Frage von brido, 37

Grund kaufen wie besichtigt oder wie im Grundbuch?

Wenn jemand einen Grund kauft, und es stellt nachher heraus dass die Maßen im Kataster zu seinem Nachteil nicht stimmen (früher war die Vermessung ja nicht so genau wie heute) , kann er eine Berichtigung verlangen (versezten vom Zaun z.B.)?

Antwort
von Feldnuss, 22

Die Flächenangaben im Grundbuch nehmen nicht am öffentlichen Glauben teil, d.h. die Grundstücksgröße ist nicht einklagbar. Sie wird nachrichtlich vom Katasternachweis übernommen, dessen Genauigkeit, wie Du bereits selber schreibst, u.a. vom Zeitpunkt der Grenzfeststellung abhängt. Es gibt viele Möglichkeiten, was mit deinem Grundstück los ist. Vielleicht stimmt nur der örtliche Grenzverlauf nicht mit den Katasterangaben überein, vielleicht liegt ein Fehler im Kataster vor, vielleicht waren die Grenzen nicht festgestellt. Zur Beantwortung deiner Frage müsstest Du genauer beschreiben, was zu deinem Nachteil nicht stimmt (die Flächenangabe, ein Grenzstein, der Zaun?) und wie Du zu dieser Erkenntnis gekommen bist (neue Vermessung vor Ort, Nachricht vom Katasteramt, Aussagen vom Nachbarn...?).

Antwort
von Mignon2, 28

Maßgeblich ist immer der Grundbucheintrag. Du wirst dir vor dem Kauf einen Grundbuchauszug angesehen haben, aus dem die genaue Größe hervorgeht. Wenn du das nicht getan hast, ist es dein eigenes, schuldhaftes Versäumnis.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community