Frage von 8Raben, 55

Großflächiger Kartoffelturm, Käfer bekämpfung durch Hühner Möglich?

Also wenn man Theoretisch einen Rechteckigen Kartoffelturm/Beet anlegt. Reicht es aus seinen Hühnern und vielleicht Enten dort auslauf zu geben, um die Kartoffelkäfer einigermaßen zu Dezimieren ?

So das man vielleicht 2-3 Jahre auf der selben Stelle Kartoffeln anbauen kann ?

Gibt es sonst noch irgendwelche nicht Chemische und Natürliche Methoden um die Käfer loszuwerden, ausser einsammeln ^^ Oder irgendwelche Bakterien zu versprühen, halte das nämlich auch nicht für Natürlich. Das stört die Microbiologie.

Der Gedanke ist nämlich mehrere Beete anzulegen und somit das ganze Jahr Kartoffeln ernten zu Können und zu Lagern. Und in einem Kartoffelturm ist eine ausbeute von 1:25 möglich.. . Das ist der anreiz.

Aber jedes Jahr mit dem Beet umziehen, wäre zuviel Aufwand, mal abgesehen davon das man die Erde eigentlich nicht mitnehmen darf, da ja evtl. Käferlarven in ihr enthalten sein könnten.

Was wäre wenn man Frühkartoffeln aussäät und die Verseuchte Erde als Starter nimmt ?? Ist den Larven das zu tief und sie gehen ein ? Bis die Schlüpfen müsste ja beinah 80 cm erde drüber liegen.. ^^

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Lavendelelf, 38

Als natürlicher Feind von Kartoffelkäfern sind Hühner und Enten ja bekannt. Ich würde in einem Beet jedoch Hühner immer bevorzugen. 

Ein weiterer natürlicher Feind von Kartoffelkäfern sind Kröten. Diese ernähren sich außerdem von Schnecken, Asseln, Spinnen und unterschiedlichen Insekten. Eignen sich somit wunderbar.

Kommentar von 8Raben ,

Nun ja, Kröten lassen sich aber nicht so einfach dirigieren wie Enten oder Hühner :P.... wobei genrell es bestimmt nicht schlecht ist am Ackerrand ein kleinstbiotop zu haben.

Expertenantwort
von agrabin, Community-Experte für Biologie, 40

Da bin ich mir nicht sicher, ob Hühner den Kartoffelkäfer fressen, vielleicht eher die Eigelege.

Der Fruchtwechsel bei Kartoffeln ist, ganz unabhängig vom Befall mit Kartoffelkäfern, nötig weil  der Erreger der Kraut- und Knollenfäule (Phytophtora infestans) im Boden überdauert.

Außerdem können  sich der Kartoffelnematoden im Boden vermehren. Wenn du kein zertifiziertes Pflanzgut verwendest, kannst du den mit den Pflanzkartoffeln einschleppen.

Kommentar von 8Raben ,

Naja wenn mal ein Pilz in der Erde ist wäre das Natürlich sehr schlecht. Ich weiss nicht inwiefern man zb Porree dort anpflanzen könnte , oder anderes Gemüse das gern angehäuft wird. Um den Platz und den Aufwand nicht zu verwerfen.

Bin mir aber sicher das man in dem Fall sicherlich alternativen finden könnte.

Aber gegen Nematoten gibts es ja durchaus nachhaltige Methoden, wie zb Olrettich sähen und andere Pflanzen die den Nematoten wenig bis keine Nahrung und Fortpflanzung ermöglichen usw.

Kommentar von agrabin ,

Ja, die beste Methode gegen Fruchtfolgeerkrankungen ist es eine Fruchtfolge einzuhalten, die die Ausbreitung verhindert.

Die Studentenblume (Tagetes) wird auch gerne gegen Nematoden im Gartenbau genutzt.

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