Frage von asimi800, 48

Güne Lösung an der Kathode einer Wasserelektrolyse?

Ich habe heute eine Wasserelektrolyse durchgeführt , jedoch ist an der Kathode kein Sauerstoff entstanden sondern eine erst gelb-orangene , dann aber blau-grüne Lösung . . .

Ich habe für die Elektrolyse Edelstahlschrauben (mit Heißkleber verdichtet) , Salz und Essig verwendet. (Bei 18 Volt)

Die spätere grüne Lösung hat sich in der gesamten Flüssigkeit nach einer Weile gelöst und sie war durchsichtig.

Ich weiß immer noch nicht , worum es sich hier handelt und wäre sehr dankbar für eine Erklärung. ☺

Expertenantwort
von mgausmann, Community-Experte für Chemie, 22

Wenn du tatsächlich Edelstahlschrauben verwendet hast, kann das alles Mögliche sein... https://de.wikipedia.org/wiki/Edelstahl

Wer weiß welchen Edelstahl du da hattest, in jedem Falle ist da nicht nur Eisen und Kohlenstoff drin und viele der Legierungsmetalle bilden in Lösung schön bunte Farben...Und bei 18V (eigentlich elektrolysiert man bei viel geringerer Spannung...) kannst du quasi jedes Legierungsmetall oxidieren.

Wenn du außerdem noch Leitungswasser verwendet hast, kann da auch jede Menge Suppe ausfallen...also destilliertes Wasser mit Schwefelsäure verwenden, wenn du das vermeiden möchtest.

Verwende beim nächsten Mal doch einfach Graphitelektroden (dicke Bleistiftminen...) dann hast du das Problem nicht.

Antwort
von ThomasJNewton, 18

Zunächst mal was zur Spannung:
Bei den üblichen Versuchen brauchst du so 1 - 2 Volt, und viel mehr solltest du auch nicht verwenden.
Weniger wegen der Energieverschwendung, sondern weil sonst alles reagiert, in kaum vorhersehbarer Weise.

Dann zu den Materialien:
Edelstahl hat keine genau definierte Zusammensetzung, enthält aber meist Chrom und Nickel, neben dem Eisen. Nicht zu knapp.

Anschließend zu den Farben:
Die Kationen der Übergangsmetalle haben schon "charakteristische Farben" - in wässriger Lösung.
So ist Eisen(II) irgendwie graugrünblau, Eisen(III) gelb bis braun (siehe Rost), Nickel(II) neutralgrün und Chrom (das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet farbig, wie in Chromosomen z.B.) hat etliche, in der Stufe Cr(III) typischerweise ein Dunkelgrün. Chrom(II) ist m.W. eher hellblau.
Also wenn du irgendein undefinierbares Zeugs mit hoher Spannung quälst, kann alles rauskommen, und keiner kann es wissen.

Zu den Komplikationen:
Die genannten Farben gelten nur für verdünnte wässige Lösungen. MIt Chlor verschieben sich die Farben. So ist Kupfer bekanntlich blau, aber Kupfer(II)chlorid eher grün. Wie auch der ganze Schmodder mit Kupfer, egal ob Kirchendach oder die Münze, die man nach 17 Jahren im Flusensieb seiner Waschmaschine findet.

Schlussfolgerung:
Kommt drauf an, was du willst. Die eigene Erfahrung ist schon was anderes, als wenn man alles nur in der Theorie lernt.
Schon deswegen, weil in der Theorie immer alles klappt.
Eigene Experimente lehren da schon Demut. In meiner Jugend gab es noch kein Internet. Und vor 200 Jahren noch keine Lehrbücher zu diesem Thema.

Antwort
von BigLittle, 29

Grün ist eigentlich eine Färbung, die auf die Anwesenheit von Kupfer hindeutet.

Kommentar von asimi800 ,

Ich hab ein Kupferkabel unten an die Stahlnägel  als Leitung verwendet. Der Behälter war nicht 100% dicht und es ist ein wenig durchgetropft. Es könnte sein dass somit ein wenig Kupferoxid entstanden ist und aufgestiegen ist. Danke für die Lösung

Kommentar von ThomasJNewton ,

"eigentlich" hat aber viele Bedeutungen.

Wenn dir ein Programmierer versichert, dass die Programmänderung "eigentlich" keine weiteren Konsequenzen haben kann:
Dann wird es Zeit, den Frustschutzbunker aufzusuchen.

Kommentar von BigLittle ,

Eigentlich kenn ich die gesamte Anordnung seines Versuches nicht. Eigentlich war die Frage beantwortet und der Fragesteller ist auf den richtigen Weg gebracht worden.Eigentlich bringt eine Antwort, die den Fragesteller dazu bringt sich das Ergebnis selbst zu erarbeiten ihm mehr, weil das Wissen besser behalten wird. Eigentlich ist es mir zu dumm, weil ich Klugscheißerei von narzistischen Möchtegernen zum Speihen finde! Also eigentlich wollte ich nur für den Kommentar bedanken. Eigentlich!

Kommentar von ThomasJNewton ,

Erkläre mir bitte, wo in meiner Person oder meiner Antwort oder in einer meiner Kommetare ein "möchtegern" ist.

Und wenn wir schon dabei sind, könnte ein "kann besser" zu deiner Qualifikation nicht schaden.

Und nicht nur eigentlich interessiert es mich kein bisschen, welche Probleme du hast und/oder welche Drogen du nimmst.

Und wenn du das von dir sebst geschriebene Wort "hindeutet" nicht verstehst, oder nicht weißt, dass gerade Eisen, Chrom und Nickel gern mal grün sind, dann bist du einfach ein Querulant.

Querulanten sind die, die ihre Nachbarn als Falschparker anzeigen und immer auf die Jugend wettern, weil ihre Kinder mit Grund den Kontakt zu ihnen abgebrochen habe, und sie sonst kein Leben haben.

Antwort
von PeterJohann, 27

Zur Wasserelektrolyse ist Dein Versuchsaufbau denkbar ungeeignet. Das Chlorid vom Kochsalz wird eventuell zu Chlor reduziert und der Edelstahl kann Eisen-und Chromionen freisetzen (Eisen (III)-chlorid ist eher gelblich; Chrom(III)-chlorid eher grünlich.

Andererseits kann das Chlor auch mit dem Metall direkt reagieren....

Am Besten nimmt man Kohle- oder Platinelektroden und eine verdünnte Schefelsäurelösung (eine Natriumsulfat tut es auch...)

Kommentar von ThomasJNewton ,

Nach meinem Verständnis wird aber Chlorid zum Chlor oxidiert.

Ansonsten D'accort, oder wie sich das schreibt.

Kommentar von Peter242 ,

Da hat der Thomas wohl recht Chlorid hat eine Oxidationszahl von -1 und Chlor von 0.

Kommentar von PeterJohann ,

Sorry! Natürlich hast Du recht. Das muss ein momentaner Aussetzer gewesen sein- noch mehr davon und ich werde Geisteswissenschaftler oder Politiker...

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