Frage von Jonas875, 162

Gucken die bei der Polizei darauf wenn man sich bei ihnen bewirbt ob man schon im Krankenhaus war und weshalb?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Strafrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sirius66, Community-Experte für Polizei, 67

JA

Zu den Bewerbungsunterlagen gehört eine medizinische Selbstauskunft sowie ein Bogen, der vom Hausarzt auszufüllen ist. Dieser ist wahrheitsgemäß auszufüllen. Kommt heraus, daß was unterschlagen/verschwiegen wurde, kann es einen sofortigen Ausschluss aus dem EAV oder auch aus dem Dienst nach sich ziehen.

In diesem Formularen muss man über alle wesentlichen Diagnosen und Behandlungen seit Geburt Auskunft geben. Auch Operationen müssen angegeben werden. Art/Ort/Zeitpunkt.

Bundeslandabhängig wird auch in allen Vorfällen um Auskunft gebeten. Dabei geht man allerdings nur 1-3 Jahre zurück. Bagatellerkrankungen aus der Kindheit interessieren nicht - weiß man ja auch nicht mehr alles.

Für diese Angaben muss man seinen Hausarzt oder andere beteiligte Ärzte von der Schweigepflicht entbinden. Niemand zwingt einen, daß zu tun. Aber wer es nicht tut, kann nicht als Beamter im Polizeivollzug arbeiten.

Auch der Zahnarzt muss einen Bogen ausfüllen. Ein Augenarzt bei Brillenträgern.

Gruß S.


Kommentar von Jonas875 ,

Bin mal mit 15 jahren wegen drogrn usw umgekippt war im krankenhaus da meinten die epilepsie doch im nachhinein war es es doch ja nicht sondern lag es an dem konsum und einen hausarzt besuch ich nicht hatte zuletzt einen kinderarzt und war paar mal bei dieser epilepsie überprüfung

Kommentar von Sirius66 ,

Gib es an. Es holt dich sonst ein. Du hättest immer Angst, daß es irgendwie rauskommt.

Selbst das Geständnis, daß du damals dem Gruppenzwang unterlegen warst, heute aber stärker bist und solchen Versuchungen widerstehst, wird eher positiv gewertet werden. Einsicht - Reflektion - Reife.

Du könnstest auch - wenn es wegen der Drogen kein Verfahren gab - als Grund einfach den Verdacht Epilepsie angeben. Sie werden aber nachfragen und Befunde fordern, die den Verdacht widerlegen. Und da wird es dann irgendwo stehen ...

Gruß S.

Kommentar von Jonas875 ,

Ich glaube es wurde bis heute nicht wiederlegt aber wenn ich mich prüfen lassen würde und es jetzt nach ca 5 jahren wiederlegt werden würde hätt ich eine chance ?

Danke nochmal für die tolle antwort

Kommentar von Sirius66 ,

Es ist aber auch nicht bestätigt. Es ist bisher nur eine Verdachtsdiagnose. Verdachtsdiagnosen kann man im Prinzip weglassen.

Wie alt bist du jetzt? Welches BL ist es?

Gruß S.

Kommentar von Jonas875 ,

Wäre meine letzte frage gewesen also ...

Kommentar von Jonas875 ,

20 jahre alt in Berlin

Naja ich musste so ne tabletten nehmen wurde mir angeboten hav die ein jahr genommen und mich bei so einer epilepsie ärtztin überprüfen lassen doch nach einer zeit einfach nicht mehr hingegangen da es unnötig war und grosse krankenhäuser in der türkei meinten das ich nix hab

Kommentar von Sirius66 ,

Also 5 Jahre her. Gehört nicht unbedingt zu den Angaben aus der "jüngsten Vergangenheit".

ÄH .. wieso Türkei?

Gruß S.

Kommentar von Jonas875 ,

Also kann man das weglassen ?
Zerbreche mir so sehr den kopf der sache da es mein gröster wunsch ist bald bei der polizei zu bewerben

Hab Urlaub gemacht in nähe istanbul da sollte es ein gutes krankenhaus geben bin einfach hingegangen

Kommentar von Sirius66 ,

Du musst halt schauen, wie die Formulare gestaltet sind. Du darfst nicht lügen.

