Frage von Maus3011, 90

Grundstück wer hat recht?

Hallo Da wo ich wohne ist ein Bauernhof dieser Bauernhof hat mehre Straßen die durch gehen zum nächsten Ort. Eben war ich mit meinem Hunden Gassi da machte mich auf einem die Bauernsfrau an man darf hier nicht lang gehen Privatgrundstück. Dann sagte ich zu ihr es gehen diesen Weg abends so viele Leute ja meinte sie die dürfen das auch nicht. Die bekommen alle Bescheid. Wer liegt im Recht und wer im Unrecht? Mich nervt es so immer mit den zu diskutieren Wenn man da lang geht und die einen Sehen. Es geht ja eine richtige Strasse durch andere Leute kommen vom Nachbars Ort auch da lang linkes und rechts ist Feld in der Mitte eine Normale Terstrasse und es steht nirgends wo was geschrieben

Danke im vorraus

Antwort
von schelm1, 10


Wirtschaftswege dienen dem Gemeingebrauch - jedoch nicht uneingeschränkt



Internetauszug:

Als Wirtschaftswege werden Feld-, Wald- und Wiesenwege unabhängig
von der Wegbefestigung bezeichnet, wenn sie überwiegend land- oder
fortwirtschaftlichen Zwecken dienen und keine überörtliche Bedeutung
haben. Jedoch werden Wirtschaftswege auch von Spaziergängern,
Hundehaltern, Joggern, Reitern usw. genutzt. Nach dem Gesetz soll es
auch jedem erlaubt sein, die Feld- und Waldflur auf den vorgesehenen
Wegen zu Erholungszwecken auf eigene Gefahr zu betreten. Das Befahren
mit Krafträdern, Mofas sowie Kraftwagen ist jedoch grundsätzlich
untersagt. Ausgenommen von diesem Verbot ist der land- und
forstwirtschaftliche Verkehr, was in der Regel durch das Verkehrzeichen
260 StVO mit dem Zusatzschild „Land- und forstwirtschaftlicher Verkehr
frei“ gekennzeichnet wird. Selbst wenn das entsprechende Verkehrszeichen
nicht angebracht ist, gilt dennoch nach dem Straßengesetz (§3 Abs. 2
Nr. 4) generell für alle Wirtschaftswege ein auf den land- und
forstwirtschaftlichen Verkehr beschränktes Nutzungsrecht. Ein Verstoß
gegen das Verkehrsverbot ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem
Bußgeld geahndet werden.
Die zunehmende Inanspruchnahme der Wege
birgt aber auch ein gewisses Konfliktpotenzial. Beispielsweise fühlt
sich der Erholungssuchende durch landwirtschaftliche Aktivitäten
beeinträchtigt, sei es, dass er Fahrzeugen ausweichen muss oder Staub
und Lärm ausgesetzt ist. Umgekehrt fühlt sich mancher Landwirt in seinem
Betriebsablauf beeinträchtigt, da er die Wege zeitweise nicht mehr
uneingeschränkt nutzen kann oder wegen anderer Wegnutzer seinen
Betriebsablauf drosseln muss. Zuletzt ärgert sich vielleicht der Jogger
über freilaufende Hunde oder über das Pferd, das plötzlich auf ihn
zukommt.
Auch wenn die land- und forstwirtschaftlichen
Wirtschaftswege ursprünglich, wie der Name bereits verrät, der
Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Nutzflächen dienen, sind
sie in der heutigen Zeit multifunktional und insbesondere aus der
Naherholung nicht mehr wegzudenken. Dass es dabei vor allem im Sommer zu
einer stärkeren Frequentierung der Wege kommt, versteht sich von
selbst.
Bei einer übermäßigen und unberechtigten Benutzung der
Wirtschaftswege werden jedoch nicht nur Flora und Fauna nachhaltig
gestört, sondern auch die landwirtschaftlichen und privaten Flächen
durch Ausweich- und Wendemanöver zerstört. Außerdem werden die Wege
durch Überbeanspruchung vorzeitig beschädigt und müssen außerplanmäßig
wieder hergestellt werden.
Wirtschaftswege müssen jedoch nicht so
angelegt und unterhalten werden, dass eine uneingeschränkte Nutzung
durch Fahrzeuge und Fahrräder gewährleistet ist. Die Anforderungen an
die Verkehrssicherungspflicht sind nach einem aktuellen Gerichtsurteil
deutlich geringer als für sonstige Straßen. Die Benutzer der Wege müssen
mit Unebenheiten, Schlaglöchern, Steinen und Baumwurzeln rechnen. In
Schadensfällen haftet der Wegeeigentümer bzw. Straßenbaulastträger
nicht.
All die genannten Aspekte sollten demnach die Nutzer land- und
forstwirtschaftlicher Wirtschaftswege bei ihren wirtschaftlichen oder
freizeittechnischen Unternehmungen in der Feld- und Waldflur
berücksichtigen. Nur eine gegenseitige Rücksichtnahme kann etwaige
Konflikte mindern und so zu einem positiven Miteinander in der
Wegenutzung beitragen.



