Frage von fedor1234, 85

Kommt durch die Zusage per Mail ein gültiger Kaufvertrag zustande?

Hallo Ich habe mir ein Angebot in einem Küchenstudio machen lassen. Der Verkäufer hat gesagt: Dies ist ein spitzen Angebot, für diesen Preis bekommen ich niergenswo eine Küche. Allerdings muss ich heute noch zusagen. Mit seiner Visitenkarte auf der die Auftragsnummer und der Preis stand bin ich nach Hause. Aus Angst dieses super Angebot zu verlieren habe ich zugesagt, per mail, mit der Auftragsnummer und dem Betrag. Der Mail wurde bestätigt. Ist damit der Kaufvertrag gültig, obwohl ich keine detaillierte Auflistung über meinen Kauf hatte/habe? Ein paar Stunden später habe ich die Zusage für den Kaufvertrag zurückgezogen, da ich mir doch noch andere Angebote einholebn wollte, diese wurde aber nicht akzepiert. Vielen Dank für eure Antworten Musste dann auch feststellen, dass das Angebot gar nicht so spitze war.

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Antwort
von lucifersfeather, 85

Eine Widerrufsfrist ist Pflicht (meistens 14 Tage) und muss dir (vermutlich irgendwo im Kleingedruckten) mitgeteilt worden sein. Während dieser Widerrufsfrist hast du das Recht den Vertrag ohne jegliche Begründung zu widerrufen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Widerruf_%28Recht%29

Wird dir dieses Recht nicht zugestanden gehe ich mal davon aus, dass du rechtliche Schritte einleiten kannst.

Antwort
von Joergi666, 63

unabhängig von den gesetzlichen Regelungen zum Verbrauchervertrag sollte hier das Fernabsatzgesetz Anwendung finden - denn trotz der Beratung zuvor wurde der Vertragsschluss ja nicht persönlich vorgenommen- insofern 14tägiges Widerrufsrecht.

Antwort
von peterobm, 56

Der Mail wurde bestätigt. Ist damit der Kaufvertrag gültig

Ja

Antwort
von Muellermaus, 71

Da hast Du wohl vorschnell gehandelt. Du bist einen rechtskräftigen Vertrag eingegangen, der kein Haustürgeschäft war und aus diesem Grund auch nicht storniert werden kann.

Für die Zukunft ein Tipp: Je mehr der Verkäufer auf einen schnellen Abschluss drängt, um so weniger steckt ein super Angebot dahinter.

Kommentar von Joergi666 ,

der Vertrag ist zwar rechtskräftig- dennoch war es ein Fernabsatzgeschäft, da der Vertrag nicht im Laden geschlossen wurde- insofern Rücktritt möglich.

Kommentar von Muellermaus ,

Bist Du Dir da sicher? Ich kenne das nur so, dass der Vertrag seine Gültigkeit nicht verliert und das Küchenstudio  - sofern es dem Kunden entgegenkommen mag - zumindest einen Schadensersatz fordern kann.

"Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass bei einem Rücktritt von einem Kaufvertrag über fabrikneue Möbel eine solche Pauschale von 25 % angemessen ist. Bestätigt wurde dies in jüngerer Zeit durch ein Urteil des Amtsgerichts München - AG München, Urteil vom 14.02.08, Aktenzeichen 264 C 32516/07 - das einen pauschalen Schadensersatz in Höhe von 25 % beim Küchenkauf auch in AGB als wirksam vereinbar und nicht als unangemessene Benachteiligung des Käufers angesehen hat. "

Kommentar von Joergi666 ,

der Rücktritt erfolgte hier zum einen unmittelbar- der Auftrag wird also wohl noch nicht bei der herstellenden firma gelandet sein- unabhängig davon erfolgte der Vertragsschluss ja nicht im Laden- ich habe nochmal ins Gesetz geblickt, Fernabsatz sollte hier meiner Einschätzung nach vorliegen.

Kommentar von Muellermaus ,

Ich hab gerade auch noch einmal gesucht und gebe Dir recht.

Gelesen habe ich folgendes:

Zum Fernabfragegesetz zählen alle Kommunikationsmittel, die zum Abschluss eines Vertrages ohne gleichzeitige Anwesenheit der Vertragspartner eingesetzt werden. In Betracht kommen hier:

E-Mail, Telefonanrufe, Briefe, Kataloge oder Faxe.

Antwort
von nordseekrabbe46, 55

geh zu einem Anwalt, der schreibt einen Brief und Du bist raus, denn in einer gewissen Frist kann man von einem Kauf zurücktreten

Antwort
von vikodin, 42

widerrufen wird wahrscheinlich nicht gehen da es kein hasutürgeschäft oder internetgeschäft war... die küche ist geplant und bei ihm als akte abgelegt... du kannst höchsten noch stornieren gegen gebühr...

Kommentar von fedor1234 ,

Ich habe kein detailliertes Angebot vorliegen, weder über die Geräte, Möbel oder Lieferzeiten.  Kann man da überhaupt von einem gültigen Vertrag spechen?

Antwort
von Wepster, 49

Ist die Email digital signiert? Ich vermute das daher die Zusage nicht rechtsgültig sein dürfte.

Würde hier mal lesen:

- http://www.helpster.de/ist-ein-kaufvertrag-per-e-mail-rechtsgueltig-das-sollten-...

Ebenso ist der Unterschied Papier zur Email wichtig. Wenn Papier sollte man man bei Papier bleiben.

Antwort
von Lyzaie, 41

Du hast Bestätigt und bist somit einen Vertrag eingegangen.

Da es kein Onlinekauf war, hast du keine 14 Tage wiederrufsrecht.

Nun musst du schon einen Grund vorweisen warum du doch nicht willst

Kommentar von fedor1234 ,

Der Grund ist, dass ich ein besseres Angebot bekommen habe obwohl der Verkäufer behauptet hat ich würde nirgens eines bekommen.

Ich habe kein detailliertes Angebot vorliegen, weder über die Geräte, Möbel oder Lieferzeiten.  Kann man da überhaupt von einem gültigen Vertrag spechen?

Antwort
von Treueste, 43

Bei Erpressern dieser Art würde ich nie und nimmer was kaufen.

http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsanwalt/zivilrecht/ruecktrittsrecht?g...

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