Frage von AllyThreadgoode, 28

Gute Insider-Tipps für Reisen und Wochenendtrips in Ecuador?

Hallo liebe Community,

ich bin jetzt schon eine ganze Weile in Ecuador, mache hier ein FSJ, und ich hab auch schon ein bisschen was gesehen. Natürlich haben mir auch schon Leute von hier Orte empfohlen, aber ich dachte, ich frag einfach mal nach, ob noch jemand einen Insidertipp hat: Etwas, das man unbedingt gesehen haben sollte, vielleicht auch etwas, das nicht so bekannt ist. Über ernst gemeinte Antworten freue ich mich! :-)

LG,

Ally

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von null815nicname, 10

Mehrtägige Ausflüge ins Amazonastiefland;Das geht in Ecuador viel problemloser als in anderen Ländern, weil man da relativ schnell dort ist und trotzdem moderate Preise zahlt. Da gibts mehrere Möglichkeiten:

Cuyabeno, sehr schön, gut organisiert (mit 3 Mahlzeiten und einem Bett etc) ziehmlich touristisch, dafür aber auch bezahlbar. Man kann mit relativ wenig Anstrengung viele der typischen Regenwaldbewohner sehen, mit viel Glück sogar mal einen Rosa Delphin

Yasuni, meistens sehr teuer (eigener Guide, um 100§ pro Tag mit Verpflegung), sehr anstrengend, dafür aber sehr wenig touristisch; expeditionscharakter, man kann sehr scheue, seltene Tiere beaobachten, evtl darf man mit der Hängematte bei einer Huaoranifamilie übernachten. Es lohnt sich sehr, aber man muss gut auf einen seriösen, kundigen Anbieter achten, besonders wenn man da Menschen besuchen möchte. Natürich verdienen die Familien ein bisschen was daran, man muss aber aufpassen, das es wirklich ein Besuch wird und kein "beglotzen" o.ä. Man muss auch "Dschugelfest" sein, am besten sollte man schon mal ein bisschen Zeit im Regenwald verbracht und eine gewisse Grundfitness haben

Lagune Limoncocha, eignet sich sehr gut auch für kürzere Besuche, weil man ins Dorf Limonchocha mit dem Bus fahren kann; Hier kann man wirklich hervorragend Kaimane mit ihren Jungen beobachten, auch viele Vögel. Die Lagune hat ein ganz eigenes Flair, anders als ich es bis dahin vom Regenwald kannte. Besonders sind die vielen Lumineszierenden Insekten, die es in Hülle und Fülle auf den Schwimmpflanzen gibt. Hier kann man auch mal versuchen, einen Piranha zu angeln, das ist zum Bespiel in Cuyabeno verboten, weil es zu viele Touristenboote gibt. Allerdings ist die Zivilisation sehr nah an der Lagune, man kann die Ölförderanlagen im Dorf Limoncocha hören

