Frage von Shila1989, 230

Grundbucheintragung nachträglich für die Frau?

Mein Mann und ich sind nun am Überlegen ob ich doch noch mit ins Grundbuch Aufgenommen werden soll oder nicht. Mein Mann hat vor Jahren sein Eltern Haus überschrieben bekommen. Da waren wir schon zusammen aber noch nicht verheiratet. Daher hätte ich im Fall der Scheidung keine Rechte.

Jetzt ist es aber so das wir bereits viel Geld ins Haus investiert haben und nun noch weitere Investionen anfallen. Daher sind wir nun am Überlegen da wir es nun ja auch gemeinsam nutzen und dies auch in Zukunft so wollen ob es nicht sinnvoll ist das ich mit Eingetragen werde.

Die eigentlich Frage wäre ob es überhaupt sinnvoll bzw machbar wäre mich einzutragen. Auf dem Haus wurde vor kurzem eine neue und einzige Hypothek aufgenommen. Diese Hypothek läuft nur auf meinen Mann. Wäre es trotzdem möglich das ich mit dem Kredit nichts zu tun habe aber trotzdem im Grundbuch steh? Den Kredit zahle ich ebenso mit nur stehe ich eben nicht mit drin.

Antwort
von habakuk63, 198

Klar ist das möglich. 1. Dein Mann kann dir bis zu einem Wert von 400.000€ eine Schenkung geben, die steuerfrei ist. 2. Der Eintrag im Grundbuch muss beim Notar erfolgen und die Gebühr richtet sich nach dem Wert des Hauses.

Antwort
von schelm1, 195

Ihr Mann kann Ihnen in vorweihnachtlicher Güte durchaus den Eintrag ins Grundbuch ermöglichen; eine generöse Geste, die viel Vertrauen in sich birgt, dies zumal dann, wenn man Ihre Sorgen liest!

Der Kreditvertrag trifft Sie nicht als persönlich Haftende, da Sie kein Darlehensnehmer sind.

Die Grundschukld im Grundbuch allerdings sichert als Ihrer Eintragung vorrangige Belastung weiterhin den Kredit der Bank. Würde der Kredit z.B.  nicht weiter bedient und es käme zu einer Zwangsversteigerung, wären Sie und Ihr Mann den Grundbucheintrag als Eigentümer beide wieder los und Ihr Mann würde alleine für evtl. nach einer solchen Versteigerung verbleibende Darlehensrestbeträge haften!

Für Sie folglich kein Risiko und auch kein Grund, sich  der Herzensgüte Ihres Gatten zu verschließen.

Ihr Mann allerding sollte scharf darüber nachdenken, ob er Sie ohne nachträglichen Darlehensbeitritt durch  persönliche Mitverpflichtung für das bestehende Darlehen als Miteigentümerin bedenkt!?!

Das wäre eine ziemlich undurchdachte einseitige "Liebesgabe"!


Kommentar von Shila1989 ,

Auf nicht angebrachte Sorgen sollten Sie sich bitte raus halten.

Sie lesen es hier nur und sollen lediglich eine Antwort auf die Frage geben und keine Urteile treffen, von denen Sie gar keine Ahnung haben.
Danke für Ihre mehr oder weniger Hilfreiche Antwort.

Kommentar von schelm1 ,

Da waren wir schon zusammen aber noch nicht verheiratet. Daher hätte ich im Fall der Scheidung keine Rechte.

Ihre geäußerte Sorge! - nicht Meine!

Drum prüfe wer sich ewig bindet "ob sich auch ein Partner fürs Grundbuch findet"!

Antwort
von DFgen, 200

Ob du im Grundbuch eingetragen bist oder nicht hätte erstmal nur rechtliche Konsequenzen bezüglich des "Bleiberechts" bei einer Trennung - denn nur derjenige, der im Grundbuch steht, hätte dann Anspruch darauf, auch weiter im Haus zu wohnen.

Nur durch den Grundbucheintrag würde dir jedenfalls nicht mehr vom Haus "gehören" als es bisher tut. 

