Frage von SarahBund97, 92

Großübung der DLRG + Bundeswehr ich soll Funken und als Riegenführer Anweisung hab aber keine Ahnung?

Hallo...ich schon wieder 🙈 ok und zwar Üben nächsten Dienstag die DLRG und Bundeswehr gemeinsam...und ich werde mich vor meiner Einheit zum Affen machen...(ich habe Sonderurlaub, da ich Soldatin bin und fahr bei der DLRG als Riegenführerin mit) ich bin gleichzeitig Funker und melde an Leitstelle in regelmäßigen Abständen...Ok 1. Melde ich mich dann vom Wasser aus mit "Adler 007 meldet.." oder melde ich die Nummer des Fahrzeuges der DLRG? 2. Wie zur Hölle gebe ich die Postion auf den Wasser durch? 3. Was mach ich, wenn ich an der zu retten den Person im Wasser vorbei bin, weil ich es nicht rechtzeitig geschaft habe das Raft zu wenden? Ich kann meine Männer ja schlecht gegen die störmung paddlen lassen, oder? 4. Ok diese Frage mag komisch erschein aber was ist, wenn mein Funkgerät verloren geht, weil wir z.B gekentert sind?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RatlosMEaM, 19

Ok, irgendwann hört "komisch" auf.

Hast Du eine einsatztechnische Grundausbildung im Wasserrettungsdienst absolviert? Kaufe Dir im eigenen Interesse das Taschenbuch für Wasserretter (aktuell ist die 3. Auflage) oder lasse es Dir von der örtlichen Gliederung zur Verfügung stellen.

Du merkst evtl selber an den Fragestellungen, dass eine Reihe elementarer Kenntnisse noch nicht vorhanden sind und es ist in meinen Augen von Deiner Einsatzleitung unverantwortlich Dich ohne fundamentales Grundwissen im Bereich Einsatz für so etwas "zu verbrennen".

1) Die Meldung vom Wasser aus erfolgt (über den 2m Betriebsfunk) vermutlich "Adler Musterhausen (Funkkennung Einsatzleitung) von Adler Musterhausen (Funkkennung Raft)" --- es meldet sich somit die einsatztaktische Komponente "RAFT"

2) Positionsmeldung auf dem Wasser... Diverse Möglichkeiten z.B. Flusskilometer, oberhalb/unterhalb von klar(!) definierten Bauwerken (Schleusen, Brücken, o.ä.) z.B. Position ist auf der Naab Höhe Wernberg Köblitz oberhalb der Brücke der Bundesstrasse 14

3) Es greift der Führungsvorgang. (1)Lage analysieren (an Person vorbei - Person am Ufer oder im Wasser treibend??) -- (2)nächste Aktion planen (ans Ufer gehen? gegen die Strömung ankämpfen?) -- (3)"Befehl" ausgeben...

4) siehe Antwort von navynavy; Wenn Du das Funkgerät entsprechend sicherst kann es nicht final verloren gehen. Ordentlich am Raft oder an der Prallschutzweste o.ä. befestigen. (Lass es Dir vor Ort vernünftig zeigen) Und wenn es doch passiert: "Melden macht frei - und belastet den Vorgesetzten (Einsatzleiter)." Ist mir auch schon passiert; Shit happens.

###

Um eine Sache nochmal klar zu stellen: Der Vollpfosten bist nicht(!!) Du, weil Du Fragen stellst, sondern die Leute, die Dich ohne(!) irgendeine vorbereitende Ausbildung für so eine Aktion an der Position einteilen. Du möchtest in dem Bereich tätig sein, dass mach den Verantwortlichen klar, dass Du die erforderlichen Ausbildungen dafür brauchst.

 Gerne per PN weiteres, wenn gewünscht.

Expertenantwort
von navynavy, Community-Experte für Bundeswehr, 37

Zu den Fragen 1 - 3:

Du bist als Riegenführer eingeteilt. Das bist Du, weil Du entweder schon lange genug bei der DLRG dabei bist, dass Du genügend Erfahrung haben und damit wissen müsstest müsstest, wie der Hase läuft, oder weil Deine Vorgesetzten bei der DLRG davon ausgehen, dass Du intelligent genug bist, Dich rechtzeitig bei ihnen bzw. der Übungsleitung über Dinge zu informieren, die Dir fremd sind. Nennt sich Eigeninitiative bzw. Eigenverantwortung. Es ist nämlich keine Schande, Dinge nicht zu können, sondern nicht zu wissen, wie man sie lernen kann. Und dafür bist Du doch Deinen Fragen hier nach schon lange genug bei der DLRG dabei.

Also sorry, aber wenn Du schon länger dabei bist, solltest Du wenigstens ungefähr Bescheid wissen, wie man eine Bergung aus einem Gewässer durchführt. Das klingt ja, als hättest Du das bisher noch nicht einmal ansatzweise geübt bzw. gelernt.

Also: Frag nicht hier ins Blaue die Ratefüchse vom Dienst, sondern nimm möglichst bald Kontakt zu Deinem Vorgesetzten bei der DLRG auf (Mail? Telefon?) und frage ihn das!

Zur Frage 4:

Dann ist es weg. Dass Gerät bei Übungen verloren- oder kaputtgeht, ist nichts Ungewöhnliches - ein gutes Licht auf den Verantwortlichen wirft es nur vielleicht nicht. Wenn Du nicht schuldhaft oder fahrlässig den Verlust zu verantworten hast, wirst Du auch nicht dafür finanziell geradestehen müssen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten