Frage von xXglowstoneXx, 17

Gute Anfänger Kamera für kleines Geld?

Hallo zusammen!
Ich habe mir überlegt, mir zu Weihnachten eine Kamera zu wünschen weil ich in letzter Zeit meine Leidenschaft fürs fotografieren entdeckt habe. Sie sollte nicht zu teuer sein und trotzdem eine zufriedenstellende Qualität haben (zumindest besser als mein Handy (8 Megapixel)). Wie gesagt bin ich Anfänger und brauche deshalb keine Profi Ausstattung. Ich dachte ich fang mal klein an..:D Ich hoffe jemand kann mir etwas passendes empfehlen und im besten Falle auch eigene Erfahrungen berichten.
Danke im Vorraus!

Antwort
von Skinman, 11

Die Einstellung "brauche als Anfänger keine Profi Ausstattung" hatte das letzte Mal Ende der 90-er Jahre eine gewisse Berechtigung - leider. Heutzutage dagegen gibt es keine preisgünstigen Kameras mehr, die zugleich ausreichenden Zugriff auf sämtliche bildwichtigen Parameter bieten. Im Gegenteil wird in dem Segment teilweise der Benutzer von der Einflussnahme so weit wie möglich entkoppelt, um ihm nur ja nicht die Möglichkeit zu geben, ein Bild zu "versauen" und womöglich daraus etwas zu lernen.

Acht oder sogar nur sechs Megapixel würden demgegenüber völlig ausreichen, selbst für Ausdrucke in nahezu beliebiger Größe, weil mit der Größe ja auch der Betrachtungsabstand wächst. Mit mehr Pixeln gewinnt man nur mehr Spielraum für Ausschnittvergrößerungen, verliert aber womöglich an Dynamikumfang und Empfindlichkeit (beziehungsweise das Bild rauscht dann bei hohen Empfindlichkeiten einfach zu sehr - je kleinere Pixel, desto größer das Rauschen. Vereinfacht gesagt.)

Über den Themenkomplex aus Sucher, Sensorgröße, Fokussierung und selektive Schärfe hab ich heute hier schon was geschrieben:

https://www.gutefrage.net/frage/welche-spiegelreflexkamera-wuerdet-ihr-empfehlen...

In Kurzform: Meiner Ansicht nach brauchst du mindestens einen APS-Sensor, besser Vollformat.

Dazu kommen folgende weitere Anforderungen:

- möglichst direkter Zugriff auf alle bildwichtigen Parameter, also Blende, Verschlusszeit, Brennweite, Empfindlichkeit

- idealerweise Spot-Belichtungsmessung auf unter 2% Bildfläche, obwohl das heute mit den Histogrammen nicht mehr absolut entscheidend ist - es kann aber nach wie vor Zeit und damit ein gutes Bild kosten;

- und Speicherung der Bilder im RAW-Format, möglichst ohne doofe Einschränkungen wie dass Serienaufnahmen dann nur noch super langsam gehen oder dergleichen. Sonst fehlen am Ende wichtige Möglichkeiten, etwaige Fehler nach der Aufnahme noch zu korrigieren.

So mit die günstigste Vollformat-Alternative, die das alles bietet, wäre eine gebrauchte Sony Alpha 900, da kommst du knapp unter 9000 Euro raus (ohne Objektiv), und die hat auch ihre Nachteile. Im APS-Bereich ist die Auswahl breiter, Pentax, Nikon D300S, auch Samsung, aber da muss man sich dann das System angucken und gut überlegen. Und dazu braucht man eigentlich schon etwas Erfahrung, um zu wissen, was man will. Deswegen muss man sich mit der Realität einfach anfreunden, dass man eh über kurz oder lang mehr Kohle nachschießt als geplant, noch mal das System wechselt oder ein zweites dazu kauft...

Immer wieder hilfreich finde ich in dem Zusammenhang den Text "Building a 35mm SLR system" von Philip Greenspun auf photo.net, dessen Link ich dir jetzt hier aufgrund der Spam-Beschränkung nicht direkt reinkopieren kann. Du kannst ja mal versuchen, das mit dem Cropfaktor zu verstehen und dann dessen Empfehlungen mit einer APS-Knipse nachzuvollziehen, da kämst du eventuell die ersten paar Monate so mit 1200 Euro hin.

Unterschätze in dem Zusammenhang keinesfalls die Bedeutung des Stativs nebst Kugelkopf und Schnellverschluss. Es eröffnet dir Zugang zum sehr wichtigen Parameter des exakten, intendierten und reproduzierbaren Bildausschnitts. Da machen Billiglösungen einen ebenfalls nicht glücklich, wenn beispielsweise der Ausschnitt sich allein schon dadurch verändert, dass man den Kugelkopf festzieht. Ein gutes Stativ ist eine Investition, da es auch den einen oder anderen Systemwechsel überstehen wird, ohne dass man zwingend ein anderes braucht.

Kommentar von Skinman ,

(meinte natürlich 900 Euro für die Sony!)

Antwort
von Wiggum34, 13

http://www.nikon.de/highlights/Kompaktkameras/Bridge-und-Premium-Kompaktkameras/...

Für den Anfänger sicherlich nicht verkehrt und in meinen Augen das Beste für's Geld. Später dann eine Kamera die dir mehr Freiheiten ohne Vollautomatik bietet.

Antwort
von PfrageXL, 17

Habe die lumix tz25, also Qualität ist echt super finde ich für eine kompakte aber mir fehlen manchmal die schnellen Einstellungen für manuelle Belichtung, ISO usw aber lässt sich trotzdem alles einstellen. Die automatik ist perfekt bei den Lumix tz Modellen, gibt ja mittlerweile neuere. Also für den Anfang kann ich diese Reihe echt empfehlen und preislich auch in Ordnung ;)

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Kamera, 11

Hallo xXglowstoneXx,

eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen passen muss. Deshalb empfehle ich Dir, nicht zu sehr auf andere zu hören bei der Kamerawahl. Meistens empfiehlt jeder seine eigene Kamera, ohne überhaupt andere aus eigener Erfahrung zu kennen. Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und sie muss zu Deinen fotografischen Schwerpunkten und Ansprüchen passen, und die kennen wir nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt!), lässt Dich dort beraten und probierst verschiedene Modelle aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Antwort
von prelude89, 6

OK, Ich empfehle dir eine RX100.

Sie hat einen relativ großen Sensor (damit meine ich nicht die Anzahl von Pixeln), so das Freistellen schonmal möglich ist. Sie hat im Durchschnitt ein einigermaßen lichtstarkes Objektiv. Sie ist kompakt "die beste Kamera ist ja vor allem jene, welche man auch dabei hat". Und wenn Du eine EyeFi-Speicherkarte benutzt, landen die Bilder ca 30sec nach dem Auslösen per WLAN auf dem Smartphone oder Tablet.

Da es inzwischen schon die 4Version gibt, ist diese Erste inzwischen relativ günstig, aber keines Falls veraltet.

Die gabs für meinen Sohn zu vorletzte Weihnachten.

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