Frage von norrkvinn, 43

Grundsicherung verweigert mir die erhöhung der kaltmiete.seit 1.2.2015 neue erhöhung für kosten der wohnungsunterkunft?

Okt 2008 jobcenter bewilligt kaltmiete von 320 euro(hier damals nur 300 für single).sept.2009 in erwerbsminderu gsrente mit grundsicherung.das amt erkennt die kaltmiete zunächst an.2011 dann brief vom amt ,kaltmiete 20euro zu hoch.neue wohnung für 300 kalt suchen oder 20 euro selber zahlen.widerspruch eingereicht.amt zahlt jetzt 311.ich 9euro aus eigener tasche.erfuhr vor ein paar tagen von der neuen gesetzlichen kaltmiete.email an sachbearbeterin geschickt mit bitte um rückwirkende nachzahlung.eben ein anruf .würde mir nicht zustehen,ich hätte damals widerspruch eingelegt u miete würde jetzt nach dem wohngeld/miettabelle bezahlt werden.erst ab jan.2016 hätte ich evt erfolg, da das wohngeld erhöht werden würde.KANN DAS WIRKLICH SO RICHTIG SEIN.wer kann mir da weiterhelfen???danke im vorraus.

Antwort
von Parhalia, 43

Ja, das kann nicht nur so sein, sondern gerade bei Empfängern von Grundsicherung ( z.B. Sozialgeld ) werden die Richtwerte für die Gewährung von KDU oft knallhart an den regionalen Vorgaben / Obergrenzen bemessen. In der Regel geht dem eine detaillierte Überprüfung auf Wirtschaftlichkeit und Angemessenheit der jeweiligen Kostenanteile vorraus. 

Während bei ALG II öfter im Rahmen von Einzelfallentscheidungen leichte Überschreitungen der regionalen Dienstanweisungen toleriert werden, so schaut man bei langfristigen "Fällen" wie Rentnern und erwerbsunfähigen Leistungsempfängern mit ergänzender GruSi genauer und strenger hin. Denn Einzelfallentscheidungen sind leider kein "Grundanspruch". ( deswegen ja die sporadische Prüfung auf Wirtschaftlichkeit und Angemessenheit )

Und so kommt es dann ( auch bei nachträglichen Erhöhungen von Kaltmiete und / oder Nebenkosten ) irgendwann dazu, dass nur noch das aktuelle Maximum nach regionalem Mietspiegel als Leitlinie bewilligt wird und anteilige / übersteigende Beträge dann jeweils aus eigener Tasche zu ergänzen sind.

Nur bei den Heizkosten ist in der Regel nach wie vor der reale Bedarf zu erstatten, soweit nicht unwirtschaftlicher / übermässiger Gebrauch der Heizung seitens der Behörde unterstellt oder gar bewiesen werden kann. Hier KÖNNTE es aber u.U. auch abweichende Detailregelungen geben, wenn die Wohnungsgrösse doch eher "zu" grosszügig pro Person ausgelegt ist. ( z.B. 70 qm für eine alleinstehende Person )

Für detailliertere / aktuellste Information und Beratung kannst Du Dich aber auch mal an einen ( meist caritativen ) Verein der Beratung und Hilfe von Arbeitslosen wenden.

Antwort
von schleudermaxe, 31

... aber mit jedem Bescheid gibt es ja den Hinweis für die weitere Vorgehensweise. Wie sind denn diese Verfahren ausgegangen? Derzeit verlieren die doch bundesweit fast alle Verfahren, weil eben die uralten Listen nicht die heutigen Preise/Kosten/Lasten beinhalten. Binde ggf. ein die Damen und Herren vom Diakonischen Werk. Die sind doch fit und helfen kostenfrei!

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