Frage von Markus01578, 24

Gutachter der BG wegen der BK 4103 Asbeststaublunge, desweiteren habe ich weitere Lungenkrankheiten: COPD Gold 3-4 Lungenemphysem 3 - 4 und mehr?

Hallo ich war heute bei einem Gutachter der BG wegen der BK 4103 Asbeststaublunge, desweiteren habe ich weitere Lungenkrankheiten: COPD Gold 3-4, Lungenemphysem 3-4 chronische Rechtsherzbelastung mit pulmonaler Hypertonie. Die Exposition mit Asbest erfolgte in den Jahen 1986 bis 1990.

Der Gutachter sagte mir das es wohl als Berufskrankheit anerkannt wird aber eine MDE würde nicht vorliegen! Da ja nur die Pleura belastet sei, obwohl die Fasern durch die ganze Lunge müssen! Bei mir wurde im Februar 2016 eine Thorakspiegelung durgeführt, bei der Pleuraplaqs und Gewebeproben der Lunge entnommen und histologisch gesichert wurden und eindeutig Asbestfasern festgestellt wurden! Seit dieser OP kann ich keine 100 Meter mehr laufen,bin also auf Rollator bzw.: Elektromobil angewiesen Soll ich wenn eine Bescheid kommt diesen Akszeptieren oder Nicht? Ich fühle mich etwas veralbert durch den Gutachter.Und bin deshalb unsicher! We kann mir helfen?

Antwort
von Lumbago666, 12

Falls die damalige OP wegen der Berufskrankheit notwendig war, sind auch die daraus entstandenen Folgen als mittelbare Folgen der Berufskrankheit zu sehen. Das gilt auch, falls es bei der OP zu einem Behandlungsfehler oder zu Komplikationen (neues Ereignis) gekommen ist = Mittelbarer Folgeschaden.  

Bei den Beschwerden, die Du beschreibst, ist eine MDE von weniger als 20 v.H. ungewöhnlich wenig, soweit die Beschwerden auch Folge der BK sind.

Mir scheint es ein wenig so, dass der Arzt einen Zusammenhang selbst nicht herleitet. Dann wäre es folgerichtig, dass er sich nur auf die Pleuraplaques und den daraus resultierenden Lungenfunktionsschaden bezieht. Dann wäre auch die MDE nachvollziehbar. 

In einem möglichen Widerspruch müsste man sich auf diesen Irrtum und auf die vorherige OP und deren Folgen beziehen. 

Ich würde in Deinem Fall dringend dazu raten, einen geeigneten Rechtsbeistand hinzuzuziehen. Hier empfiehlt sich ein Fachanwalt für Sozialrecht.

Warum, ein Anwalt ist doch teuer? Ja. Aber hier geht es um weit mehr Geld als die Kosten eines Anwalts. Hier geht es um lebenslange Rentenleistungen, die neben Arbeitsentgelt gezahlt werden und im Alter die Gesamtrente deutlich erhöhen (DRV rechnet nur teilweise an). 

Falls Du dir keinen Anwalt leisten kannst bzw. keine Rechtsschutzversicherung hast, setze dich trotzdem mit diesem in Verbindung. Ggf. kann er eine Prozesskostenhilfe klären. Falls Du Gewerkschaftsmitglied bist, viele Gewerkschaften haben eine Rechtsschutzversicherung für Sozialrecht mit im Beitrag. 

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