Frage von Askaroth, 63

Grundsicherung..wieviel Unterstützung müssen die Eltern zahlen ?

Hallo zusammen,da ich unter einer psychischen Erkrankung leide ,kann ich nur 3 Stunden am Tag arbeiten. Nun bin ich 25 geworden und habe Grundsicherung beantragt ,da ich meine Krankenversicherung selber zahlen muss. Ich lebe noch bei meinen Eltern und versuche per Fernschule mein Abitur nachzuholen. Nun sagte mir die Dame vom Jobcenter ,dass ich wenige Chancen auf Bewilligung habe,da ich von meinen Eltern unterstützt werden kann.Ich schäme mich furchtbar dafür, meine Eltern haben zwar ein "Eigenheim"..zahlen aber noch ab.Mein Vater muss täglich 140 km zur Arbeit und wieder zurück fahren..also hohe Benzinkosten.Er verdient 2000 €uro netto im Monat.Ich dachte, da ich ja schon kein Wohn und Nebenkosten Geld abgeben muss,würde ich wenigstens Grundsicherung bekommen.Jeder erzählt mir,dass mir diese, unabhängig vom Gehalt meiner Eltern zustünde.Nun weiß ich gar nicht mehr was ich glauben soll.Sie haben ja dann gar nichts mehr für sich...und mein Dad arbeitet schon seit über 40 Jahre und möchte in 3 Jahren gerne in Rente gehen. Kennt sich einer mit diesem Thema aus ? Bitte keine blöden Kommis ,wegen meiner Psyche.Ich bin nicht zu faul zum arbeiten, sondern habe auf Grund eines schweren Gewaltsverbrechen ,eine psychische Störung entwickelt . Über jeden ernstgemeinden Tipp ,würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank !

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von beangato, 63

Es sei denn, dass jährliche Gesamteinkommen dieser Personen überschreitet 100.000 Euro.

https://www.familienratgeber.de/schwerbehinderung/grundsicherung.php

Falls Du ALG II meinst - das steht Dir ab 25 ohne Wenn und Aber zu.

Folgende Personen werden nicht zur Bedarfsgemeinschaft gezählt:Kinder, die über 25 Jahre alt sind

http://www.gegen-hartz.de/bedarfsgemeinschaft.html

Die Dame kennt sich offenbar mit ihren eigenen Gesetzen nicht aus.

Geh nochmal hin - und nimm vlt. eine Begleitperson mit. Das Recht dazu hast Du.

Kommentar von beangato ,

Danke für den Stern :)

Antwort
von altgenug60, 32

Wenn du tatsächlich Anspruch auf Grundsicherung hast, müssen deine Eltern gar nichts dazubezahlen. Es sei denn, sie würden im Jahr mehr als 100 000 € verdienen. Wenn es um andere Sozialleistungen geht, sieht das anders aus.

Antwort
von berlina76, 54

Ihr seid eine Bedarfsgemeinschaft. Wenn du nicht willst, das deine Eltern für dich noch aufkommen müssen, mußt du ausziehen.

Solange gilt in etwa(kenne die genauen Zahlen nicht) Es stehen den Personen im Haushalt zu: für die erste Person 400 € für jede weitere Person 360 € und einen anteil zur Miete, auch für das Abzuzahlende Eigenheim würde es zuschüsse geben zumindest Nebenkosten.

Von diesem Betrag muß das Einkommen das reingearbeitet wird abgezogen werden. Wenn du sagst 2000 € Netto bei deinem Vater liegt er damit schon über dem Grundsicherungsbetrag/H4  und muß dich somit unterstützen.

Kurz gesagt, dir stehen etwa 360 € für dich selbst zu. Zusammengesetzt aus dem was du verdienst+ dem x Betrag von deinen Vater. Wenn du über 360 € Verdienst kannst du den Überschuss deinem Vater als Miete geben.

Kommentar von beangato ,

Ihr seid eine Bedarfsgemeinschaft.

Natürlich nicht mehr.

Kommentar von Askaroth ,

Ich verdiene zur Zeit leider nichts,da ich keinen Job habe.Bedeutet das jetzt ,dass mein Vater komplett für mich aufkommen muss ? Leider kann ich nicht zuhause ausziehen,da ich durch die Störung auf Hilfe angewiesen bin. Hier habe ich mein eigenes Zimmer und muss nicht mit fremden Menschen in einer WG leben

Antwort
von 666evil, 47

Hallo ich habe ein ähnliches Problem... Werde in 8 Wochen 18 und wohne momentan in der Hajuva eine Einrichtung für psychisch kranke Jugendliche. Da die Maßnahme bei mir mit 18 endet weil das Jugendamt sich weigert weiter zu zahlen da ich keine "fortschritte" mache und auch nicht mehr nach hause kann was aber andere Gründe hat stehe ich mehr oder weniger auf der Straße. Ich habe bereits bei der Arbeitsagentur nach Harz IV oder finanzieller Unterstützung für eine Wohnung gebeten aber die meinten ich stecke in dem zwischenalter (18-25) wo eigentlich nicht mehr wirklich das Jugendamt zuständig ist aber man noch keine finanzielle Unterstützung vom Staat bekommen kann. Momentan ist meine einzige Option wieder in die Psychiatrie zu gehen aber da das natürlich auch keine dauerhafte Lösung ist weiß ich nicht wie es weitergehen soll... Also falls du evtl noch was weißt oder Tipps hättest wäre ich dir sehr dankbar 

Mfg A.

Kommentar von beangato ,
Kommentar von Askaroth ,

Das tut mir sehr leid für dich.Soviel ich weiß ,müssen deine Eltern bis 25 für dich aufkommen.Bis dahin steht ihnen aber auch Kindergeld zu.Da man dich ,so wie es aussieht, aber ziemlich im Regen stehen lässt,kann ich dir nur raten zur Caritas zu gehen.Dort gibt es einen Sozialdienst .Die müssten dir raten können.Geh bloß nicht wieder in die Psychatrie..das ist ein ewiger Kreislauf..ich schätze mal,dass dein Problem im Elternhaus liegt...es kann dich keiner zwingen mit ihnen zusammen zu leben.

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