Grundsteuer nach Zwangsversteigerung - wie viel kann das werden?

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6 Antworten

Die Höhe der aktuellen Grundsteuern kannst du im Versteigerungstermin erfahren, wenn die Grundsteuer nicht gezahlt und von der Gemeinde als offene Forderung im Verfahren angemeldet wurde. Der Rechtspfleger gibt die angemeldete Höhe bekannt und den Zeitraum für den die Grundsteuer offen ist.

Ansonsten wurde hier schon zutreffend gesagt, dass der aktuelle "Kaufpreis" für die Grundsteuer keine Rolle spielt, sondern der vom Finanzamt festgesetzte Einheitswert. Ob dieser nach den aktuellen tatsächlichen Verhältnisse am Grundstück ermittelt wurde, müsste geprüft werden.

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Grundsätzlich werden Grundsteuern nicht nach dem Verkehrswert oder dem Kaufpreis berechnet, sondern nach dem Einheitswert. Und dieser wird theoretisch berechnet. Grundsteuern werden berechnet nach dem Wert, den die Immobilie im Jahr 1964 bzw. 1935 gehabt hat. (Der Wert der Immobilie wird also theoretisch zurück gerechnet.)

Von daher kommen hier Werte für die Grundsteuer raus, die Du vielleicht nicht nachvollziehen kannst.

Schaust Du auch hier:  https://de.wikipedia.org/wiki/Einheitswert

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Kommentar von theothunfisch
26.07.2016, 22:34

Hm, das heißt, man kann eigentlich vorher beim Finanzamt schon nachfragen, oder?

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Meinst Du die Grundsteuer, oder Grunderwerbsteuer?

Grunderwerbsteuer fällt hier gar nicht an, weil unter 2.500,- Euro Bemessungsgrundlage (§ 8 GrdErwStG) gem. § 3 Nr. 1 GrdErwStG keine Grunderwerbsteuer festgesetzt wird.

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Kommentar von wfwbinder
27.07.2016, 06:01

Wenn Du wirklich Grundsteuer meinst, musst Du ganz schnell erreichen, das der Einheitswert neu ermittelt wird, denn der könnte noch den Wert mit funktionsfähigem Gebäude repräsentieren.

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In Rostock zahlt man 5% vom Kaufpreis. Grundstück und Gebäude zusammengerechnet. Kaufpreis steht im Kaufvertrag. Wären dann bei dir vermutlich die 1000€.

Frag nach in deiner Gemeinde/Kommune.


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Kommentar von Hefti15
27.07.2016, 01:33

Verwechselst du die Grundsteuer (nach der der Fragesteller fragt) mit der Grunderwerbssteuer?

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für die kommunale grundsteuer gilt was laut bebauungsplan dort möglich ist , egal ob ruine oder luxusvilla .

für die grunderwerbsteuer der zu zahlende erwerbspreis .


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Kommentar von Hefti15
27.07.2016, 01:48

Was hat der Bebauungsplan damit zu tun? Zwei Zitate:

Ertragswertverfahren:....sind Mietwohngrundstücke, Geschäftsgrundstücke, gemischt genutzte Grundstücke, Einfamilienhäuser und Zweifamilienhäuser im Ertragswertverfahren zu bewerten.

Sachwertverfahren:...Für unbebaute und sonstige bebaute Grundstücke, sowie für Grundstücke bei denen sich eine Jahresrohmiete oder eine übliche Miete nicht ermitteln lässt, sowie für sogenannte Luxusbauten ist der Einheitswert im Sachwertverfahren zu bestimmen. Dieses Bewertungsverfahren orientiert sich am Substanzwert des Grundstücks.

In keinen dieser Verfahren spielt der "Bebauungsplan" eine Rolle.

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Der Forenstarter frägt nach der jährlichen Grundsteuer.

Das Wort "jährlich" bedeutet doch schon dass es die Grundsteuer ist und nicht die einmalige Grunderwerbsteuer.

Und weiterhin Hebesatz der Gemeinde feststellen und dann geht es weiter.

Viel Erfolg.

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