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Grundschüler als Pausenhofaufsicht - geht das in Ordnung?

gefragt von froschkoenig am 10.10.2007 um 10:51 Uhr

Bei uns sollen Dritt- und Vierklässler in Leuchtwesten den Lehrern bei der Aufsicht während der Pause helfen. Kann das funktionieren oder ist die Verantwortung zu groß?

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Schule x 23.092 Kinder x 17.890 Lehrer x 1.228 Aufsichtspflicht x 76 Aufsicht x 29 Pausenhof x 1

Katzentatze
beantwortet von Katzentatze am 10. Oktober 2007 11:07
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Ich denke, wenn jeden Tag andere Schüler dran sind, kann es nicht schaden. Sie lernen dadurch Verantwortung für andere zu tragen. Und bei 1 oder 2 Pausen, alle paar Wochen finde ich auch nicht, dass man die Kinder damit überbelastet. Es sollten eben nur alle Schüler das mal machen, damit kein Einzelner in eine andere Stellung gedrückt wird.

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 10. Oktober 2007 11:50

Alle Schüler werden dazu aber gar nicht in der Lage sein. Der Kommentar von Boldtbrequ bzgl. guter Auswahld er Schüler ist da schon wesentlich lebensnaher! Es darf weder terrorisiert werden, noch dürfen Schüler davon überfordert sein. In der 3.-4. Klasse sind die individuellen Unterschiede noch sehr groß und nicht jeder Schüler kann diese Aufgabe sinnvoll erfüllen.

Kommentar von Simple_avatar2smallKatzentatze am 10. Oktober 2007 11:56

Learning by doing. Voraussetzung für solche Dinge ist immer, dass die Lehrer ein Auge auf die "Aufsichtskinder" haben. Schwächere können dadurch mehr Selbstwertgefühl bekommen und stärkere Schüler können lernen, sich zurückzunehmen.

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 10. Oktober 2007 12:05

Aber auch nur theoretisch! Diese Wohlfühlpädagogik erweist sich in der Praxis immer wieder als unzulänglich und geht stark auf Kosten der schwächeren Kinder. So etwas wollen die Weichgewaschenen dann einfach nicht erkennen.

Kommentar von Simple_avatar2smallKatzentatze am 10. Oktober 2007 12:11

Wenn das vorher im Unterricht genau besprochen wurde und auch klargestellt ist, dass jeder mal drankommt, wird soetwas von Kindern meist sehr pflichtbewußt angenommen.

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 10. Oktober 2007 13:29

Wahrscheinlich genau so pflichtbewußt wie das Verbot zu rauchen, zu prügeln, das Gelände zu verlassen, zu mobben etc. Kinder sind einfach nicht so perfekt und gehorsam, wie Du es gerne hättest!


anonym
beantwortet von Boldtbregu am 10. Oktober 2007 11:02
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Die Idee ist nicht schlecht. Die Schüler sollen ja die Aufsicht nicht ANSTELLE der Lehrer übernehmen, sondern diese lediglich unterstützen. Vorher durchlaufen sie ja auch eine bestimmte "Ausbildung" (Streitschlichtung). Ich halte diese Idee deshalb für sinnvoll, weil die Kinder selbst ja viel mehr darin stecken und wissen, wo Konfliktpotential ist. Natürlich müssen die Schüler, die diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen, sehr sorgfältig ausgewählt werden, damit sie weder zu schüchtern bzw. ängstlich sind, noch die Neigung haben, andere zu terrorisieren. Die Erfahrungen, die ich bei solchen Modellen bisher mitbekommen habe, waren eigentlich in der Regel positiv.

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 10. Oktober 2007 12:06

Meine Erfahrungen sind durchweg damit negativ. Theoretisch alles prima, in der Praxis werden stabile, pfiffige Kinder gefördert und schwächere oder weniger angesehene Kinder noch weiter unterdrückt.


Morris
beantwortet von Morris am 10. Oktober 2007 12:00
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Das ist absoluter Quatsch. Denn so schürt man von außen Mismut, Agression und Konflikte unter den Kindern. Außerdem wird das Kind in eine schrecklich Zwangslage gebracht: Wenn es nicht "aufpasst", macht es sich beim Lehrer unbeliebt, wenn es "aufpasst", macht es sich bei seinen Mitschülern unbeliebt. Beides ist für das Kind eine Katastrophe.

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 10. Oktober 2007 12:07

Sehr gutes Argument. Das wollen all die Weichgespülten natürlich nicht hören.


