Frage von Sandvik, 28

Gründe für vorzeitigen Arbeitgeberwechsel?

Hallo Community,

ich bin seit etwas mehr als einem Jahr bei meinem aktuellen Arbeitgeber aktiv. Da mir einiges dort nicht gefällt, und dies sich auch nicht ändern lassen wird, habe ich mich mittlerweile bei drei meiner absoluten Wunsch-Arbeitgeber in meiner Region beworben, die allesamt Stellen ausgeschrieben haben, die auf mein Profil passen.

Ich möchte gerne darauf vorbereitet sein, falls eines Tage ein Anruf oder einen Einladung von einem kommen sollte und die sichere Frage kommt, warum ich so früh wechseln möchte.

Hier mal einige der wichtigsten Gründe, warum ich von meinem aktuellen AG wieder weg möchte:

  • tlw. willkürliche und z. T. nicht nachvollziehbare Entscheidungen vom "Top-Management" in die Arbeitsebene
  • keine zeitgemäßgen Zuschüsse/Vorsorgen...
  • Überlastung durch sprichwörtliches "Zuballern" mit Arbeit
  • viel "wir sollten mal!" und "warum habt ihr nicht?"

Die o. g. Liste sind nur Kleinigkeiten gemessen an dem, was micht richtig stört:

  • keine persönliche Entwicklungsperspektive (z. B. Aufsteigen zum Gruppenleiter, Karriere...)
  • man wird häufig mit Problemen alleingelassen
  • tlw. mangelhafte technische Ausstattung
  • Wegdelegieren von Verantwortung auf die Arbeitsebene
  • dafür mittelmäßige Bezahlung

Ich muss die o. g. Listen natürlich in Phrasen verpacken, die ein vernünftiges Bild darüber geben, warum ich weg will - nur weiß ich absolut nicht wie. Und da ich manches Mal mein Herz auf der Zunge trage, habe ich natürlich Schiss, es mir gleich zu verbauen.

Habt ihr Tipps?

Danke euch im Voraus...

Antwort
von rotreginak02, 7

Erst einmal habe ich eine Gegenfrage: warum sprichst du von einem vorzeitigen Arbeitgeberwechsel? Ist dein Vertrag etwa befristet und du möchtest eher aussteigen?
Ansonsten bist du mit gut einem Jahr beim selben AG  gegenüber den vielen AN, bei denen das Arbeitsverhältnis wesentlich kürzer ist, manchmal sogar die Probezeit nicht übersteht, schon gut dabei.

Zu deiner Frage:

du solltest auf gar keinen Fall diese ganzen Punkte ansprechen, denn ein Bewerber, der nur über den EX-AG was zu meckern hat, wirkt sofort unsympathisch und keineswegs loyal. So einen will man sich nicht "ans Bein binden".
 Abgesehen davon, dürfte es bei vielen anderen Stellen ähnlich zugehen, besonders in kleineren Betrieben.

Man wird dich aber vermutlich schon danach fragen, warum du nun eine neue Herausforderung suchst, und das einzige "Argument" von denen, die du hier nennst, das sicher nicht zu deinem Nachteil ist, ist, dass du nun eine persönliche Entwicklungsperspektive suchst. Dass du die dann beim alten AG wohl nicht hattest, können sie sich dann denken und die nächste Frage an dich dürfte dann sein: Wie du dir denn deine Entwicklung in den nächsten Jahren vorstellst. Darauf solltest du dann eine gute und realistische Antwort parat haben.

Fazit: weniger Negatives über den (noch AG) denken und im VG erzählen und stattdessen viel positive Energie für den neuen Job ausstrahlen und kommunizieren.

Kommentar von Sandvik ,

Hey ho, danke für die Top-Antwort! Vorzeitig deshalb, weil nur etwas mehr als 1 Jahr rum ist, seit dem Beginn (unbefristeter Vertrag, Mittelständler). Die AGs, bei denen ich mich aktuell beworben habe sind fast alle Konzerne...

Kommentar von rotreginak02 ,

kein Thema, gerne. Aber gerade große Konzerne haben Profis in der HR und entsprechend gut und überzeugend musst du dann im Gespräch sein. Wer nach einem Jahr feststellt, dass er dort keine Entwicklungsmöglichkeiten hat, gilt eher als interessant als jemand, der es erst nach 5 Jahren begreift ;-) Nur wie gesagt: nichts Schlechtes über den AG sagen, sondern so etwas Positiv auf die neue Stelle/ den neuen AG formulieren. Das ist die halbe Miete.

Viel Erfolg

P.S.: bereite dich sehr gut auf die Gespräche vor, damit du punkten kannst und keine großen Fehler machst.... gerade wenn man das Herz auf der Zunge trägt, kann das passieren. Die wichtigsten Fragen beziehen sich auf deine Motivation, deine Kenntnisse und auch adäquates Verhalten.

Antwort
von Matahleo, 13

Hallo Sandvik, 

es ist sehr gut, sich vorher einiges zurecht zu legen. 

Also einige gute Gründe für einen Wechsel sind:

Ich würde mich gerne verändern, da ich

- einfach noch mehr Erfahrungen auf diesem Feld machen möchte und ich hier das Gefühl habe auf der Stelle zu tretetn. 

-  meinen Horizont erweitern möchte. 

- Ihre Stellenbeschreibung sehr interessant finde und glaube, dass ich damit bessere Entwicklungsmöglichkeiten habe.

- weitere Perspektiven suche. 

- die Herausforderung brauche.

Hilft dir das ein wenig? Alles Gute dir, 

LG Mata

Antwort
von Zumverzweifeln, 11

Mein Tipp: man sagt bei einem neuen Arbeitgeber grundsätzlich nichts Schlechtes über den alten.

Es reicht absolut, wenn du sagst, dass du dich sehr von der Stellenanzeige angesprochen gefühlt hast und sehr gerne dich dort einbringen würdest.

Antwort
von Daleduc, 15

Verstehe gar nicht, warum du da offenbar abends nach Feierabend dir das Leben so schwer machst, anstatt deinen Kopf mal ruhen zu lassen. 

Ein Chef wird - sofern du ins Profil passt und qualifiziert bist - eine Stelle bestmöglich besetzen wollen. Wenn du gut bist, wird man sich wohl nur noch fragen, wie lange deine Kündigungsfrist ist. 

Kommentar von Sandvik ,

Hey, naja das verstehe ich manchmal auch nicht (ist auch nicht Gegenstand dieser Frage hier)...

Die Frage wird aber kommen, einfach um zu schauen, wie ich auf eine solche Frage reagiere.

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