Frage von Haeuslebauer1, 47

Grundschuldlöschung eines privaten (Nichteigentümer) Grundschuldgläubigers nach Teilungsversteigerung?

Hallo,

folgende Situation. Bei einer Teilungsversteigerung existiert eine Grundschuld eines privaten Gläubigers (keine Bank) auf dem Objekt. 1. Wie kann man sichergehen, dass dieser nach Bezahlung eine Löschungsbewilligung ausstellt? 2. Wie ist der allgemeine Ablauf, wenn zur Bezahlung dieser Grundschuld durch den Ersteher ein Darlehen bei einer Bank notwendig ist. Problematik hierbei ist ja, dass die Bank eine Grundschuld an erster Rangstelle haben möchte. Hier steht aber nun noch die des privaten Gläubigers! Welche natürlich erst gelöscht wird wenn dieser sein Geld hat. Zahlen kann man aber erst wenn man das Geld von der Bank bekommt! Endlosschleife?!

Um kompetente Antworten würde ich mich sehr freuen.

Haeuslebauer1

Antwort
von klausdreyer, 34

Lieber Haeuslebauer1,

ob es sich um eine Bank oder um einen privaten Gläubiger handelt, ist eigentlich gleichgültig. In jedem Fall hat der Gläubiger nach Zahlung bzw. Zug um Zug gegen die Zahlung die als Sicherheit gehaltene Grundschuld freizugeben (also z.B. deren Löschung zu bewilligen); denn der Gläubiger ist ja nicht dazu berechtigt, Sicherheitenweiterhin zu halten, derer er nicht mehr bedarf.

Weitergehende Informationen siehe www.teilungsversteigerung.net

Zu Frage 1: Wenn der Gläubiger die Grundschuld nicht freiwillig freigibt (was eigentlich kaum vorstellbar ist), dann müsste man gegen ihn klagen, damit er zur Freigabe verurteilt wird – was natürlich ein Selbstgänger ist.

Zu Frage 2: Der gordische Knoten (Katze beißt sich in den Schwanz) kann durch die Einschaltung eines Notars als Treuhänder durchschlagen werden. Die Bank zahlt das Geld an den Notar auch schon vor Eintragung der Grundschuld mit der Treuhandauflage, darüber erst dann zu verfügen, wenn sichergestellt ist, dass der Bank eine erstrangige Grundschuld eingeräumt werden kann. Der Gläubiger übergibt dem Notar die Löschungsbewilligung schon vor Zahlung mit der Treuhandauflage, darüber erst dann zu verfügen, wenn sichergestellt ist, dass er die Zahlung auch erhalten wird.

Viele Grüße

Klaus Dreyer

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