Frage von smileandhappy11, 49

Grundschullehramt Fragen?

Hallo Leute! Ich bin dieses Jahr mit dem Abi fertig und überlege, ob ich vielleicht Grundschullehramt studieren soll. Ich habe mich natürlich schon etwas über das Studium informiert, jedoch bleiben noch einige Fragen offen, die am Besten von Berufserfahrenen oder noch-studierenden beantwortet werden können.

  1. habe ich -im schlimmsten Fall- eine Chance mit einem Durchschnitt von 3,5 Grundschullehramt zu studieren?

  2. Wie ist das Studium aufgebaut? Könnte jemand in groben Zügen kurz erläutern wie der Ablauf von Tag 1 an verläuft?

  3. Ist man während des Studiums auch in der Grundschule tätig? (Praxis)

  4. Muss zu Hause viel gearbeitet werden? Lernen, Lektüren lesen, Referate vorbereiten etc.

Ps: Meine Wunschfächer sind Deutsch und Sport (evtl. auch Mathe)

Expertenantwort
von Ansegisel, Community-Experte für Studium, 27

Hallo!

3,5 ist natürlich ein schwieriger Wert. Das dürfte schwierig werden, auf Anhieb damit einen Studienplatz dort zu bekommen, wo Zugangsbeschränkungen gelten. Allerdings gibt es durchaus viele Universitäten, an denen ein Grundschullehramtsstudium komplett zulassungsfrei oder zumindest bei einigen Fächern zulassungsfrei ist. Dann spielt deine Note keine Rolle mehr, weil es keinen NC gibt.

Hier mit dieser Suchmaschine kannst du nach deine Fächern suchen, erhälst die Standorte, an denen das Studium möglich ist und kannst dich dann auf den entsprechenden Seiten informieren, welche Fächer nc-frei sind und welche nicht.

http://studiengaenge.zeit.de/

Wie der Studienablauf genau ist, ist ebenfalls von Uni zu Uni verschieden. Grob gesagt, sieht er aber etwa so aus: Du studierst deine beiden Fächer und zusätzlich noch Bildungswissenschaften, damit du auch pädagogisch und didaktisch weißt, was du tust. Wenn du ein paar Semester studiert hast und so ein gewisses Grundwissen erworben hast, gehst du in so oder so ähnlich genannten "Schulpraktischen Übungen" in die Schule und gibst dort ersten Unterricht (allerdings in sehr kleinem Umfang).

Am Ende des Lehramtsstudiums bzw. nach dem Master kommt dann das Referendariat, in dem du etwa 1,5 Jahre unter Begleitung durch Ausbildungslehrer an einer Schule größtenteils eigenständigen Unterricht durchführst. Hast du das absolviert, kommt die Prüfung zum zweiten Staatsexamen und nach deren Bestehen bist du fertiger Lehrer.

Du musst im Studium und auch während des Referandariats viel zu Hause arbeiten. Im Studium, wie du schon richtig schreibst, um deine Seminare vorzubereiten, Referate oder schriftliche Arbeiten anzufertigen etc. Im Referendariat wirst du dann neben dem Unterricht viel mit der Unterrichtsplanung zu tun haben. Letzteres wird dich auch einen großen Teil deines späteren Berufslebens begleiten.

Beste Grüße!

Antwort
von grubenschmalz, 17

1. nein 2. Google 3. ja 4. ja, sehr viel.

Meiner Erfahrung nach wirst du das Studium aber nicht schaffen. Wenn du das Abitur schon nur mit Ach und Krach schaffst, werden die Anforderungen im Studium, was ein hohes Maß an Eigenverantwortung benötigt, zu hoch sein

Kommentar von smileandhappy11 ,

Das kannst du so pauschal nicht sagen. Eigenverantwortung und Selbstdisziplin habe ich genaug, außerdem zählen für ein Grundschullehramt weit mehr als nur diese Eigenschaften. Ein nicht so gutes Abi sagt nichts darüber aus, ob man das Studium erflogreich beenden wird oder nicht! Der Umgang mit Kindern, die das Schulleben noch nicht kennen macht mir Spaß (Praktika Erfahrungen). Und ich bin mir sicher, dass das Abi die Eintrittskarte für diesen Studiengang ist und man Chancen hat etwas gutes daraus zumachen. Solange man selbstdiszipliniert ist.

Vielen Dank für deinen tollen Beitrag.

Kommentar von grubenschmalz ,

Dass du das jetzt anders siehst, ist mir klar. Ich habe aber meine Erfahrungen. Und ja, ein nicht so gutes Abitur sagt sehr wohl was darüber aus. Im Durchschnitt wird ein Studium umso seltener erfolgreich beendet je schlechter der  Abiturschnitt ist.

Kommentar von grubenschmalz ,

Und "Umgang mit Kindern macht Spaß" ist zwar nett und auch sicherlich sinnvoll, aber reicht bei weitem nicht aus um Lehrer zu werden.

Antwort
von Referendarwin, 22

1. Klar, mit ein bisschen Wartezeit oder einer Klage sollte das kein Problem sein. Vielleicht klappt es ja auch schon so.

2.Seminar, Seminare, Seminare. Laber, laber, laber, Hausarbeit. Es sei denn, du studierst Mathe.

3. Kommt auf die Uni an. Eher so drei zusammenhängende Abschnitte in der Schule.

4. Logo.

Informiere dich gut über die Berufsaussichten.

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