Griechische Mythologie studieren, sinn?

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8 Antworten

Wenn du Philosophie studierst, gehe ich davon aus, das du 1,. bereits eine Antwort für dich formuliert hast und 2. ein bestimmtes Sensorium hast, das nicht nur wirtschaftlich unmittelbar Verwertbares Sinn hat.

Also natürlich macht es Sinn.

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Absolut sinnvoll!!!

Die Wiederentdeckung der alten Götter ist für mich sogar schon im Gange, wenn auch nur ganz leise :-)

Weil.....

Alle Weltbilder sind ja Bilder von der Welt - also menschliche Versuche, die unfassbare Wirklichkeit und Wahrheit gleichnishaft abzubilden. Das Bild aber ist eben nur ein Bild, das sich der Mensch in seiner nicht zu vermeidenden Subjektivität macht.
Alles Sichtbare ist ja nur ein Gleichnis und jede Form drückt einen Inhalt aus.

Ist man sich dessen!!! bewusst, so werden Bilder Brücken zur Wirklichkeit. Und genau die sucht doch der Mensch - oder? Das ist ihm doch ein großes Anliegen - oder? Naja, also meiner Meinung nach schon :-) Bilder werden so zum Symbolon (griechisch: symbalein=zusammenwerfen), das uns eben in Verbindung mit dem, was uns fehlt, was uns, wenn man so will, zur Ganzheit fehlt: mit dem Numinosen, dem Metaphysischen, dem Wirklichen bringen kann.

Ich finde, dass unser wissenschaftliches Zeitalter krankt, eben weil es zu glauben anfing, dass die Bilder, die man von der Welt entwarf, bereits die Wirklichkeit selbst sind! Meiner Ansicht nach beraubte die Wissenschaft (vielleicht als Beispiel die Physik, als schätzungsweise fortschrittlichste, ohne sie dabei jedoch abwerten zu wollen) den Formen ihrer Bedeutung (Inhalt), was doch dann Bedeutungslosigkeit hieße. Das machte die formale, materielle Welt doch zum Selbstzweck - oder? Man glaubt quasi, dass man ohne das Göttliche, Numinose und Metaphysische leben könnte. Aber ist es nicht so, dass das Leben seinen Wert aus dem Sinn (Inhalt) zieht, und dieser außerhalb bloßer Formen, Funktionen oder Fortschrittsideologien liegt? Zum Vegetieren reicht es ja vielleicht, aber doch nicht zum Leben - oder? :-)

Also ich persönlich finde, dass sich Menschen sehr wohl nach echten Bildern, die eben sehr wohl als Symbolon (auch Rituale z.B.) dienen können, sehnen, um die Welt und das Leben (wieder?) begreifen zu können. Dem Gesetz des Wandels folgend sehe ich durchaus, wie gesagt sehr leicht noch, aber immerhin ;-) die Rehabilitation altehrwürdiger Systeme, die unsere moderne Zeit in ihrer Arroganz als abergläubischen Unfug abgetan hat.

Mach' es nicht eines Nutzen wegens, sondern vielmehr aus einer eigenen Überzeugung heraus. Wenn es wirklich Sinn für dich macht, dann super, sonst besser lassen ;-) Aber ich erkenne großes Potenzial in dieser Thematik.

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Das dürfte schwierig werden, weil die Griechische Mythologie ja nur ein winzig kleiner Teilbereich ist und ich mich nicht mal in Klassischer Archäologie daran erinnern kann, dass es dazu ein eigenes Seminar gab.

Etwas zu wissen macht immer Sinn. In diesem Fall würde ich dir aber raten, die Grenzen etwas weiter zu fassen, da eher das Vergleichen mehrerer Mythologien sinnstiftend sein könnte.

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Kommentar von froggle
03.11.2015, 12:11

bitte frage lesen

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Warum sollte soetwas keinen Sinn machen ?

Die Altertumsforschung ist aktuell, und gerade die griechische Epoche hat die Entwicklung und die Ansichten der europäischen Menschen über Jahrhunderte geprägt. Dabei sind die Lehren derartig nachhaltig, dass man davon sogar Heute noch Gebrauch machen kann. Sieh z.B. Gelehrte wie Platon und sein Höhlengleichniss. Das dürfte Dir als Pyhlosophiestudent sicherlich bekannt sein.

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Beim Studium kommt es nicht nur auf den Nutzen an. Wenn "Griechische Mythologie´" glücklich macht, dann ist das schon ein Grund. In der Regel wird man die griechische Mythologie ja nicht wie die Theologie studieren, weil man daran glaubt, sondern aus historischem und philosophischen Interesse. Ich denke schon, dass man aus dem Denken der Antike auch Schlüsse für das Denken der Gegenwart ziehen kann. Und zum anderen ist es wichtig, dass die Geschichte der Antike nicht verblasst. Über Römer und Griechen wissen wir viel, weil sie eben viel von Menschen studiert wurden und weil sie unsere Vorfahren sind - zumindest vom Denken und Fühlen. Die Religionen der anderen Völker (z.B. Perser, Assyrer, Hetiter usw.) ist nur sehr bruchstückhaft erforscht und geht deshalb eher verloren. Mythologie wird nicht das große Studium für die Massen sein, aber es mag gut sein, dass einige "Freaks" (bitte positiv verstehen) sich damit intensiv und wissenschaftlich beschäftigen.

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Ich denke, das Themenfeld ist zu klein. Ich studiere z.B. Alte Geschichte und Klassische Archäologie und wenn man sich nur mit Mythologie und dann auch nur mit Griechischer beschäftigen möchte, ist das einfach zu eng gefasst. Aber du kannst es zu einem deiner Spezialgebiete machen.

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Kommentar von froggle
03.11.2015, 11:52

Bitte lies meine Frage.

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Nun, eigentlich war die Mythenbildung in gewissem Sinne die Vorstufe der Philosophie, somit kann es für Dich (Dein philosophisches Studium) durchaus von Nutzen sein.

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philosophie ist ausgedacht von "kindern ihrer zeit"


damit kannst du im leben nichts werden, denn das hat keinen fruchttragenden sinn für die gesellschaft in der du leben möchtest

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