Es wird eig. nur von den letzten 3 Jahren ALLES gefordert. Vorher nur wesentliche Sachen. Du bist ja Laie und kannst nicht beurteilen, daß diese Sache relevant ist.

Wenn allerdings Medikamente erfragt werden und JEMALS ein Teil des Wortlautes ist, müsstest du das angeben. Fragen sie nur nach den letzten 3 Jahren, nicht.

Hingegen kannst du bei der Frage: "Leider Sie unter Epilepsie ... " getrost NEIN ankreuzen. Ein Ausschlussgrund ist es definitv nicht, weil die Diagnose ja nicht steht. Es gab vor 5 Jahren lediglich einen Verdacht, hervorgerufen durch BTM. Dieser Vergangenheit solltest du dich stellen. Damit ist ein evtl. Ausschlussgrund (VD Epi) nämlich vom Tisch. Aber andererseits musst du dann die Kommission auch davon überzeugen, daß BTM kein Thema mehr sind.

Gruß S.

Kommentar von azeri61 ,

soweit ich mich erinnere müssen aufenthalte in krankenhäuser der letzt 5 jahre angegeben werden du hast ja da sicherlich deine versicherten karte vorgezeigt sonst hättes du ja selbst zahlen müssen für die "untersuchung"

Kommentar von Jonas875 ,

Hatt mich wieder etwas beruhigt danke dir für die ausführlichen antworten und für die zeit die du dir dafür genommen hast Sirius

Mit freundlichen Grüßen jonas

Kommentar von Jonas875 ,

Azeri61

Was meinst du genau mit der versicherten karte verstehe das nicht so ganz ?

Kommentar von Sirius66 ,

Er meint, daß es aktenkundig ist. Spielt aber keine Rolle, weil es dabei um deine Krankenversicherung geht. Die Infos laufen ja nur dort auf. Und die KV musst du nicht von der Schweigepflicht entbinden. Sie behalten ihre Schweigepflicht und haben auch keine Daten rauszugeben.

Gruß S.

Antwort
von kayo1548, 63

Du musst einen entsprechenden Fragebogen wahrheitsgemäß ausfüllen und deine behandelnden Ärzte von der Schweigepflicht entbinden;

wenn du letzteres nicht tust oder bei erstem einen absoluten Ausschlussgrund angibst ist das Bewerbungsverfahren idr damit auch schon beendet.

Andernfalls gibt es auch nochmal einen Gesundheitstest bei dem dich ein Arzt nicht nur auf den Ist, sondern auch auf den "könnte kommen" Zustand untersucht.

Antwort
von Ronox, 85

Nein, aber der Amtsarzt vor der Einstellung bzw. Verbeamtung auf Widerruf.

Kommentar von Jonas875 ,

Hab ich nicht genau verstanden ich weiß das man dort richtig auf vieles geprüft wird vom arzt meinst du das ? würde mich auf noch eine antwort freuen danke im vorraus :)

Kommentar von Ronox ,

Die Polizei bzw. Einstellungsbehörde entscheidet anhand deines Vorstellungsgespräches, Tests etc, ob sie dich annehmen. Allerdings muss jeder Beamter vor der Verbeamtung noch zum Amtsarzt zum Gesundheitscheck. Ich kenne die Prozedur nur von "normalen" Beamten, dort muss ein Fragebogen zu bisherigen Krankenhausbesuchen, Erkrankungen etc ausgefüllt werden. Außerdem werden einfache Gesundheitstests gemacht. Da bei Polizisten die körperlichen Anforderungen höher sind, wird dort vermutlich noch mehr getestet.

Kommentar von Sirius66 ,

... und der gehört zur Polizei. Also JA ...

Antwort
von Rosswurscht, 69

Nein, das geht auch keinen was an. Aber ein Führungszeugnis wird verlangt ...

Kommentar von kayo1548 ,

das geht die zur Beurteilung der Polizeidiensttauglichkeit durchaus etwas an.

Kommentar von Sirius66 ,

Falsch.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten