Gutachten nach Autounfall von Versicherung?

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9 Antworten

Hallo Eduardo66,

ich füge Dir hier mal Ausführen der Rechtsanwälte Mombach und Niersbach die unter folgendem Link zu finden sind an:

http://www.autounfall-rechtsanwalt.de/autounfall-hilfe/autounfall-sachverstaendiger.html

Sachverständige

Die Kosten für einen Sachverständigen muss die Versicherung des Gegners des Autounfalls zahlen, wenn einen an dem Autounfall kein Verschulden trifft und der Unfallschaden, der kein Bagatellschaden ist, den Betrag von 715 EUR netto übersteigt. Ein Sachverständiger sollte immer dann eingeschaltet werden, damit man nicht Gefahr läuft, einen zu geringen Geldbetrag von der Versicherung zu erhalten. Der Geschädigte hat nach einem Autounfall die freie Wahl des Sachverständigen. In keinem Fall sollte man nach einem unverschuldeten Autounfall den Sachverständigen, den die Versicherung der Gegenseite beauftragen will, akzeptieren. Hierzu ist man in keiner Wiese verpflichtet! Vorsicht ist auch geboten, wenn man den Unfallschaden nach einem Kostenvoranschlag abrechnen will.

Ob man damit wirklich schlechter fährt, wenn man den Gutachter der gegnerischen Versicherung nimmt, lasse ich mal dahingestellt.

Zumindest gibt es strenge Regularien, die genau festlegen, welche Kosten in welcher Höhe durch den Gutachter zu ermitteln sind und diese Regularien gelten natürlich auch für Gutachter der gegnerischen Versicherung.

Schöne Grüße
TheGrow

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Kommentar von KfzSVnrw
16.06.2016, 14:08

Zumindest gibt es strenge Regularien, die genau festlegen, welche Kosten in welcher Höhe durch den Gutachter zu ermitteln sind und diese Regularien gelten natürlich auch für Gutachter der gegnerischen Versicherung.

Das wäre schön, wenn dem so wäre.

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Du hast das Recht selber einen eigenen unabhängigen Kfz-Sachverständigen deines Vertrauens zu beauftragen. Die Kosten, die für dieses Schadensgutachten anfallen gehören zum Schaden und sind von der gegnerischen Versicherung zu erstatten. Die gegnerische Versicherung hat kein grundsätzliches Besichtigungsrecht.

Ausnahme: ein für dich erkennbarer Bagatellschaden mit von dir geschätzten Reparaturkosten unter 715 € . Bei einer Türerneuerung liegst du deutlich höher.

Die Daten des Verursachers legst du bei deinem Sachverständigen vor. Anhand des Kennzeichens des Verursachers kann dein Sachverständiger dann abfragen wo dieser versichert ist. Wenn du ihm eine Abtretung in Höhe des Gutachtenhonorars unterschreibst, dann brauchst du auch nicht in Vorkasse zu treten.

Die Versicherungen versuchen natürlich gerne ihren eigenen Sachverständigen bzw. einen ihrer Wahl zu beauftragen, der nach ihren Vorgaben arbeitet.

Du kannst dir selber überlegen ob es objektiv korrekt ist, wenn derjenige, der den Schadenersatz zahlen muss gleichzeitig bestimmt wie viel er zahlt. Daher überlege dir ob du den Termin mit dem Sachverständigen der gegnerischen Versicherung nicht besser absagst.

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Moin,

na ja, der Gutachter arbeitet natürlich im Auftrag der Versicherung und wird den Schaden - vorsichtig gesagt - nicht ausufern lassen :-)

Andererseits erweist er seinem Auftraggeber, der Versicherung, sicher auch einen Bärendienst, wenn der den Schaden nun besonders klein rechnet und der Versicherer nachher einen Prozess an der Backe hat, der ein Vielfaches kostet. Den Stress braucht er auch nicht.

Schau ihm einfach auf die Finger und frage, wenn Dir etwas unklar ist, und warte sein Gutachten ab. Da kannst Du immer noch reagieren, wenn das grob daneben ist.

Überlege nur vorher, ob Du dein Auto reparieren lässt oder nicht. Das wäre recht wichtig.

Gruss

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Kommentar von DerHans
15.06.2016, 23:15

Es geht hauptsächlich darum zu sehen, ob an der Tür bereits Vorschäden waren. Das würde den Schadensersatz natürlich begrenzen.

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Sinnvoll ist es, als Geschädigter den Gutachter selbst zu bestimmen.

Ich empfehle dafür entweder einen Sachverständigen vom TÜV oder von der DEKRA zu nehmen.

Am einfachsten ist es, das Fahrzeug in eine Kfz-Werkstatt zu fahren, die Schadenserstattung der Versicherung an die Werkstatt abzutreten und die Werkstatt beauftragen - alles erforderliche in die Wege zu leiten.

Dies sollte man so auch der gegnerischen Versicherung mitteilen.

Gruß N.U.

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Den Gutachter der gegnerischen Versicherung musst du nicht an dein Auto lassen. Teile ihnen mit, dass du einen freien Gutachter beauftragt hast und dieser zeitnah sein Gutachten einreichen wird.

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Oft ist man besser dran, selbstceinen Gutachter zu beauftragen. Den muss - solange das Honorar im Rahmen liegt - auch der Unfallverursacher bzw. dessen Versicherung bezahlen.

Das solltest Du aber der Versicherung rechtzeitig mitteilen.

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Kommentar von Eduardo66
15.06.2016, 20:55

Naja er kommt schon morgen früh vorbei. Kann ich ihm denn danach sagen, dass ich mit dem "Gutachten" von ihm nicht zufrieden bin und einen selbsteigenen Gutachter rufen werde?

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Kommentar von bronkhorst
15.06.2016, 21:03

Wenn beide Gutachten dann zu ähnlichen Ergebnissen kommen, kann es dann zum Streit darüber kommen, ob Du die Kosten des zweiten Gutachtens nicht unnötig verursacht hast.

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Der Gutachter ist Unabhängig und wird dich nicht über s Ohr hauen, da hätte der nichts von.

Der Schaden wird nach bestimmten Listen berechnet, jedes zu ersetzende Teil , Arbeitsaufwand, Leihwagen usw. Da wird korrekt gerechnet, keine Angst.

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Kommentar von Eduardo66
15.06.2016, 20:56

Naja wie unabhängig ist er denn, wenn er von der Versicherung des Unfallverursachers geschickt wird?

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Du hast die freie Wahl eines unabhängigen Gutachters.

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