtig?

Kommentar von MetalMaik ,

@MissMapel Warum antwortest Du, wenn Du keine Ahnung von sowas hast? Die Blende ist im Objektiv und nicht in der Kamera (auch wenn man sie über die Kamera einstellen kann) und mit einem lichtschwachen Kitobjektiv wirst Du niemals die gleiche Unschärfe erzeugen können, wie mit einem lichtstarken Objektiv mit z.B. Blende f/1.2 oder f/1.4. 😝

Aber wenn Du es so genau weißt, zeig uns doch bitte mal, wie Du mit Deinem Kitobjektiv (falls Du sowas hast) Blende  f/1.4,f/1.2 oder f/1.0 an der Kamera einstellen kannst. 😁

Kommentar von MissMapel ,

Es gibt eine Funktion (AV/TV ich bin mir nicht ganz sicher welches) die dafür da ist

Kommentar von MetalMaik ,

Der AV Modus an der Kamera ist die Zeitautomatik (man kann ISO und Blende selbst einstellen, die Belichtungszeit gibt die Kamera vor). Und der TV Modus ist die Blendenautomatik (ISO und Belichtungszeit wählt man selbst, die Kamera  wählt die passende Blende). Aber auch, wenn man die Blende über die Kamera einstellen kann, befindet sie sich trotzdem im Objektiv. Bei älteren Objektiven hat man die Blende auch noch direkt am Objektiv eingestellt.

Kommentar von MetalMaik ,

Allerdings liegt es nicht nur am Objektiv und dessen Offenblende, wieviel Unschärfe man erzeugen, da spielen auch noch andere Faktoren eine wichtige Rolle: die Sensorgröße der Kamera, der Abstand zwischen Kamera und Motiv und der Abstand zwischen Motiv und Hintergrund.

Umso größer der Sensor der Kamera ist, umso besser läßt sich Tiefenunschärfe erzeugen (mit Handys ist es daher so gut wie unmöglich). Und umso näher das Motiv an der Kamera ist und umso weiter der Hintergrund vom Motiv entfernt ist, umso größer wird die Tiefenunschärfe. Und um so offener die Blende im Objektiv ist (also umso kleiner der Blendenwert ist), umso größer wird die Tiefenunschärfe (und umso kürzer wird der Schärfebereich).

Kommentar von migebuff ,

Die Blende ist das Verhältnis von Objektivbrennweite zu Objektivdurchmesser. Ich schließe mich MetalMaik an - bitte zeig uns, wie du durch eine Einstellung an der Kamera diese physikalischen Gegebenheiten änderst.

Kommentar von MetalMaik ,

Jupp, den Trick würde ich auch gerne kennen 😉 Was könnte ich für Astrofotos machen, wenn ich die Blende bei meinem Ultraweitwinkelobjektiv auf f/1.0 stellen könnte, statt auf f/2.8 😀

Kommentar von MissMapel ,

Ich kopiere mal das was man auch in diversen Foren findet über die Funktion Av:

"Av: Hier gibst Du die Blendeneinstellung des Objektives vor. Je größer die Blende ( also je kleiner die Blendenzahl) desto mehr Licht kommt auf den Sensor und um so kürzer wird die Belichtungszeit. Die Blendenöffnung aber betsimmt auch die Tiefenschärfe, also den bereich, im welchen das Motiv scharf wird. Je größer (kleiner die Zahl) die Blende, desto kleiner dieser Bereich."

Kommentar von migebuff ,

Was willst du uns jetzt damit sagen? Wir wissen, wie unsere Kameras funktionieren. Für die Einstellung der Blende ist im Übrigen die Einstellung der Blende interessant - nicht irgendeine Halbautomatik, die diese übernimmt.

Hier gibst Du die Blendeneinstellung des Objektives vor.

Oh, wie lehrreich. Und wovon ist die größtmögliche Öffnung des Objektivs deiner professionellen Meinung nach abhängig? Vom Objektiv vielleicht? Nein, natürlich nicht, das wäre ja in höchstem Maße abwegig. Sie ist natürlich von irgendeinem Automatikprogramm in irgendeiner Kamera abhängig. Weil man mal irgendwo irgendwas gelesen hat, das da was eingestellt werden kann.

Kommentar von nextreme ,

"Av: Hier gibst Du die Blendeneinstellung des Objektives vor. Je größer
die Blende ( also je kleiner die Blendenzahl) desto mehr Licht kommt auf
den Sensor und um so kürzer wird die Belichtungszeit. Die
Blendenöffnung aber betsimmt auch die Tiefenschärfe, also den bereich,
im welchen das Motiv scharf wird. Je größer (kleiner die Zahl) die
Blende, desto kleiner dieser Bereich."

Das ist bis auf das Wort "Tiefenschärfe" richtig, semantisch richtiger ist übrigens "Schärfentiefe", genau wie bei "Hundekuchen" wo es sich um den Kuchen dreht nicht um um den Hund.

Aber wenn Du mal genau drüber nachdenkst, kann die Kamera die im Objektiv befindliche Blende nunmal nur soweit öffnen, soweit es das Objektiv auch zulässt. Und das steht da sogar drauf.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fotografische_Blende#/media/File:Lenses_with_diffe...

Bei einem 18-55mmF3,5-5,6 kann man nunmal die Blende bei 55mm nicht weiter als 5.6 öffnen.  Genau deshalb gibt es für Portraits Festbrennweiten mit einer Lichtstärke von F1.8, aktuell bis hin zu F0.85.

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