Touren rund um Tena, Ahuano; die sind sehr schön, allerdings sieht man hier keine (oder kaum) größeren Tiere und der Regenwald präsentiert sich ganz anders als im Tiefland, aber deshalb nicht weniger schön. Nur eben ganz anders; Landschaftlich sehr schön, man kann viele Ausflüge machen, zum Beispiel Führungen zum Thema Medizinalpflanzen oder regionaltypische Landwirtschaft/lebensweise. (Hostel Tipp in Tena, Hostal Pakay!) Wirklich spektakulär und sehr wenig bekannt ist der ca 30 m hohe Aussichtsturm der Regenwaldstation Jatun Sacha. Man darf keine Höhenangst haben, nicht beim TÜV arbeiten und kein Problem mit 10 cm breiten, schwankenden Leitern haben, die man nur mit dem Klettergurt ersteigen sollte. Dann wird man mit einem wahnsinns Ausblick belohnt. Allerdings muss man vorher ca. 30 Minuten durch den Wald laufen (schlammig). Die Laguna Azul (am oberen Rio Jatun Yaku) bei Tena ist ebenfalls sehr schön, hier hat man wunderschöne Landschaft, mit kristallklarem Wasser zum Baden und Regenwald rundum (man braucht dafür keinen Guide, aber es gibt keinen Bus dahin, also Taxi und/oder per Anhalter. Eine Komunidad kümmert sich darum, deshalb kostet es etwas Eintritt, ca. 4 $). Außerdem ist Tena meiner Meinung nach der beste Ort zum Kayaking und Rafting in Ecuador. Wirklich schön sind auch die Wasserfälle "Pimpilala" (Schmetterlingswasserfälle"), da kann man auch einen Wasserfallwanderung in (!) den Wasserfällen machen. Empfehlen kann ich auch einen Ausflug zu den Casacadas de Latas bei Mishualli, da braucht man nicht unbedingt einen Guide und anschließend ein Abstecher nach Puerto Misahualli mit seinen Affen und dem schönen Badestrand. Es gibt eine Reihe von Hölen in der Umgebung, öffentlich zugänglich sind nur die Cuevas Jumandi. Manche Familien haben zugängliche Hölen auf ihren Grundstücken, aber ohne Kontakte kommst du da eher nicht rein. (wenn dich das interessiert, ich kann mal bei Bekannten für dich nachfragen). In der Gegend kann man auch an einem Ayahuasca Ritual teilnehmen, falls dich sowas interessiert. Da muss man aber auch sehr genau auf seriöse Schamanen achten (frag zum Beispiel mal bei den Volutären in Jatub Sacha)

So mir fällt noch VIEL mehr ein, aber das sprengt den Rahmen :-D Viel Spaß! Schreib doch mal, was du gemacht hast und wie es dir gefallen hat!



Antwort
von tilonorinco, 9


Meine Ziele, die sich gelohnt haben:



Mindo: Da wohnte ich. Ein kleiner Ort im Nebelwald.
Abenteurtourismus (Canyoeing, BungeeJumping etc.), Wandern (Die
fünf-Wasserfälle-Tour!), Vogelbeobachtung. Ich empfehle einen
vegetarischen Burger im Cafe Inti Killa und wenn man Deutschland
vermisst ein deutsches Brot in der Reposteria.

Quilotoa: Eine Lagune in den Anden. Hier kann man drumherum auch sehr gut wandern, nur die Busanbindung ist nicht ganz so gut.

Otavalo: Berühmt für den Markt. Wenn man Alpackadecken mitbringen
will, muss man hierhin! Feilschen, Handeln… Und man kann die Lagune
Cuicocha in der Nähe besuchen.

Cuenca: Eine sehr schöne Stadt in den Anden. Drumherum lohnt sich
der Nationalpark Cajas und die Inka-Ruine Ingapirca (zwar nicht Peru,
aber die größte Inka-Ruine Ecuadors).

Mompiche: Ein sehr kleiner Ort an der Küste abseits von allem.
Selbst die Busanfahrt dauert und dauert – aber es lohnt sich. Die Insel
Portete mit Karibikähnliche Strand sollte dann auch besucht werden.

Canoa: Surferort. Ich mag es nicht, aber es soll erwähnt werden,
weil sehr vielen diesen Ort lieben. Am Wochenende geht hier groß Fiesta,
unter der Woche ist tote Hose.

Puerto Lopez: Ausflugsstarterort am Strand. Puerto Lopez an sich ist
nicht schön – aber man kann von hier aus zu der Isla de la Plata, dem
Galapagos für Arme fahren und das Dorf Agua Blanca und den Strand Los
Frailes besuchen.

Montañita: Ballermann für Ecuador. Ein absoluter Party-Ort. Tagsüber
recht träge mit vielen Makramee-Künstlern, aber abends geht die Party.
Gut, wenn man mall die Schnauze voll von spanischer Salsa-Musik hat!

Oriente: Oriente! Hier kommt man nur mit einer gebuchten Tour rein.
Wir wählten dafür eine fünf-tägige Kanutour aus, von ‘Magic River
Tours’. 300 USD für einen Guide, einen Koch und tägliche Touren ins
Reich der Brüllaffen, Papageien und Kaimane.


Hoffe ich konnte dir behilflich sein, das waren meine Highlights während meinem Jahr drüben :)
Sorry für die komisch Konvertierung, keine Ahnung warum das so aussieht.


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