Bei der Aufteilung des Zugewinns im Fall einer Trennung oder Tod eines Ehepartners spielt es keine Rolle, wer im Grundbuch steht oder nicht, denn das was jeder vor der Ehe bereits allein besaß (bzw. der Geldwert dessen), gehört ihm ja auch am Ende der Ehe wieder allein, und nur das, was während der Ehe hinzugekommen ist (z.B. die Wertsteigerung am Haus o.ä.) wird durch zwei geteilt....

Antwort
von miboki, 166

Wenn Du im Grundbuch stehst, haftest Du als Miteigentümerin auch für die Schulden, die auf dem Haus/Grundstück lasten. Wenn Ihr im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft lebt, wird im Falle der Scheidung der Anfangswert des Hauses gerechnet. Durch das von Dir reingesteckte Geld ist das Haus mehr Wert. Dieser Mehrwert als Zugewinn gerechnet und geteilt. 

Kommentar von Shila1989 ,

Ja aber der Wert was das Haus vohrer Wert war gibt es leider nicht. Wir haben keine Begutachtung vom Haus machen lassen. Daher könnte man diesen Wert schwer ermitteln bis hin zu gar nicht. Man kann zwar durch Rechnung etc nachweisen was rein geflossen ist aber die viele arbeit die so gemacht wird eben nicht. Daher wäre es meinem Mann sehr wichtig das ich mit rein geschrieben werde. Bis her habe ich mir darüber keinerlei Gedanken gemacht sondern einfach mit gezahlt. Aber nun sehen wir es eben bei Freunden wie es doch mal sein kann und dann zahlt die Frau und der Mann hat alles alleine und bleibt auf 300.000Euro sitzen.
Das ist leider wahre Realität. Aber aus anderen Gründen war sie nicht im Grundbuch, bei mir standt es nur nie zu Frage.Vielleicht etwas leichtsinnig aber wenn man verliebt ist:-)

Kommentar von miboki ,

Ja, das sehe ich ein. Es ist ja aber so, dass - wenn der Kredit nicht mehr bedient werden kann, das Grundstück zwangsversteigert wird. Insofern ist es für mich nicht klar, weshalb es bei Deinen Freunden anders läuft. Aber darum geht es ja nicht. Mein Mann und ich standen vor einem ähnlichen Problem - bei uns ging es aber nicht um die Absicherung im Falle einer Scheidung sondern um Absicherung im Todesfall ( mein Mann hat aus erster Ehe zwei Kinder). Wir haben uns beim Notar beraten lassen. Das würde ich Euch auch empfehlen. Vielleicht gibt es ja noch eine andere Möglichkeit z. B. eine vertragliche Regelung im Falle einer Scheidung. In dem Fall solltet Ihr auch über eine Erbschaftsregelung nachdenken, denn im Falle des Todes Deines Mannes bist Du nicht automatisch Alleinerbin, auch wenn Ihr vielleicht keine Kinder habt. 

Antwort
von lorestes, 147

Ich wurde auch nachträglich eingetragen - das ist kein Problem. Kostet aber einiges. Bei mir waren es knapp 3000 Euro......

Lg

Kommentar von Shila1989 ,

Wieso musstest Du 3000Euro zahlen?

Ich habe im Interent etwas von 300€ gelesen, kommt natürlich auf den Wert des Hauses an. Wir reden hier von einem Haus wenn es dann nächstes Jahr mit dem Umbau der Garagen fertig ist ein Wert von ca 400.000€uro haben wird.

Kommentar von lorestes ,

Die Kosten beim Notar beliefen sich auf 200 Euro, der Rest wird vom Wert des Hauses ausgehend berechnet. Glaub mir ich war auch ein "bisschen" verärgert, weil wir von Anfang an beide hätten eintragen können.... Dieser Betrag wurde aus dem "Verkehrswert" des Besitzes errechnet.

Antwort
von Immuzer, 141

Ja das geht und das ist sinnvoll. Es wäre dann aber eine Schenkung, Die ist steuerfrei an den Ehepartner bis zu € 500.000. Und der Kreditgeber der 1. Hypothek müßte sicherlich zustimmen , Kommt den Vertrag an diesbezüglich,

Bis das der Tod Euch scheidet, gilt nämlich oft nur bis eine eine hübsche schlanke Blonde kommt. Wer weiß was in ferner Zukunft passiert,

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