Frage von fannn, 59

Grundsteuer um 3200% gestiegen?

Hallo Leute,

habe heute die Jahresabrechnung für 2015 von meinem Vermieter erhalten und da steht Grundsteuer 323 eur für unsere Wohnung und 3150 eur für ganzes Haus. In der Abrechnung für 2014 und 2013 war die Grundsteuer 10 eur für unsere Wohnung und 103 für ganzes Haus. Das Haus wurde im Jahr 2013 gebaut.

Kann solche Steigerung überhaupt stimmen?

Antwort
von wurzlsepp668, 58

Nachdem das Haus in 2013 gebaut wurde, kann (!!) diese Steigerung sehr wohl möglich sein ...

Grund:

bis zur Fertigstellung des Gebäudes gilt das Grundstück als unbebaut. Hierdurch ist der Einheitswert i.d.R. verschwindend gering.

Erst mit Fertigstellung wird der Einheitswert für ein bebautes Grundstück festgestellt, dies geschieht zum nächsten 01.01. nach Fertigstellung.

aufgrund der genannten Werte in der Fragestellung ist es ein Mehrfamilienhaus, wodurch der Einheitswert entsprechend hoch sein müßte

Kommentar von axoni ,

Das klingt auf jeden Fall plausibel

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ich weiß ....

;-)

(glernt is glernt ...)

Antwort
von axoni, 59

Nachfragen, er muß natürlich seine kosten auch nachweisen können.

Vllt hilf das:

http://grundsteuer.biz/

Kommentar von fannn ,

wollte auf dieser Seite rechnen, aber Einheitswert ist mir nicht bekannt.

Kommentar von axoni ,

wie hoch wäre denn der Wert um auf deine Grundsteuer zu kommen?

Kommentar von wurzlsepp668 ,

kennst Du den Hebesatz der Gemeinde?

vermutlich nicht ....

somit reinste Spekulation ....

Kommentar von axoni ,

der Hebesatz Grundsteuer B etwa bei 250 % bis 400 %, wobei hier viele Gemeinden niedrigere Sätze erheben und andererseits die Großstädte im Ruhrgebiet durchgängig Hebesätze ab 500 % aufwärts aufweisen

Es soll ja nur ungefähr erstmal was werden, den genauen Satz kann man ja bestimmt nachfragen

Kommentar von fannn ,

Hebesatz der Gemeinde: 390%

Antwort
von Borowiecki, 48

Muss ein Fehler sein . Ich frage mich aber noch warum Ihr Grundsteuer für Mietwohnung zählt ??? Habt ihr das in Mietvertrag ?

Kommentar von fannn ,

Nebenkostenabrechnung: Grundsteuer zählt zu den umlagefähigen Nebenkosten

Insgesamt führt der Gesetzgeber 17 Nebenkostenarten
an, die auf Mieter umgelegt werden können. An erster Stelle werden die
laufenden öffentlichen Lasten des Grundstücks genannt. Dabei wird
explizit darauf hingewiesen, dass hierzu die Grundsteuer zählt.
Dementsprechend kann in der Nebenkostenabrechnung die Grundsteuer
angesetzt werden. Doch auch wenn es sich bei der Grundsteuer
grundsätzlich um eine umlagefähige Nebenkostenart handelt, ist die
Umlage auf den Mieter im Einzelfall davon abhängig, ob dies vereinbart
wurde. Dabei sollte die Bezeichnung „Grundsteuer“ bestenfalls
ausdrücklich im Mietvertrag genannt werden. Allerdings ist es laut einem
Urteil des Bundesgerichtshofs auch ausreichend, wenn die umlegbaren
Nebenkosten als eindeutig bestimmbar bezeichnet werden, beispielsweise
durch einen Verweis auf § 2 BetrKV.

Quelle: immobilienscout24.de

Kommentar von wurzlsepp668 ,

in bisher allen Mietverträgen, die ich gesehen habe, war die Grundsteuer bei den abrechnungsfähigen Nebenkosten dabei ......

die wenigsten Vermieter legen die Grundsteuer nicht um ......


P.S.

und es ist KEIN Fehler ...

siehe meine Antwort ...


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