Frage von Shikur0, 56

Günstige Kamera: Ältere Spiegelreflexkamera oder Neue (günstige) Digitalkamera?

Ich würde gerne für Aufnahmen von Personen (Cosplay Fotos auf Conventions, Urlaubsbilder mit Partner) eine ordentliche Kamera kaufen.

Nun stellt sich mir die Frage ob ich mit einer Spiegelreflexkamera die vielleicht schon 5-6 Jahre alt ist oder eher mit einer aktuellen günstigen Digitalkamera bessere Ergebnisse erziele. Hab aus Erfahrung immer nur schöne Bilder gesehen die von Spiegelreflexkameras stammen, aber deshalb 1000 Euro für ein neues Modell zu bezahlen wäre als Einsteiger plus hobbymäßig dann doch zu teuer. Leider bin ich aber nicht bewandert auf dem Gebiet und kann mir schwer ein Produkt aussuchen.

Würde schon gern bei max. 200 Euro bleiben.

Ansonsten Tipps bzgl. des Kaufes wäre gern gesehen.

Antwort
von Gummileder, 40

Für 200 Euro darf man nicht zu viel verlangen. Und DSLR machen nicht einfach so "gute Bilder", die können schlechter aussehen als Bilder mit einer Wegwerfkamera. Auf den Fotografen kommt es schon an, bezogen auf Gestaltung und Technik.

Hier mal ein Link von einem Preisvergleich Portal. Nicht schlecht ist es, wenn die Kamera die Bilder als Rohdaten (RAW) speichern kann, dann hat man mehr Spielraum beim "Entwickeln" der Bilder.

http://geizhals.de/?cat=dcam&xf=90_RAW&asuch=&bpmax=&v=e&hlo...

Kommentar von Shikur0 ,

Gibt es bestimmte Kriteren bei den Eigenschaften zwischen den einzelnen Modellen auf die man auch als Laie achten könnte um möglicherweise für sich die bessere Wahl differenzieren zu können ?

Danke für die Hilfe.

Kommentar von Shiftclick ,

Für manche ist es sehr wichtig, dass die Kamera ein nach vielen Richtungen schwenkbares Display hat. Fotografen älterer Schule machen aber alles durch den Sucher. Ich würde trotzdem auf beides achten, auch dass das Display eine vernünftige Auflösung hat. Ältere und günstige Kameras haben eine geringe Auflösung und damit kann man nicht vernünftig arbeiten.

Wenn du Testberichte liest, achte auch auf die Auslöseverzögerung oder wie schnell die Kamera scharf stellt und man zum Schuss kommt. Manche Kameras machen ordentliche Bilder, sind aber sehr langsam.

Antwort
von Shiftclick, 32

Eine ältere Kamera würde ich nicht unbedingt empfehlen, obwohl es auf die ständig mehr werdenden Megapixel nicht ankommt. Aber wenn du nur 200 Euro ausgeben möchtest, kannst du nicht wirklich viel erwarten. In dem Zusammenhang habe ich mich neulich über die Panasonic Lumix DMC-FZ200 schlau gemacht, weil die jemand im Bekanntenkreis gekauft hat. Panasonic Lumix Bridge-Kameras hatte ich selber zwei und im Bekanntenkreis haben ebenfalls mehrere Leute solche Kameras. Grundsätzlich halte ich die für sehr gut, obwohl ich nicht jedes Modell kenne. Die FZ200 (http://www.chip.de/artikel/Panasonic-Lumix\_DMC-FZ200-Digitalkamera-Test\_571758...) scheint aber gemessen am Preis recht viel zu bieten, obwohl sie schon ein paar Jahre alt ist. In der Chip-Bestenliste hat sie einen ordentlichen Platz (http://www.chip.de/bestenlisten/Bestenliste-Digitalkameras--index/index/id/996/). Dort kannst du auch den Preisbereich einschränken, der für dich in Frage kommt. Bei jeder Kamerabeschreibung finden sich auch Tips für Alternativen, die entweder billiger oder besser sind.

Kommentar von Shikur0 ,

Selbstverständlich halte ich mich mit meiner Erwartungshaltung zurück und möchte nicht übers Ziel hinausschießen. Jedoch möchte ich auch nicht grade bei einer Supermarktkette das Neues Angebot für 150 Euro kaufen und am Ende bereuen nicht für den selben Preis im Internet vielleicht was besseres gefunden hätte.

Danke für die Empfehlungen ich werde mal nachschauen !

