Frage von TheWulfScooter, 87

Günstige Spiegelreflexkamera welche?

Hallo. Ich suche eine günstige Spiegelreflexkamera mit der ich qualitativ hochwertige Aufnahmen machen kann. Das Problem ist nur ich habe nicht allzuviel Geld zur Verfügung. Also es sollte schon eine Markenkamera sein. Keine NoName. Natürlich sollte man alle Kameraeinstellungen manuell managen könen. (Blende, Verschlusszeit, ISO usw.... .) Viel für wenig Geld wäre schön. :D Was könnt ihr mir da empfehlen? :D

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Airbus380, 11

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es hier:  

 https://r.srvtrck.com/v1/redirect?url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FBi...

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta)
koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis
riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Expertenantwort
von Crack, Community-Experte für Auto, 51

Ich unterstelle mal das Du Anfänger in Sachen Fotografie bist?

Natürlich ist es nie falsch gleich mit einer DSLR zu beginnen - wenn Du aber nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung hast solltest Du das nochmal überdenken.
Denn nur mit dem Body und einem Standardobjektiv ist es nicht getan.
Früher oder später wirst Du Dir mindestens ein 2.Objektiv wünschen, vielleicht auch weiteres Zubehör das richtig ins Geld gehen kann.

Ich würde Dir für den Anfang zu einer Bridgekamera raten.
Die hat eine ähnliche Ausstattung und Bedienung wie eine DSLR, ist aber deutlich preiswerter.

Brauchbare Bridgekameras gibt es schon für 250€,
für das Geld bekommst Du sonst vielleicht gerade einmal den preiswertesten Body eines DSLR-Herstellers - also ohne Objektiv.

Merkst Du dann das Dir das Ganze auch nach Monaten noch Spaß macht kannst Du über eine DSLR nachdenken.

Kommentar von Naiver ,

@Crack hasts gesagt... Spiegelreflex war früher nötig für Wechselobjektive. Klar kann man heute sehr gute DSLRs auch gebraucht günstig schießen, doch ich würde für geringeres Geld heute mit der empfohleen Bridge beginnen. Und... *flüster* die Sucht nach Wechselobjektiven wirst du später noch verfluchen! ;- ))

Lumix/Panasonic, Olympus bringen sehr gute Bildqualität bei weniger Geld als Spiegelreflex... Mein Tipp: Mach soviel wie möglich Tests vor Fotoläden (und nimm die Bilder mit nach Hause) und eben mit Fotofreunden (so lernt man auch nette Fotografen kennen. ;- )

Kommentar von Crack ,


Und... *flüster* die Sucht nach Wechselobjektiven wirst du später noch verfluchen! ;- ))

Naja, ist sicher auch eine Sache der persönlichen Meinung.

Ich denke unbestritten ist das ich mit verschiedenen Objektiven und einer guten DSLR unter allen Bedingungen bessere Bilder machen kann als jemand mit einem 18-300 Objektiv oder einer Bridge...

Der Nachteil aber ist:
Du schleppst immer 2 oder 3 Objektive mit herum oder hast im Zweifel das Passende nicht dabei.
Außerdem ist da natürlich der Preis.
Meine D7200 kostete 950€, die 3 Objektive die ich habe etwa 1600€, dazu noch ein paar Filter, Blitz, usw. und für meine "Amateurausrüstung" habe ich somit ca. 3400€ ausgegeben.

Deshalb auch der Tipp mit der Bridge, denn die reicht für die allermeisten Situationen völlig aus.

