Grobe Fahrlässigkeit; Verzicht auf die Einrede ?

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7 Antworten

Die Einrede bez. grober Fahrlässigkeit lautet: "Führt der VN den Schaden grob fahrlässig herbei, so ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens des VNs entsprechenden Verhältnis zu kürzen". Das nennt man Quotelung und das stammt wörtlich aus dem VVG § 28 Abs. 2.

Der Verzicht auf diese Einrede besagt nun: "Abweichend von § ...... VHB ..... verzichtet der Versicherer auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit. ... (siehe Amn.)".

Steht hier weiter nichts, verzichtet er in jedem Fall bei Schäden bis zur vollen Versicherungssumme. Es kann dort auch eine Grenze von z.B. 10 oder 25 Prozent der VS erwähnt sein, dann gilt diese Regelung für Schäden bis max. zu dieser Summe.

Grundsätzlich reden wir hier über die Herbeiführung des Versicherungsfalles. Bei Verletzung von z.B. Sicherheitsvorschriften (vertragliche Obliegenheiten) ist der Versicherer nach wie vor berechtigt, wegen grober Fahrlässigkeit zu kürzen.

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Kommentar von NochWasFrei
07.07.2016, 14:27


Grundsätzlich reden wir hier über die Herbeiführung des
Versicherungsfalles. Bei Verletzung von z.B. Sicherheitsvorschriften
(vertragliche Obliegenheiten) ist der Versicherer nach wie vor
berechtigt, wegen grober Fahrlässigkeit zu kürzen.

Ganz wichtig diesen Unterschied zu kennen.

Wenn man z.B. die Wohnungstür nicht richtig verschließt und aus dem Haus geht und dann die nicht verschlossene Tür den Einbruch erleichtert, kann und wird die Hausratversicherung nach wie vor wg. grober Fahrlässigkeit (hier dann Obliegenheitsverletzung) die Leistung kürzen.

Prinzipiell ist der Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit eine Sache, die man schon in seinem Vertrag drin haben sollte. Beugt Stress im Schadenfall vor.

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Ja, bei im Rahmen der Hausrat versicherten Dingen. Mußt halt in den Vertrag schauen, für was genau die Versicherung die Einrede zulässt.

Alte Tarife sind meist wesentlich ungünstiger für den Versicherungsnehmer.

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Nicht immer sind die neueren Verträge auch für den Kunden besser und sinnvoller! Ich würde mal die alten und die neuen Bedingungen direkt vergleichen und natürlich auch die zu zahlenden Beiträge! Gerne mögen die Versicherungsvertreter auch Versicherungen verkaufen, die wenig Risiken aber hohe Beiträge und damit hohe Prämien einbringen! Da ist z. B. eine Glasversicherung und eine Elementarversicherung zu benennen! Wenn ich beispielsweise zur Miete in einem Hochhaus wohne, brauche ich mich nicht gegen Hochwasser und dergl. versichern! Also ein bißchen Skepsis und Hinterfragen ist angebracht!

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Man sollte seine Versicherungen alle paar Jahre überprüfen lassen. Es kommen neue und manchmal sogar bessere und günstigere Tarife auf den Markt. Dann ist eine Anpassung für den Versicherungsnehmer vorteilhaft - natürlich nur dann, wenn die Konditionen nicht gleichzeitig verschlechtert werden und es sich also um einen Trick der Versicherung handelt.

Ein neuer Versicherungsvermittler möchte natürlich Geschäft machen und somit eine Provision verdienen. Das ist legitim. Wenn ihr beide von Veränderungen der Versicherungsbedingungen profitiert, wäre es optimal. :-)

Ich bin keine Versicherungsexpertin. Aber das mit der groben Fahrlässigkeit ist nach meiner Auffassung richtig. Damit kann die Versicherungsgesellschaft den Versicherungsschutz nur noch ablehnen, wenn Vorsatz vorliegt. Vorsatz bedeutet in vielen Fällen (nicht immer!) sowieso eine Straftat. Wenn diese Einrede der groben Fahrlässigkeit ausgeschlossen wird, ist es zu deinem Vorteil.

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Die neuen Tarife, wem nützen sie? Die Gesellschaften wollen Geld verdienen, der Kunde will sparen. Der Einschluß grobe Fahrlässigkeit ist ein gutes Zugpferd zur Tarifumstellung und kann sinnvoll sein. Man sollte jedoch die vollständigen Bedingungen im Auge behalten. Viele Gesellschaften trennen sich im Zuge der Neuordnung gleich von unliebsamen Klauseln wie eingeschlossenen Gartengeräten, Wasserverlust nach Rohrbruch...

Z.B. ist es sehr schwierig einen Rasenmähroboter in den aktuellen Tarifen unterzubringen. In den alten Bedingungen ist er versichert. Manche Versicherer zahlen nur noch bei Schäden die direkt auf der Terasse entstehen. Stand das Trampolin im hintersten Gartenwinkel, ist es ausgeschlossen.

Von hier aus kann man also nicht beurteilen, ob eine Umstellung auf neue Bedingungen sinnvoll ist.


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das stimmt sicher nicht.

für einen alten vertrag bekommt der vertreter keine provision mehr. für einen neuen schon

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Kommentar von Menuett
07.07.2016, 13:24

Ähm, wenn der alte Vertrag in seinem Vertriebsbereich liegt, dann bekommt er sehr wohl eine jährliche Provision.

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Kommentar von DolphinPB
07.07.2016, 14:10

Unsinn, er hat Recht.

Und der Kommentar gez. der Provison ist genauso falsch wie unsachlich.

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