Antwort
von schelm1, 24

Sofern es sich nicht erkennbar um einen abgesperrten Weg mit einem ausdrücklichen Verbotsschild oder einer Schranke handelt, kann niemand erkennen, dass hier ein Anspruch auf die Unterlassung der Nutzung gegeüber Dritten besteht.

Im Übrigen stehen Feld- und Waldwege jedermann offen.

Antwort
von lillian92, 43

Wenn die Wege zum Grundstück gehören, die Bauernsfrau. Wenn sie auf ihrem privaten Besitz nicht will, dass irgendwer rumspaziert (was ich durchaus verstehen kann, vor allem da man gegenüber Hundehaltern schnell Vorurteile bezüglich Hundekot haben kann), ist das durchaus ihr Recht, das zu verbieten. Sie kann, wenn sie will auch Schilder aufstellen und Schranken oder Tore, sodass nur mehr sie selbst durchkommen. Wäre alles rechtens.

Kommentar von Maus3011 ,

Ja aber es gibt Leute die lassen das Geschäft von den Hunden liegen ich finde so was nicht richtig ich habe immer was mit um es weg zu machen.

Kommentar von lillian92 ,

Das weiß die Bauernfrau aber nicht zwangsläufig und hat vielleicht genau dieses Vorurteil ;)

Antwort
von Pauli1965, 35

Dafür muss man erst mal in Erfahrung bringen, ob es sich wirklich um eine Privatstraße handelt.

Geh zum Bürgerbüro, Gemeindeamt. Die können dir sagen ob die Frau recht hat.

Antwort
von sonnymurmel, 41

Wenn es deren  Privatgrundstück ist- kann sie das schon verbieten.

Klar - musst du in Erfahrung bringen ob es sich wirklich um ein Privatgrundstück handelt.

Ich persönlich wollte auch nicht, dass ständig Leute (mit und ohne Hunden) bei mir auf dem Grundstück spazieren gehen.........

Kommentar von Maus3011 ,

ja aber das komme finde ich andere Leute die mit Hund jeden Tag da Lang gehen den wird nichts gesagt

Kommentar von JollySwgm ,

Es kann ja jeder frei bestimmen wer über sein Grundstück gehen darf und wer nicht.

Kommentar von TrudiMeier ,

Die werden vermutlich nicht erwischt oder der Hinweis der Bauersfrau interessiert sie nicht. Die Frau kann ja nicht dauernd Wache stehen.

Antwort
von TrudiMeier, 32

Wenn sich der Weg auf dem Grund und Boden des Bauern befindet und es somit kein öffentlicher Weg ist,  hat er natürlich recht. Da gibts nix zu diskutieren.

Kommentar von schelm1 ,

Wie erkennt man die Nichtöffentlichkeit eines Weges, der weder mit einem Schild noch einer Schranke auf die Nichtöffenlichkeit hnweist? 

Kommentar von JollySwgm ,

Es wurde ja klar gesagt das es ein Privatgrundstück ist. Das sollte ja wohl reichen. Gerade wenn man schon öfters darauf hingewiesen wurde.

Kommentar von Maus3011 ,

es war bei mir das erste mal

Kommentar von TrudiMeier ,

An Schildern, die auf die erkennbar machen, dass es sich um einen öffentlichen Weg handelt. So z. B. ein Straßenschild oder ein Verkehrsschild.  

Ich habe Bekannte, die in einem Dorf am A... der Welt wohnen. Auch da führen Wege oder Straßen über ein Bauerngrundstück. Diese sind durch ein Straßenschild oder eben ein Verkehrsschild erkennbar. An Privatwege steht eher selten ein "Vorfahrt achten"-Schild. :-)

Antwort
von ShitzOvran, 42

Wenn das privater Grund ist, dann darfst du diesen ohne Erlaubnis nicht betreten.

Kommentar von Maus3011 ,

es geht ja eine richtige Strasse durch

Kommentar von JollySwgm ,

Größere Höfe haben oft Privatwege die wie Straßen angelegt sind. Die müssen da ja schließlich mit schweren Geräten durch fahren.

Wenn es Privatgrundstück ist, ist es ganz alleine Sache des Eigentümers was er für Wege oder Straßen baut und wen er da lang gehen lässt und wen nicht.

Kommentar von Maus3011 ,

Muss da den nicht ein Schild stehen ? Wenn Privat Grundstück ist?

Kommentar von TrudiMeier ,

Es wäre sicherlich sinnvoll, wenn man nicht dauernd fremde Leute auf seinem Grund und Boden haben möchte. Eine Verpflichtung besteht nicht. Aber selbst Schilder halten die Leute nicht davon ab.

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