Kommentar von Naiver ,

Verzeih, ich hatte den Daumen aus versehen geklickt...
Nein, Crack, es kommt weniger auf eine "Meinung" an, denn die unzweifelhaften Geldausgaben für dann nur selten genutzte Wechselobjektive sind faktisch sehr hoch. Natürlich, es soll egal sein wofür man sein Hobbygeld ausgibt und ich will dir gerne zugestehen, dass nun gerade du aus 1600,-€ bestimmt auch für 1600,-€ Freude schöpfst oder sogar Honorare?
Grundsätzlich wird man das Euro-Grab von Wechselobjektiven jedoch nicht in Abrede stellen können. Ich gehöre zu denen, die viel mehr Objektive als echte vernünftige Einsätze dafür habe. Ohne Superweitwinkel und Superteles und Superlichtstarke gehts nämlich prima auch! Insoweit ist dein Denken schon bestritten ;- ))

Kommentar von Crack ,

Ohne Superweitwinkel und Superteles und Superlichtstarke gehts nämlich prima auch! Insoweit ist dein Denken schon bestritten ;- ))

Ohne DSLR, ohne Bridge oder ohne Kleinbildkamera für 50 € geht es auch - dafür haben wir ja ein Smartphone mit Minisensor...

Antwort
von tactless, 54

Was ist denn für dich wenig Geld? Und vor allem warum soll es dann eine DSLR sein wenn du wenig Geld hast? Das teuerste beim fotografieren sind die Objektive. Und wenn du nicht so viel Geld hast, wäre vielleicht eine Bridgekamera für dich besser geeignet. 

Oder meinst du, weil die professionellen Fotografen alle mit DSLRs fotografieren, dass du automatisch auch solch Bilder machen kannst? 

Antwort
von christl10, 33

Man kann Dir keinen Rat geben, wenn Du uns nicht mitteilst wieviel Du ausgeben möchtest. Unter 400€ lohnt es sich nicht in einer Spiegelrefelxkamera zu investieren. Wenn, dann hat man nur das Einstiegsmodell. Vielleicht genügt das Deinen Erwartungen dann nicht mehr. Also schau auch mal nach Kompaktkameras bis 300€. Bis 200€ lohnt es sich in ein  Handy mit guter Kamera zu investieren. 

Antwort
von 2Sweet, 56

Also ich weiß zwar nicht was für dich "wenig Geld" ist, aber empfehlen kann ich dir Nikon Kameras, die sind preis-leistungs-technisch echt gut :) Ich persönlich habe die Nikon D3200, die macht tolle bild und video aufnahmen :D Hoffe ich konnte helfen.

LG 2Sweet

Antwort
von Christophror, 48

Was ist für dich wenig Geld?

Antwort
von Silverhead2010, 43

Was heisst nicht so viel Geld? 

Du willst eine bestimmte Leistung (kamera manuell managen, Blende, Verschlusszeit, Iso....) aber sagst nicht wieviel Geld du ausgeben magst. Unter 350,00 € kannst das jedenfalls "knicken", sorry.

Also was kannst du locker machen maximal?

Antwort
von timeckert, 12

Wenns ganz günstig sein soll dann einfach eine gebrauchte dslr kaufen. ich empfehle dafür nikon d5300

Antwort
von habakuk63, 15

Du möchtest Blende und Verschlusszeit manuell "managen", dafür solltest du überlegen, welche Aufnahmen du erstellen möchtest.

Für die Qualität der Aufnahmen ist zum Überwiegenden Teil das Objektiv verantwortlich. schlechtes objektiv + gute Kamera = schlechte Qualität

schlechte Kamera + gutes Objektiv = gute Qualität, solange nicht im Grenzbereich von Kamera oder Objektiv gearbeitet wird.

Du solltest SEHR auf gute Objektive achten und dort nicht sparen. Nach x-Jahren kannst du einfach die beste Kamera des Herstellers kaufen und alle (alten) Objektive passen immer noch.

Ich habe für meine Objektive das mehrfache ausgegeben im Vergleich zu meiner ersten Kamera. Aber die Objektive habe ich immer noch, die Kamera schon lange nicht mehr.

Antwort
von FoxundFixy, 24

Es gibt keine NoName-Spiegelreflexkameras.Und manuell einstellen kann man auch mit jeder.

Wieso wollen eigentlich immer alle das Beste haben und wollen nichts ausgeben?

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