Antwort
von kindgottes92, 26

Nicht eine teure Kamera macht gute Fotos, sondern ein guter Fotograph. Eine gute Kamera gibt ihm/ihr allerhöchstens zusätzliche Möglichkeiten, das Können unter Beweis zu stellen.

Zur technischen Seite: Wenn man fotografiert nimmt man Licht auf. Wenn es genug Licht gibt, also bei Sonnenlicht, kann man eine Handykamera nur schwer von Profiequipment unterscheiden. Wenn man wenig Licht hat, also drinnen, zeigen sich die Unterschiede. Die Technik muss dann mit dem wenigen Licht umgehen und möglichst viel daraus verwerten. Dafür kann man sehr leistungsstarke Sensoren nehmen und hier liegt der entscheidende Vorteil von neuen Kameras, weil sich die Technik weiterentwickelt. Allerdings hat dieser Weg seine Grenze.

Des weiteren kann man dafür sorgen, dass mehr Licht auf den Sensor treffen kann. Dazu braucht man dann größere Sensoren und lichtstarke Objektive. Hier sind Spiegelreflexkameras klar im Vorteil, allerdings ist es auch genau das, was diese Kameras so teuer macht.

Jetzt zu deiner Frage: Es hängt davon ab, wie du deine Bilder machen willst. Ich würde zu einer gebrauchten DSLR raten. Eine geringere Auflösung fällt nicht so ins Gewicht, wenn du nicht gerade Poster drucken willst und die Bildqualität ist bei den angesprochenen, noch relativ jungen Kameras nicht so verschieden. Achte eher darauf, ein gutes Objektiv zu bekommen, als auf die Modellnummer der Kamera.

Kommentar von Shikur0 ,

Ich verstehe natürlich was Sie mit dem ersten Satz meinen. In meinem Umfeld habe ich jedoch öfters Personen gesehen, die sich schlichtweg eine teure Kamera angeschafft haben und plötzlich meinen eine "Photography" Seite auf Facebook zu hosten und dann mit allem möglichen Kram Bilder machen die nach viel aussehen, egal wie schlecht das letztendliche Können dahinter ist (Ich glaube kaum man sich nach ein paar Wochen schon als Könner bezeichnen, ich habe wirklich Respekt vor guten Fotografen).

Aber zurück zum Thema.

Ich denke ich verstehe was Sie mir versucht haben zu erklären. Danke für die Aufklärung.

Worauf müsste man bei einem Objektiv achten?

Kommentar von kindgottes92 ,

Ein gutes Objektiv ist relativ lichtstark. Die Lichtstärke erkennt man am Blendenwert, da steht dann z.B. 1:5.6 oder 1:1.8. Um so niedriger der Wert, um so lichtstärker. Dazu kommt aber noch die Abbildungsqualität, die kann man nicht in Zahlen messen, dafür muss man sich Beispielbilder anschauen. Eine schlechte Qualität führt z.B. zu einer starken Vignettierung (Rand dunkler als Mitte), Farbsäumen oder Verzerrungen.

Dann muss man natürlich darauf achten, was für ein Objektiv man will. Die meisten Laien greifen zu Zoom-Objektiven. Diese sind beim gleichen Preis weniger lichtstark und qualitativ schlechter als eine Festbrennweite, dafür kann man halt zoomen.

Super Preis/Leistungs-Verhältnis hast du beim 50mm 1:1.8 STM von Canon (gute 100€ neu) als Festbrennweite. Kann man auch ganz nette Portraits damit machen und freistellen (Hintergrund unscharf) und geht auch bei wenig Licht ohne Blitz.

Ich persönlich hab als Alltagslinse das 17-70 1:2.8-4.0 von Sigma auf meiner Canon, das kostet allerdings schon gute 400€. Dafür ein relativ großer Brennweitenbereich (Zoom) bei relativ hoher Lichtstärke. Hab ich mir für Hochzeitsshootings gekauft.

Allgemein lieber mehr Geld für das Objektiv als für den Body ausgeben. Den Body kann man ersetzen und Objektive veralten nicht so schnell.

Mit 200€ wirst du aber für ne DSLR mit Optik nicht hinkommen.

Wenn du auf Zoom verzichten kannst würde ich gebraucht nach nem gut erhaltenen Body schauen für unter 200€ (z.b. 1100D oder 450D) und das genannte Canon -Objektiv, letzteres neu. Dann bist du bei ca. 300€. Vielleicht hast du sogar Glück und das Kit-Objektiv ist mit dabei, dann hast du zusätzlich ein Zoom-Objektiv, wenn auch nicht sehr überwältigend.

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