Eine Freundin hat sich der OP eines grauen Stars unterzogen, leider nicht mit dem gewünschten Erfolg. Bei der OP sei "Feuchtigkeit in die Hornhaut gekommen, so daß sie sich nicht mehr glättet". Ob man daraus einen Kunstfehler ableiten kann? Eine Nachfrage bei einem anderen Augenarzt wird ja vermutlich kein objektives Ergebnis bringen. Hat jemand einschlägige Erfahrungen?
Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:
Ich würde auf jeden Fall einen anderen Augenarzt einsachalten. Deine Freundin sollte das auch noch mit ihrer Krankekasse besprechen und vielleicht auch der Ärztekammer melden.
Bin selber Opfer eines sog. "Ärzte-Fehler". Was für Ausreden die Halbgötter in Weiss manchmal haben ist haarsträubend. In solchen Fällen den "Schaden" von andern Ärzten beurteilen (nicht begutachten!)lassen. Wichtig ist dabei den Namen des "Kollegen" nicht zu nennen. Du weisst ja: eine Krähe hackt der Andern kein Auge aus. Weiter muss der "fehlbare Arzt" einen Rapport an seine Haftpflicht-Versicherung machen.
Ich glaube nicht, dass man daraus einen Kunstfehler ableiten kann. Die Ärzte und Kliniken sichern sich da i.d.R. vorher sehr gut ab. Darüber müstest du aufgeklärt worden sein:
Komplikationen Bei der Augenoperation kann es zu Blutungen und Nachblutungen kommen. Strukturen des Auges und der direkten Umgebung können verletzt werden, z. B. auch die Hornhaut, was sehr schmerzhaft sein kann. Ebenfalls können sich Infektionen ergeben. Die Linsenhinterkapsel kann reißen. Eine durch die Operation provozierte Augendruckerhöhung ist möglich, ebenso kann bei bestimmten Umständen der Glaskörper nach vorne in die Vorderkammer des Auges treten (Glaskörpervorfall). An der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) kann eine Wassereinlagerung hervorgerufen werden. Eine Netzhautablösung durch die Operation ist sehr selten.
In manchen Fällen kann es zu dauerhafter Sehverschlechterung bis hin zur Erblindung oder dem Verlust des Auges kommen. Allergische Reaktionen auf verwendete Materialien sind nicht auszuschließen. Die Kunstlinse kann im Auge verrutschen und muss dann wieder festgehakt oder ausgetauscht werden. Nicht selten entwickelt sich in der belassenen Hinterkapsel ein so genannter Nachstar, der das Sehen beeinträchtigt, aber in aller Regel problemlos mit einem Laser oder einer kleinen Operation behandelt werden kann.
Hinweis: Dieser Abschnitt kann nur einen kurzen Abriss über die gängigsten Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das Gespräch mit dem Arzt kann hierdurch nicht ersetzt werden.
aus: http://www.chirurgie-portal.de/ophthalmologie/grauer-star-katarakt.html
DH