Frage von rs25436, 63

Grundbucheintragung von 1958 mit Löschungsvormerkung?

Hallo, meine Großmutter hat in Ihrem Grundbuch einen Eintrag über 600 DM von 1958, die dort vermerkte Person ist uns nicht bekannt und diese unbekannte Person ist 1998 verstorben. Wie bekommen wir jetzt den Eintrag aus dem Grundbuch ??? Vielen Dank im vorraus

Antwort
von kabbes69, 40

Ich würde zuerst beim zuständigen Rechtspfleger nachfragen, aber ich nehme an, dass es nur über ein Aufgebotsverfahren funktioniert, dabei wird die unbekannte Person mit den unbekannten Erben mit ihren Rechten über eine Veröffentlichung nach Ablauf einer Frist ausgeschlossen. 

Kommentar von rs25436 ,

Wie bekomme ich raus, wer der zuständige Rechtspfleger ist ?

Kommentar von kabbes69 ,

Ruf beim zuständigen Grundbuchamt an und lass dich dort mit dem Rechtspfleger für das Grundbuch von xyz (meistens gleich dem Ortsnamen, aber nicht zwingend) verbinden, einen aktuellen Grundbuchauszug hast du ja vermutlich, dort steht auch noch die Grundbuchblatt Nummer, die benötigst du auch. 

Antwort
von DietmarBakel, 34

Was heißt denn unbekannte Person? Wenn "unbekannt", woher wisst Ihr denn von dem Ableben in 1998?

Kommentar von rs25436 ,

der Name ist mir schon bekannt, nur die Person nicht. Ich habe den Namen gegoogelt, daher weiß ich, dass diese Person verstorben ist.

Kommentar von DietmarBakel ,

Gut also persönlich unbekannt.

Eine Grundschuld verjährt oder verfällt ja nicht.

Ich denke, dass kann jetzt ganz schön kompliziert und ggf. aufwendig werden. Da sind Juristen gefragt (bin ich nicht).

Die Erben des Grundschuldgläubigers sind beim Nachlassgericht seines letzten Wohnsitzes in Erfahrung zu bringen. Sofern das Sterbedatum nicht bekannt ist, kann es bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung in Erfahrung gebracht werden. Ist auch der
letzte Wohnsitz unbekannt, muss beim Einwohnermeldeamt des letzten bekannten Wohnsitzes der seinerzeitige neue Wohnort ermittelt und sich dann ggf. von Amt zu Amt bis zum letzten Wohnsitz durchgefragt werden. 

Stellt sich beim Nachlassgericht heraus, dass kein Nachlassverfahren durchgeführt wurde, müssen die Erben ermittelt werden. Dies ist in Bundesländern mit amtlicher Erbenermittlung kein großes Problem, weil die nächsten Verwandten des Erblassers in der beim Nachlassgericht vorliegenden standesamtlichen Todesanzeige aufgeführt sind. 

Dann muss die Erbfolge durch notarielles Testament nebst Eröffnungsniederschrift oder durch Erbschein nachgewiesen werden. Die auf diese Weise ausgewiesenen Erben haben sodann Anspruch auf die Grundschuld.

Nachdem diese Erben von Euch befriedigt wurden (bzw. Ihr habt Euch geeinigt)  können die Euch eine Löschungsbewilligung
ausstellen (nebst Erbennachweis).

Dann wird es gelöscht.

Ganz einfach sozusagen.

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