Frage von pitahhh, 150

Grundstücksteilung und Wegerecht, was ist fair, wer berät?

Meine Schwester und ich haben zusammen ein Grundstück geerbt, das wir nun evtl. real aufteilen wollen. Ich würde gerne den vorderen Teil inkl. sanierungsbedürftigem Haus übernehmen, meine Schwester den hinteren Teil, der dann aber nur über eine Zufahrt erreichbar wäre. Nun stellt sich die Frage was in diesem Fall eine faire aufteilung ist. Wird da einfach 50/50 geteilt, und für das Wegerecht gezahlt? Ich glaube wir brauchen professionelle Beratung. An wen wendet man sich da?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Erbrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von lesterb42, 98

Das Grundstück so aufteilen, das wertmäßig 50/50 entsteht, halte ich für keine gute Idee. Wichtig wäre doch, dass 2 Grundstücke entstehen, die jedes für sich vernünftig nutzbar sind. Sollten diese sich wertmäßig unterscheiden, müsste die Differenz ausgezahlt werden. Über die Zahlungsmodalitäten kann man sich ja einigen.

Antwort
von DerGeodaet, 73

Hallo,

umsetzen kann man verschiedenes. Wichtig ist, dass Ihr Euch einigt, was Ihr wollt. Dann kann man einen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur oder das Katasteramt ansprechen, der dann weiter berät.
Auch den Notar kann man ansprechen, da er ja eh gebraucht wird, um die Erbauseinandersetzung zu beurkunden.

Antwort
von Dackodil, 87

Laßt euch mal vom Haus- und Grundbesitzerverein beraten. Den gibt es in jeder größeren Stadt. Die Beiträge sind moderat und auf jeden Fall billiger, als ein Rechtsanwalt.

Das ist praktisch wie der Mieterverein für Mieter.

Kommentar von pitahhh ,

Super tipp!

Antwort
von h3nnnn3, 98

gib ihr doch einfach den weg am grundstücksrand und verschieb die grenze entsprechend, sodass ihr wieder 50/50 habt.

Kommentar von h3nnnn3 ,

also in etwa so:

X X X X X X X X X X X

X X X X X X X X X X X

A A A A A A A A A X X

A A A A A A A A A X X

A A A A A A A A A X X

Kommentar von pitahhh ,

Danke für die Antwort, aber damit ist sie gar nicht einverstanden, kann ich auch verstehen. Die Zufahrt ist ja für beide unbrauchbares Gelände...

Kommentar von h3nnnn3 ,

nein, für sie nicht! SIE will ja auch auf ihr grundstücksteil ... DU hast ja deine eigene zufahrt, die für DICH unbrauchbares gelände ist.

Kommentar von ichweisnix ,

Das stimmt so nicht ganz.

Fair ist eine Aufteilung, wenn beide Grundstücke danach gleich viel wert sind, also ein neutraler Dritter für beide Grundstücke den gleichen Preis zahlen würde.

Ein Zufahrtsweg, der ansonsten nicht genutzt werden kann, hat ein geringeren Wert, als es bei einen schön recheckingen Grundstück der Fall wäre.

Auf der anderen Seite hängt der Wert davon ab, wie die Verkehrssituation aussieht. Je höher die Verkehrsdichte ist von der man vorne ausgehen muß, um so mehr wird das Hinterliegergrundstück im Vergleich zum vorderen Grundstück Wert.



Expertenantwort
von ichweisnix, Community-Experte für Erbe, 62

An wen wendet man sich da?

Wenn beide Grundstücke gleich viel Wert seinen sollen, dann an einen Sachverständigen für Immobilienbewertung.

Antwort
von schelm1, 70

Kontaktieren sei eine Vermessungsingenieur, der dann auch später den Teilungsantrg beim Katasteramt stellt und die Vermessung durchführt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community