Ceyda
beantwortet von Ceyda am 10. Oktober 2007 11:37
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Sowas ist schwachsinn und sinnlos zugleich. Grundschüler sind Kinder und in den Pausen können sie sozialen Kontakt aufbauen und ihre Pause genißeen in dem sie spielen. Und wenn die Lehrer mit den Schülern nicht auskommen, dann ist wirklich derren problem. Und wie sollen die solch einer Aufgabe gerecht werden ( Kinder )? Abgesehen davon werde ndie Schüler gehänselt. Eine wirklich schlechte Maßnah´me

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 10. Oktober 2007 11:50

Genau!


DaniH
beantwortet von DaniH am 10. Oktober 2007 11:02
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Bei uns an der Grund- und Hauptschule ist es so, dass Achtklässler diese Rolle mitübernehmen. Es sind also immerhin zwei Lehrer pro Schulhof (wir haben zwei Schulhöfe)und je 4 Achtklässler. Das funktioniert allerdings auch nicht immer sooooo toll, da die Halbstarken ihre Stellung ausnutzen und vor allem die ganz Kleinen drangsalieren. Ich find es dann schon fast ungeheuerlich, dass Dritt- und Viertklässler die Aufsicht mitübernehmen sollen.

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 10. Oktober 2007 12:07

Ganz meine Meinung! Theoretisch alles prima, in der Praxis aber untauglich.


anonym
beantwortet von williams18 am 10. Oktober 2007 12:08
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Ich find es Quatsch, Wichtigste Gründe sind schon von Foerster, Ceyda &Co geschrieben worden. außerdem haben die Kinder auch einen Recht auf Pause


Kajjo
beantwortet von Kajjo am 10. Oktober 2007 10:55
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Das ist grober Unfug. Schwächere "Aufpaß-Schüler" werden da dann mit Absicht provoziert und geärgert.

Lehrer haben eine Aufsichtspflicht und die sollten sie gefälligst ausüben. sie werden ja auch in den Pausen bezahlt! Die Regelung soll doch nur ermöglichen, daß 10 von 12 Lehrern im Lehrerzimmer Pause machen können, anstatt daß sie einfach das machen, was andere Arbeitnehmer auch tun müssen: Arbeiten. Aufpassen gehört dazu!

Was für eine Idee!

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 10. Oktober 2007 11:07

Den Lehrern helfen sollen sie. Was immer das auch bedeuten mag..

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 10. Oktober 2007 12:07

Damit weniger Lehrer gleichzeitig draußen sein müssen nehmen sie sich Kinerhilfe statt Kollegenhilfe.

Unglaublich!


anonym
beantwortet von oldpaed am 10. Oktober 2007 17:50
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Ich halte das für eine Überforderung und wäre dagegen. Klar ist, dass die Lehrperson keinesfalls von der Aufsicht befreit ist. (Das ist auch so nicht gemeint.) Es müsste schon klar sein, welche konkrete Aufgabe diese Schüler(innen) wahrnehmen, der Begriff "helfen" erscheint mir zu ungenau. Ich sehe auch die Gefahr, dass es zu Auseinandersetzungen kommen kann, wenn die Schül. aufgrund ihrer Leuchtwesten die Sache zu ernst nehmen oder überstrapazieren. Dadurch entstünden neue Konflikte, was nicht wünschenswert ist. Verantwortung lässt sich vielleicht an anderen Punkten besser lernen.- Es trifft in der Tat zu, dass in besonderem Notfall ausnahmsweise eine Lehrperson eine(n) Schüler(in)ab Klasse 8 nur sehr kurzzeitig beauftragen kann, die Aufsicht zu übernehmen (Hilfeleistung bei Verletzung, Telefonanruf im Sekretariat im Zusammenhang damit o. Ä.). - Unter dem Gesichtspunkt der Streitschlichtung halte ich die Aufsicht ebenfalls für nicht empfehlenswert; da geht es doch darum, beratend auch als Mitschüler(in) bei Konflikten zwischen Schülern tätig zu werden, nicht aber darum, die Lehrpersonen bei der Aufsicht zu entlasten. Mag sein, dass sie bei einem "beginnenden" Streit auf dem Schulhof eingreifen sollen: Aber sind sie da nicht überfordert? Wie also Grundschüler(innen) "helfen" sollen, ist mir nicht klar; das müsste konkretisiert werden. Lasst den Kindern ihre Pause; ich denke, die Aufsicht in Grundschulen müsste auch alleine "klarkommen"!


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