Frage von Hannahfee, 59

Gründereffekt oder?

Hallo, angenommen in einem Wald findet eine Rohdunng statt. Viele Ameisen die auf den Bäumen lebten welche abgeholzt wurden sterben. Doch die die auf den Bäumen leben welche nicht abgeholzt wurden bleiben zurück. Aus ihnen ,den Überlebenden dieser Art , entsteht eine neue große Population. Nun die Frage Gründer oder Flaschenhalseffekt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von cub3bola, 35

Also der Gründereffekt sagt eigentlich das sich eine größere Population aus nur sehr wenigen Individuen entwickelt hat. Nehmen wir jetzt als Beispiel eine Hundeart und davon nur wenige Individuen ,sagen wir mal 30 Schäferhunde/Blindenhunde und setzen die auf einer Insel aus ... dann könnten wir Generationen später an der sich daraus entwickelten population sehr deutlich den Gründereffekt erkennen. Wichtig ist hier die isolierte Entwicklung weniger Individuen zu einer ganzen Population.

Der Flaschenhalseffekt bezieht sich auf eine bestehende Population und wird erst dann relevant wenn deren Anzahl über einen längeren Zeitraum reduziert würde. Die Population wird also nicht ausgerottet aber über mehrere Generationen sehr klein gehalten.

Genetisch hat man innerhalb von Population normalerweise eine hohe Genfrequenz (hohe Frequenz der Allele). Sowohl beim Flaschenhalseffekt als auch beim Gründereffekt ist die Genfrequenz jedoch signifikant reduziert. Die Folge ist eine sehr hohe Homozygotie.

Im Rahmen des Flaschenhalseffektes sind die homozygot vorliegen Gene oft für das Überleben bedeutsam, zB eine Immunität oder Resistenz gegen eine Krankheit bei sogenannten Hypoallergenenviren ... wie sie in Krankhäusern durch die ständige Desinfektion und Antibiotika erzeugt werden.

Im Rahmen des Gründereffektes zeigen sich aber auch Mutationen oder anders schädigende Gene als homozygot. Eine Gründerpopulation von Schäferhunde wurde also auch noch Genertationen später an dem häufig angeborenem Hüftgelenkschadfen der Schäferhunde zu knabbern haben.

Daher ... würde ich jetzt mal die kontinuirliche Reduktion des Ameisenbestandes, durch Abholzung, als Flaschenhalseffekt einstufen. Die Ameisenkönigin die im Rucksack des Assistenten, des Professors, in der Forschungsstation der Antarktis eine neue Kolonie in den Lüftungsschächten der Forschungsstation gründet ... wäre dagegen als Gründerpopulation einzustufen.

Kommentar von cub3bola ,

Sorry wegen der Rechtschreibung, bin total breit^^

Kommentar von Dackodil ,

Du hast dich wohl vertan. Hypoallergene Krankenhausviren gibt es nicht. Sehr wohl aber multiresistente Krankenhauskeime (meist Bakterien), die ein wirklich großes Problem sind.

Kommentar von cub3bola ,

haha ja genau, hast recht, Freudsche Fehlleistung xD

Antwort
von Dackodil, 22

Ich glaube, die Ameisen sind kein gutes Beispiel.
Bei der Abholzung sterben ja "nur" Arbeiterinnen. (Ameisen überleben das Abholzen und Fallen eines Baumes, auf dem sie gerade sitzen sehr gut). Das Geschlechtswesen mit der Lizenz zur Vermehrung und Genweiterverbreitung lebt ja geschützt unter der Erde.
In der Regel erholt sich eine Population von einer solchen Störung.

Wenn allerdings die Rodung solche Ausmaße hat, daß der Lebensraum zerstört wird, stirbt auch die Königin und damit das Volk.
Das hat dann aber nichts mit den Tieren auf den gerodeten Bäumen zu tun.

Antwort
von abbyW, 32

Flaschenhals

Kommentar von cub3bola ,

nachdem ich mir jetzt hier die Fingerchen blutig geschrieben hab ... kloppt der Kerl einfach so brutal die Antwort raus ohne jegliche Erklärung ... naja ... dafür mal Daumen hoch^^

Kommentar von abbyW ,

😂 welcher kerl? also es ist der Flaschenhalseffekt da es noch immer nur die eine Population ist aus der die ganzen nachkommen kommen. so kann es zu Verlust von Vielfalt kommen da vorteilhafte oder auch nachteilige allele aus dem genpool verschwinden KÖNNEN

Kommentar von cub3bola ,

Sorry Abby ... liebes Frauchen^^

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